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Wissenschaftliche Beiträge


CORPORATE GOVERNANCE

 

Aufsichtsräte

Zur Analyse der Prozesse und Mechanismen in Aufsichtsräten wurde eine größere Zahl von qualitativen Interviews mit deutschen Aufsichtsräten durchgeführt. Auf dieser Grundlage entstanden Publikationen, z.B. zu Macht in Aufsichtsräten (Rego & Steger, 2019). Zudem werden die Effekte verschiedener Aufsichtsaratskonstellationen untersucht (z.B. Fichtel, Hilger & Steger, 2026).

 

Nicht-finanzielle Berichterstattung

Das DFG-geförderte Forschungsprojekt “Die Auswirkungen der Gesetzgebung zur nichtfinanziellen Berichterstattung auf Personalmanagementpraktiken und Corporate Governance in Deutschland und Polen. Eine Analyse der Effekte der Richtlinie 2014/95/EU (E-NFR-HRM-CG)” (externer Link, öffnet neues Fenster) untersucht die Auswirkungen der EU-Richtlinie 2014/95/EU zur nichtfinanziellen Berichterstattung auf börsennotierte Unternehmen in Deutschland und Polen. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage, wie sich Umfang und Qualität der Berichterstattung über Personalmanagement und Corporate Governance verändert haben. Analysiert wird auch, ob die neuen Offenlegungspflichten tatsächliche Veränderungen organisationaler Praktiken angestoßen haben. Der Ländervergleich verbindet quantitative Auswertungen der Unternehmensberichte von 2015 bis 2019 mit qualitativen Interviews und zeigt, wie gesetzliche Vorgaben in unterschiedlichen institutionellen Kontexten in organisationales Handeln übersetzt werden. An dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2019 bis 2024 geförderten Projekt waren Forschende der ESCP Business School Berlin, der CBS International Business School Köln, der Universität Regensburg und der SGH Warsaw School of Economics beteiligt.

 

Führung im internationalen Kontext - GLOBE

Seit Sommer 2019 engagiert sich der Lehrstuhlinhaber im Rahmen des weltweiten GLOBE (externer Link, öffnet neues Fenster)-Forschungsverbundes als Länderverantwortlicher für Deutschland (mit Maike Andresen, Universität Bamberg, Felix Brodbeck, LMU München, Dirk Holtbrügge, Universität Erlangen-Nürnberg und Robin Pesch, Universität Bayreuth). Dabei werden über 500 mittlere Manager u.a. zu ihren Führungsvorstellungen, kulturellem Wandel und kulturellen Einflüssen auf verschiedene Personalpraktiken befragt. Parallel finden die Untersuchungen in über 130 weiteren Ländern weltweit statt.

 

Korruption und Informalität

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt “Von der Informalität zur Korruption: Serbien und Kroatien” im Vergleichuntersuchte, wie sich Vorstellungen und Praktiken von Informalität und Korruption in Serbien und Kroatien historisch entwickelt haben. Der Vergleich eines ehemals osmanisch und eines ehemals habsburgisch geprägten Landes zeigte, wie imperiale Hinterlassenschaften, politische Ordnungen und lokale Normen die Grenze zwischen akzeptiertem und korruptem Handeln beeinflussen. Drei Teilprojekte verbanden historische Analysen von Korruptionsskandalen mit betriebswirtschaftlichen Untersuchungen von Unternehmen und sprachwissenschaftlichen Analysen des Korruptionsbegriffs. Das von der DFG von 2020 bis 2023 geförderte Projekt war an der Universität Regensburg angesiedelt und wurde von Klaus Buchenau, Björn Hansen und Thomas Steger gemeinsam mit internationalen Partnern durchgeführt.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt “Korruption und Religion: Das orthodoxe Christentum in Russland und Serbien” untersucht das bislang wenig erforschte Verhältnis zwischen Korruption und orthodoxem Christentum in Russland und Serbien. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie orthodoxe Kirchen Korruption verstehen, welche religiösen Begriffe und moralischen Vorstellungen sie verwenden und wie diese mit säkularen Korruptionsdiskursen zusammenwirken. Historische, sprachwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Teilprojekte analysieren dazu religiöse Deutungen in Russland sowie Regeln, Ressourcenströme und organisationale Praktiken der Serbischen Orthodoxen Kirche. Das von der DFG von 2024 bis 2027 geförderte Projekt wird an der Universität Regensburg von Klaus Buchenau, Björn Hansen und Thomas Steger geleitet und mit Partnern unter anderem an der LMU München, dem University College London sowie Forschungseinrichtungen in Kroatien und Serbien durchgeführt.

Hier finden Sie die Projekthomepage: https://informalityregensburg.com (externer Link, öffnet neues Fenster) 


 

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MITARBEITERKAPITALBETEILIGUNG (MKB)

 

 

MKB aus Arbeitnehmersicht

Von 2011 bis 2014 wurde am Lehrstuhl ein Forschungsprojekt von der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) gefördertes Forschungsprojekt zu MKB durchgeführt. Es befasste sich explizit mit der Erhebung und Bewertung der Mitarbeiterperspektive zu MKB und nutzte ein breites Instrumentarium, das sowohl qualitative als auch quantitative Methoden umfassteumfasste. Projektmitarbeiter waren Christina Beisiegel, Madeleine Dietrich und Christoph Schubert. Der Abschlussbericht ist vor kurzem in einer HBS-Schriftenreihe erscheinen. Aufbauend darauf werden weitere wissenschaftliche Publikationen erarbeitet.

