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Stadtentwicklung


Le Corbusier fordert in seiner Charta von Athen "Licht und Luft" für die Stadt. Breite Verkehrsschneisen sollen fließenden Verkehr ermöglichen, von diesen Straßen zurückgezogene Wohnquartiere im Grünen für Erholung und den Rückzug von Lärm und Hektik der Stadt sorgen. So entstehe qualitätvoller privater Raum. Jane Jacobs kritisiert den an Corbusiers Forderungen angelehnten Wohnungsbau der Moderne. Sie verbindet mit ihm die Vernachlässigung, sogar Verwahrlosung des Öffentlichen Raums der Stadt. Sowohl Le Corbusiers als auch Jacobs' Positionen bleiben bis heute interessant und relevant. 

Aber sowohl Corbusier als auch Jacobs übersehen die Anreize, die hinter den von ihnen kritisierten Stadtformen stehen. Preise – und wie Haushalte und Unternehmen auf sie reagieren – spielen in ihren Theorien keine Rolle. Dabei signalisieren säkulare Preisveränderungen die Wünsche der Gesellschaft. In dem Maße, in dem Haushalte wöchentlich weniger arbeiten und mehr Zeit zuhause verbringen, wünschen sie auch mehr Licht im Haus. 

Immobilienentwickler bedienen diesen Wunsch nach besserem Privaten Raum, indem sie lichtere Quartiere bauen (weil sie die höher bepreisen können). Den ebenso vorhandenen Wunsch der Haushalte nach besserem Öffentlichen Raum bedienen sie dagegen nicht (weil sie den nicht höher bepreisen können). Auch aus dieser Diskrepanz erklären sich Monotonie und Sterilität der zeitgenössischen Quartiersentwicklung (beispielhaft hier (öffnet neues Fenster)). (Das Foto oben zeigt Marcel Breuers Department of Housing and Urban Development in Washington.

 

 

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