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Wie komme ich an den Volltext eines Zeitschriftenartikels?

Kurzlink zu dieser Seite: https://go.ur.de/get-the-pdf (externer Link, öffnet neues Fenster)

Zeitschriftenartikel können frei im WWW verfügbar sein, über Abonnements der Universitätsbibliothek lizenziert sein oder hinter Bezahlschranken stecken, da sich die Universitätsbibliothek die Abonnements nicht leisten kann. Für ältere Jahrgänge sind evtl. nur gedruckte Ausgaben vorhanden.

Hier zeigen wir Wege, wie Sie möglichst schnell zum Volltext eines Artikels kommen.

Bitte beachten Sie: Beim Zugriff auf lizenzierte Online-Volltexte gilt immer, dass Sie sich im Campusnetz von Universität/Universitätsklinikum befinden müssen, um unsere Lizenzen nutzen zu können. Die Möglichkeiten sind auf der Seite E-Medien (externer Link, öffnet neues Fenster) erklärt.


1. Volltextsuche eines Literaturverwaltungsprogramms

Haben Sie die bibliographischen Angaben des Artikels bereits in einem Literaturverwaltungsprogramm? Dann können viele dieser Programme (bspw. Citavi und Endnote) automatisch nach dem Volltext suchen. Mehr dazu...


2. Artikel in Google Scholar suchen

Suchen Sie in Google Scholar bevorzugt nach der DOI des benötigten Artikels oder, falls diese nicht bekannt ist, nach dem Titel des Artikels in Anführungszeichen (Phrasensuche). Google Scholar (externer Link, öffnet neues Fenster) ist eine Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur, die neben den neben den Webseiten der Verlage auch viele frei verfügbare Artikel findet. Diese können auf sozialen Plattformen für Wissenschaftler (bspw. ResearchGate), institutionellen und fachlichen Repositorien (z. B. PubMed Central (externer Link, öffnet neues Fenster), Publikationsserver der Universität Regensburg (externer Link, öffnet neues Fenster)) oder auf Homepages der Autoren liegen.


3. Zeitschrift in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) suchen

Suchen Sie in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (externer Link, öffnet neues Fenster) (EZB) nach der Zeitschrift, in dem der Artikel erschienen ist (Achtung: Nicht nach dem Titel des Artikels!). In der EZB erkennen Sie an den Ampelsymbolen, ob die Zeitschrift in dem Zeitraum lizenziert ist, in dem der Artikel erschienen ist (gelbe Ampel) oder gar frei zugänglich ist (grüne Ampel). Aber auch bei einer roten Ampel lohnt es sich oft, die Zeitschriftenhomepage(s) zu besuchen. Oft sind einzelne Artikel oder Ausgaben frei zugänglich, auch wenn dies für die Zeitschrift insgesamt nicht gilt.

In der Detailansicht einer Zeitschrift erkennen Sie außerdem, ob die Universitätsbibliothek eine gedruckte Ausgabe hat, aus der Sie den Artikel erhalten.

Die EZB kennt zwar keine einzelnen Artikel, aber mit der DOI eines Zeitschriftenartikels kann man viele Volltexte gezielt aufrufen (externer Link, öffnet neues Fenster).


4. Zeitschrift im Bibliothekskatalog suchen

Insbesondere bei älteren Artikeln existiert evtl. nur eine gedruckte Version der Zeitschrift, so dass die Zeitschrift nicht in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek enthalten ist. Suchen Sie dann den Titel der Zeitschrift im Bibliothekskatalog (externer Link, öffnet neues Fenster).


5. E-Mail an Autor (Reprint Request)

Der persönliche Austausch von Artikeln hat eine jahrhundertelange Tradition. Autoren ist die persönliche Weitergabe ihrer Artikel urheberrechtlich praktisch immer gestattet, so von allen großen Verlagen (externer Link, öffnet neues Fenster). Bitten Sie Autoren per E-Mail um eine pdf-Datei. Bei neueren Artikeln sind die E-Mail-Adressen oft schon bei den Autorenangaben in PubMed angegeben oder auf der Verlagsseite des Artikels. Ansonsten hilft Google, die (aktuelle) Adresse zu finden. Die Erfolgsquote solcher Anfragen ist recht hoch. Die Reaktionszeit reicht erfahrungsgemäß von zehn Minuten bis zu einigen Tagen. Manchmal ergeben sich so auch Möglichkeiten für die Netzwerkbildung in der Community…


6. Dokumentenlieferung: Fernleihe und subito

Die Fernleihe (externer Link, öffnet neues Fenster) und subito (externer Link, öffnet neues Fenster) sind zwei kostenpflichtige, von Bibliotheken betriebene Dokumentenlieferdienste. Sie unterscheiden sich

  • in den Kosten (Fernleihe meist 1,50 €;),
  • der garantierten Lieferzeit und
  • den Lieferformaten.

7. Lokalisierte Version von PubMed

Nutzen Sie die für die Universität/Universitätsklinikum Regensburg lokalisierte Version von PubMed (externer Link, öffnet neues Fenster). Damit haben Sie bei den Full text links jedes Artikels in PubMed den SFX-Button, der angepasst Wege zum Volltext anbietet: von einer Lizenz bis zur Dokumentenlieferung.

Weiterer Tipp: Den obigen Link zu PubMed können Sie als Favoriten/Bookmark in Ihrem Browser setzen.


8. Unpaywall

Unpaywall (externer Link, öffnet neues Fenster) ist eine Erweiterung für die Web-Browser Firefox  und Chrome, die die Verfügbarkeit von Open-Access-Volltexten im Browserfenster anzeigt.

Der Dienst Open Access Button wurde am 18. November 2025 eingestellt. Als Alternative wird Unpaywall empfohlen.


Schattenbibliotheken

Die Nutzung sogenannter "Schattenbibliotheken" wie Sci-Hub, einer umstrittenen (externer Link, öffnet neues Fenster) Piratenseite für wissenschaftliche Literatur, oder der einschlägigen Suchmaschine Anna's Archive (externer Link, öffnet neues Fenster) ist nach einschlägiger Forschung (externer Link, öffnet neues Fenster) weit verbreitet. Da die Schattenbibliotheken aber nach deutschem Urheberrecht als offenkundig illegale Quellen anzusehen sind, kann dies nicht empfohlen werden.

Mit Infos von Björn Brembs (externer Link, öffnet neues Fenster), Guus van den Brekel (externer Link, öffnet neues Fenster) und Oliver Obst (externer Link, öffnet neues Fenster).

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