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Regionalökonomie


Die Regionen eines Landes enwickeln sich selten im gleichen Takt. Manche Regionen fallen nicht nur im Vergleich mit allen anderen zurück, sondern entwickeln sich sogar absolut zurück. Abwanderung ist die Folge, und sie verstärkt nur noch die ausgänglichen Probleme weiter. Private Angebote wie Geschäfte oder Kinos skalieren aufgrund der fallenden Nachfrage der Konsumenten zurück oder schließen gleich ganz. Aber auch öffentliche Angebote wie lokale Schulen, regionale Krankenhäuser, Schwimmbäder, öffentliche Bibliotheken dünnen mit der schrumpfenden Steuerbasis aus. Das Bild oben zeigt den Hammerkopfturm der Zeche “Minister Stein” in Dortmund, ehemals die größte Zeche des Ruhrgebiets und heute seit langem geschlossen. 

Nach einer langen Phase der regionalen Konvergenz scheint Divergenz heute wieder zuzunehmen. Anhand welcher Indikatoren können wir Divergenz messen? Läßt sie sich verhindern? Überhaupt: Sollten föderale Politiker sie verhindern? Welche Steuerungsinstrumente stehen ihnen dann zur Verfügung? Schadet oder hilft mehr interregionale Mobilität? Und korreliert Divergenz mit politischer Unzufriedenheit? Wählen Wähler in zurückbleibenden Regionen Protestparteien?  Neben diesen inhaltlichen Fragen hat Regionalökonomie einen engen immobilienökonomischen Bezug: Ohne die sie umgebende Region ist das einzelne Haus nichts. Immobilienwert ist geliehen: Er lehnt sich an den Arbeitsmarkt und die Infrastruktur seiner Region an. 

 

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