Direkt zum Inhalt


Architektur und Städtebau

Die Medien transportieren weit mehr Bilder als Text. Und Häuser erschließen sich (vielleicht) besser über ein Bild als über einen Text. Aber nicht jedes Bild ist wie jedes andere. Im SoSe 26  wollen wir uns erstens die geometrischen Grundlagen der Projektion erarbeiten. Zweitens wollen wir sie mit der Architekturgeschichte verknüpfen. (Es sind Architekten, die die Grundlagen zu Fragen der Perspektive, der Geometrie, der Harmonie legen. Das ist nicht zufällig: Häuser sind leicht zu zeichnen.) Und drittens interessiert uns sehr praktisch und angewandt die Rolle der Darstellung für Vermarktung und Wert der Immobilie heute. Insbesondere wollen Sie hier einen kritischen, eigenständigen Blick auf die naturgemäß eigeninteressierte Darstellung zeitgenössischer Gebäude und Gebäude-Ensembles in Katalogen, Zeitschriften, Webseiten entwickeln. 

Es gibt viele unterschiedliche Typen von Projektionen. Welche ist für Ihren Zweck die richtige? Wenn Sie sich mit einer Handwerkerin unterhalten, möchte die vermutlich einen Grund-, Auf- oder Seitenriß. Wenn Sie sich mit einem möglichen Käufer oder Mieter unterhalten, möchte der dagegen eher eine Perspektiv-Projektion (etwa wie in der simplen Skizze eines fiktiven städtebaulichen Ensembles oben). Und das Bauhaus zog  mit seinem Fokus auf schnelle und rationale Umsetzbarkeit bei gleichzeitiger Anschaulichkeit des Entwurfs die Parallel-Projektion vor. Hier sind wichtige Entscheidungen zu treffen. Und überhaupt: Stärken Projektionen im Kontext asymmetrischer Information die Darstellung eher schwacher oder eher starker Häuser?  
 

nach oben