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Gott sinnlich wahrnehmen (Mathias Winkler)

Wir lesen ständig im Alten Testament, dass Gott spricht. Also muss man ihn auch hören können. Wir lesen auch sehr oft, dass er sich sichtbar macht, also erscheint. Man muss ihn also auch sehen können. Im Christentum haben wir jedoch sehr starke Vorbehalte gegen sinnliche Wahrnehmungen Gottes – und doch ist Gott mit Sinnen im Alten Testament wahrnehmbar. Allerdings wird bei der sinnlichen Wahrnehmung eigentlich nicht gesagt, wie Gott aussieht, oder wie er sich anhört. Warum erzählt man dann von sinnlichen Wahrnehmungen Gottes?
Ich gehe der Frage nach, wie man über sinnliche Wahrnehmungen Gottes im AT spricht. Und ich stelle mir die Frage, welches Ziel bei der Leserschaft verfolgt wird, wenn von sinnlichen Wahrnehmungen Gottes berichtet wird, aber dann eigentlich doch nichts davon „anschaulich“ für die Leser*schaft wird. Ferner wird die Frage gestreift, welcher Status den verschiedenen Sinnen in der Wahrnehmung Gottes zukommt und welche Bedeutung die Sinne dabei haben können.

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