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Stadtentwicklung

Der moderne Städtebau läßt sich leicht an seinen Balkonen erkennen: vgl. exemplarisch das Foto oben. Ob sich in den zwei Häusern im Vordergrund schön wohnen läßt? Einerseits ist es dort oft hell; Corbusier wäre zufrieden. Andererseits sind die Balkone kaum gemütlich. Auch darf nach den unfrohen Farben gefragt werden: Warum ist alles grau? Selbst der alles überragende (dreißig Jahre ältere) Plattenbau im Hindergrund scheint fröhlicher. Welchen Beitrag leisten diese Häuser für die Straße, von der aus sie betrachtet werden? Tragen sie zur Qualität von Schulwegen bei? Die Tiefgarageneinfahrt im Vordergrund ist sicher praktisch für die Autofahrerbewohner. Aber sie zerfräst auch den Bürgersteig.  

Wer durch unsere Städte läuft, entdeckt in großer Zahl Neubauten in fast immer ähnlichem Stil und in ähnlicher Konfiguration. Hört man den Beteiligten an diesen Quartieren zu, sind dort Musterbeispiele nachhaltigen, gesunden und lebensfrohen Bauens entstanden. Aber ist das wirklich so? Einfache, aber fundamentale ökonomische Fragen an diese Quartiere sind (i) wer deren Neubauten warum und so erstellt und erst recht (ii) ob diese Neubauten wirklich den vielfältigen Wohn- und Lebenswünschen in der Gesellschaft entgegenkommen. Wäre an dieser Stelle ein anderes (besseres, günstigeres oder sogar besseres und günstigeres) Bauen möglich, sinnvoll gewesen? 

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