Direkt zum Inhalt


Zur Person

Susanne Greilich ist apl. Professorin am Institut für Romanistik und DFG-Forschungsprojektleiterin.

Zur Forschung

Ihre Forschungsinteressen gelten der französischen und spanischen Literatur und Kultur des 18.-21. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen Kultur-, Medien- und Wissenstransfer, interlinguale und kulturelle Übersetzungsprozesse, populäre literarische und filmische Genres sowie der interkulturelle Humor. Sie ist Mitglied des DFG-Schwerpunktprogramms 2130 “Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit (externer Link, öffnet neues Fenster)” sowie des DFG-Netzwerks “Comic Literacies: Kulturtechniken des Komischen (externer Link, öffnet neues Fenster)” am KWI Essen.

DFG-Projekt Übersetzungsdimensionen des Enzyklopädismus im Aufklärungszeitalter: Transatlantischer Wissenstransfer & kulturelle Übersetzungsdynamik

zus. m. H.-J. Lüsebrink, Saarbrücken. Die jüngere Forschung rückt die kulturelle Vermittlungs- und Transferleistung der Übersetzung in den Fokus und stellt unter dem Einfluss postkolonialer Theoriebildung auf Aspekte der De/zentralisierung, De/hierarchisierung und Er/Bemächtigung ab. Das Projekt verschränkt beide Perspektiven miteinander und fragt ausgehend von Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts und ihren Wissensbeständen über Amerika nach dem Wechselverhältnis von Übersetzung als Transfer- und Macht-Prozess. 

Ziel ist es, einerseits den gemeinsamen, transatlantischen enzyklopädischen Wissensraum zu erschließen, der sich im Kontext vielfältiger, wechselseitiger Übersetzungsprozesse zwischen Europa und Amerika etablierte. Andererseits sollen die Dimensionen eines zunehmend eigenständigen amerikanischen Wissensdiskurses über Amerika und ihre Rezeption in der (ehemaligen) kolonialen ‚Metropole‘ nachgezeichnet werden.

Nachdem in der ersten Projektphase (2018-2021) die Rolle untersucht worden ist, die Übersetzungsprozessen im Kontext der Herausbildung eines grenzüberschreitenden Wissens- und Kommunikationsraums in Europa zukam, und dafür sämtliche Übersetzungen enzyklopädischer Werke des Aufklärungszeitalters systematisch bibliograpisch erschlossen und beispielhaft ausgewertet wurden, fokussiert die zweite Projektphase auf nord- und südamerikanische Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts mit historisch-geographischem Schwerpunkt.

Publikationen (Auswahl)

Les Nouveaux Mondes des encyclopédies. Traduction et réorganisation des savoirs au XVIIIe siècle (externer Link, öffnet neues Fenster). Paris, Classiques Garnier, 2026. Hrsg., zus. m. H.-J. Lüsebrink.

Übersetzungspolitiken der Frühen Neuzeit / Translation Policy and the Politics of Translation in the Early Modern PeriodBerlin, Heidelberg: Metzler, 2024 [Reihe: Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit, Bd. 3]. Hrsg., zus. m. A. Flüchter, A. Gipper, H.-J. Lüsebrink. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-662-67339-3 (externer Link, öffnet neues Fenster).

Traduire l’encyclopédisme. Appropriations transnationales et pratiques de traduction de dictionnaires encyclopédiques au Siècle des Lumières (1680-1800). Würzburg: Königshausen & Neumann2024; 269 S. [Reihe: Saarbrücker Beiträge zur vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 95]. Hrsg., zus. m. H.-J. Lüsebrink.

El drama histórico en los romanticismos de España e Iberoamérica. Procesos transnacionales de intercambio e renegociación de identidades. Hildesheim: Olms, 2022 [Reihe: Teoría y práctica del teatro, Bd. 29]. Hrsg., zus. m. D. Schmelzer.

Culture Clash und Lach-Gemeinschaft: Interkultureller Humor in den frankophonen Gegenwartsgesellschaften / Clash culturel et communauté du rire: l’humour interculturel dans les sociétés francophones contemporainesTübingen: Stauffenburg, 2020; 251 S. [Reihe: Siegener Forschungen zur Romanischen Literatur- und Medienwissenschaft, Bd. 31]. Hrsg., zus. m. D. Schmelzer.

Écrire l’encyclopédisme, du XVIIIe siècle à nos jours. Paris: Classiques Garnier, 2020; 416 S. [Reihe: Rencontres, Bd. 467]. Hrsg., zus. m. H.-J. Lüsebrink.

Das Andere Schreiben“ – Diskursivierungen von Alterität in Texten der Romania (16.-19. Jahrhundert). Würzburg: Königshausen & Neumann, 2013; 234 S. [Reihe: Saarbrücker Beiträge zur Vgl. Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 58]. Hrsg., zus. m. K. Struve.

Populäre Kalender im vorindustriellen Europa: Der Hinkende Bote/ Messager boiteux. Kulturwissenschaftliche Analysen und bibliographisches Repertorium. Berlin: de Gruyter, 2006; 508 S. Hrsg., zus. m. Y.-G. Mix.

Französischsprachige Volksalmanache des 18. und 19. Jahrhunderts. Strukturen, Wandlungen, intertextuelle Bezüge, Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2004; 329 S. [Reihe: Studia Romanica, Bd. 119].

Presse et événement: journaux, gazettes, almanachs (XVIIIe – XIXe siècles)Bern: Peter Lang, 2000; 323 S. [Reihe: Convergences, Vol. 16]. Hrsg., zus. m. H.-J. Lüsebrink / J.-Y. Mollier.

nach oben