 

Belegschaftsaktien

Gemeinsam mit Rainer Sieg entstanden zwei Studien für die Hans-Böckler-Stiftung zu Belegschaftsaktien in Deutschland (2016/17) sowie zu Belegschaftsaktien in Europa (2018/19). Entsprechende erste Publikationen dazu sind erschienen (z.B. Steger/Sieg 2019), weitere (z.B. zu Belegschaftsaktionärsvereinen in Deutschland) sind in der Entstehung. 

Das von der Hans-Böckler-Stiftung 2023-2025 geförderte Forschungsprojekt “Effekte und Wirkmechanismen von Mitarbeiterkapitalbeteiligung” untersucht, welche Wirkungen Mitarbeiterkapitalbeteiligung auf Unternehmen, Beschäftigte und Mitbestimmung entfaltet und unter welchen Bedingungen diese entstehen. Fallstudien in fünf deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen verbinden die Analyse der Beteiligungsmodelle mit Interviews, Beschäftigtenbefragungen und betrieblichen Daten. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Effekte, Auswirkungen auf Motivation, Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung sowie Veränderungen der betrieblichen Partizipation. Ziel ist es, die Wirkmechanismen und Grenzen verschiedener Beteiligungsmodelle genauer zu bestimmen. Das Projekt wurde an der Universität Regensburg von Thomas Steger, Rebecca Fichtel und Dr. Christian Scharff durchgeführt.

 

Fallstudien

Am Lehrstuhl wird kontinuierlich eine Sammlung von Musterfällen von Unternehmen mit Mitarbeiterkapitalbeteiligung aufgebaut. Diese soll perspektivisch dazu genutzt werden, das bisher in der Region noch relativ unterentwickelte Thema weiter zu verbreiten und zu popularisieren. In diesem Zusammenhang besteht auch ein reger Austausch mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden.

Weiterhin war der Lehrstuhlinhaber Mitglied eines Konsortiums (Leitung: Jens Lowitzsch, Universität Viadrina Frankfurt/Oder), das für das Bundesministerium für Wirtschaft ein Gutachten zum Stand der MKB in Deutschland und Europa erarbeitete. Gemeinsam mit Rainer Sieg und Heinrich Beyer (AGP) wurden dazu Fallstudien zu MKB in KMUs und in Startup-Unternehmen erarbeitet sowie weiterführende Datenquellen zu MKB in Deutschland erschlossen. Der umfangreiche Abschlussbericht ist 2020 erschienen.


 

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Digitalisierung & Künstliche Intelligenz

 

Ein Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Organisationen. Untersucht wird insbesondere, wie KI organisationale Entscheidungsprozesse und Praktiken des Personalmanagements verändert. Dazu gehören Christian Scharffs Dissertation „Wie künstliche Intelligenz Entscheidungen prägt“, (externer Link, öffnet neues Fenster) eine Multiple-Case-Study zu KI-basierten Entscheidungen in Unternehmen, sowie eine gemeinsame Studie von Nar, Rego, Scharff und Hilger zu den Auswirkungen von KI auf HR-Praktiken (externer Link, öffnet neues Fenster). 

Darüber hinaus kooperiert der Lehrstuhl im Rahmen einer Ausschreibung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) mit Claudia Nuber (TH Deggendorf) und Ingo Striepling (OTH Regensburg) zum Thema „Entscheidungsprozesse und KI“.


 

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Mittel- & Osteuropa

Managementforschung zu Mittel- und Osteuropa

Unter der gemeinsamen Herausgeberschaft mit Rainhart Lang und Irma Rybnikova entsteht zurzeit für Oxford University Press ein umfangreiches Handbook of Central and East European Management and Organizations.

 

Leibniz Science Campus

Im Frühjahr 2019 wurde von der Leibniz-Gesellschaft auch ein ScienceCampus „Europe and America in the Modern World (externer Link, öffnet neues Fenster)“ an der Universität Regensburg genehmigt, wobei der Lehrstuhlinhaber ein Teilmodul zu „Institutions and Trade“ (mit Richard Frensch und Olga Popova, Leibniz Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Universität Regensburg) mitverantwortet.

 

Denkraum Ukraine

Thomas Steger ist ebenfall Mitglied des Denkraum Ukraine. Das Zentrum für interdisziplinäre Ukrainestudien „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg vernetzt Ukraine-Expertise in Geschichte, Kultur, Politik, Recht und Wirtschaft. Es schafft einen international sichtbaren Wissens- und Kommunikationshub und fördert interdisziplinäre Forschung und Lehre zur Ukraine.

 

Legitimitätsforschung

Das von 2021 bis 2026 durch die DFG geförderte Forschungsprojekt „Legitimacy-building and the performance of post-transition country firms in an advanced economy – a study of Polish subsidiaries in Germany (PL-FS-GE) (externer Link, öffnet neues Fenster)“ untersucht, wie polnische Tochtergesellschaften in Deutschland Legitimität aufbauen und wie sich diese auf ihre wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Auf Grundlage der Institutionentheorie wird analysiert, welche Bedeutung die Zusammensetzung und Vielfalt der lokalen Managementteams sowie ihre Netzwerkbeziehungen für Legitimität und Unternehmenserfolg besitzen. Das Projekt wird von Tobias Dauth von der HHL Leipzig Graduate School of Management und Thomas Steger von der Universität Regensburg gemeinsam mit Forschenden der Poznań University of Economics and Business durchgeführt.

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