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Immobilien des Einzelhandels

Die französische Revolution beginnt nicht zufällig im Palais Royal, dem ersten größten Shopping Center der Neuzeit (Bild oben). In dessen Cafés wird diskutiert, dort versammeln sich die aufgebrachten Bürger, und von dort ziehen sie dann los. Die Moden des Einzelhandels als auch die großen Innovationen wie das große Fenster, der Kühlschrank, das elektrische Licht, das Auto, die Bestellung online prägen die Erwartungen an die Handelsimmobilie immer wieder neu. Handelsimmobilien definieren städtische Zentralität mit und ziehen städtisches Leben an. Sogar ihre Architektur ist stilprägend. Die ersten Basiliken sind Marktplätze, nicht Kirchen. 

Koordination, die Orientierung an den Wünschen der Konsumenten und damit sogar Phantasie sind zentrale Aspekte in der erfolgreichen Entwicklung moderner Handelsimmobilien. Vielleicht hilft auch etwas weniger Orientierung an Durchschnitten und großen Zahlen? Und bereichert etwa die zunehmende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel (die sich auch in ihren Immobilien niederschlägt) die Vielfalt, Qualität und Leistbarkeit von Lebensmitteln? In jedem Fall hat immmobilienwirtschaftliche Theorie ihren sinnvollen Platz in der Analyse von Immobilien des Einzelhandels. Viele innovative Konzepte entstehen in der Praxis, aber die notwendigen Gedankenexperimente werden erst durch Modellbildung möglich. 

Das Skript aus dem WiSe 25/26 steht für eine Weile: hier (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei)

 

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