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Miomind - Rechtschreibregal

„Ich fand es cool, weil man auch als nicht guter Rechtschreiber Erfolg haben kann!“
(Sebastian, nach dem Test der Rechtschreibspiele, 9 Jahre)

„Es ist normal, verschieden zu sein!“ (Richard von Weizäcker)

„Man kann verschieden normal sein“ (Wocken 2011, 76)

 

Herzlich Willkommen auf den Miomind-Projektseiten!

Ziel ist die Entwicklung eines Konzeptes sowie praktischer Materialien für einen kompetenzorientierten, inklusiven Rechtschreibunterricht, zusammen mit Kindern, Lehrer:innen und Student:innen.

Bei Miomind handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Dr. Michael Kirch und Dr. Karin Reber, ursprünglich begonnen als lehrstuhlübergreifendes Projekt an der LMU München zwischen den Lehrstühlen Grundschulpädagogik und -didaktik sowie Sprachheilpädagogik und Sprachtherapie. Mit dem Wechsel von Karin Reber an den Lehrstuhl Pädagogik bei Sprach- und Kommunikationsbeeinträchtigungen zieht es mit seinen Seiten an die Universität Regensburg um und wird zusammen mit Studierenden in den Seminaren die Lehre neu begleiten mit der Perspektive, dass wieder neue Materialien hinzukommen werden. 

Auf der Projektseite finden Sie über 1000 freie Rechtschreibspiele und vieles mehr zum kostenlosen Download.

Ziele

Grafik Lernspielformen

Die Materialien des Rechtschreibregals sollen einen kompetenzorientierten und damit inklusiven Rechtschreibunterricht ermöglichen, der folgenden Ansprüchen genügt (Reber/Kirch 2013, 254):

  1. "Kindgemäßes Rechtschreiblernen unterstützen: Das Konzept orientiert sich an aktuellen Entwicklungsmodellen zum Schriftspracherwerb und unterstützt den Erwerb von Rechtschreibstrategien im alphabetischen (lautgetreue Schreibweise), phonologischen (z. B. Wörter mit <ei>), morphematischen (z. B. verwandte Wörter) und orthographischen (z. B. Dehnungen) Lernfeld (vgl. ausführlich Reber 2009). Darüber hinaus werden grammatische Strategien und Arbeitstechniken thematisiert.
  2. Individualisierung und Differenzierung ermöglichen: Statt eines gleichschrittigen Rechtschreiblehrgangs erhalten die Schüler:innen die Möglichkeit, individuell an Rechtschreibstrategien zu arbeiten (organisatorische, methodische, inhaltliche und soziale Öffnung nach Peschel 2002). Die Lehrkraft versteht sich als Lernbegleiter. Eine Lernmanagementsoftware entlastet sie von Verwaltungsaufgaben.
  3. Strukturierte Offenheit herstellen: Gerade schwächere Lernende benötigen neben freien Lernphasen qualitativ hochwertige Instruktion (z. B. Erklärungen zu den Rechtschreibregeln, zum Grundwortschatz). Daher finden neben offenen Lernphasen auch fokussierte Rechtschreibgespräche mit der ganzen Klasse oder mit Kleingruppen statt. Erklärvideos bieten darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Auseinandersetzung mit Rechtschreibstrategien.
  4. Motivation zum Lernen durch spielerische Lernformen erreichen: Viele Unterrichtskonzepte, die im Lernbereich Rechtschreiben inhaltliche Offenheit (also nicht nur freie Wahl der Reihenfolge und Art der Materialien, sondern auch der Lerninhalte an sich; Peschel 2002) ermöglichen, arbeiten mit einer Flut an Arbeitsblättern. Die Kinder „verinseln“ vor ihrem Blätterberg. Daher kommen im Projekt vielfältige Lernformen zum Einsatz (z. B. Spiele für die Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit; übende und strategiebildende Spiele). Gerade im Spiel lässt sich außerdem Heterogenität besonders gut auffangen: Das Spiel ist eine inklusive Methode (vgl. Kirch & Reber 2014)!
  5. Selbstbestimmtes Rechtschreiblernen entwickeln: Das Material ermöglicht einen hohen Grad an Selbstbestimmung, ohne die Lernenden alleine zu lassen. So wird der zu erlernende Wortschatz zunächst vorgestellt und geübt. Die Schüler:innen bestimmen dann selbst den Zeitpunkt, wann sie sich für die abschließende Lernzielüberprüfung bereit fühlen."

 

Spiele

  • Lupenzauber

    Beim Spiel Lupenzauber wird durch die verwendete rote Lupe die Rechtschreibbesonderheit immer wieder ganz prägnant ins Bewusstsein gerufen und markiert. Es eignet sich somit für den Start mit einer Besonderheit.

    Lupe mit gelben Hintergrund
  • Milky

    Mit dem Milky werden Rechtschreibstrategien abgefragt.

  • Flipper

    Mit dem Spiel Flipper werden Rechtschreibstrategien geübt.

    Frosch
  • Gripsdiktat

    Ob ein Kind ein Wort richtig schreibt oder nicht ist davon abhängig, ob es mit "Grips" abschreiben kann.

    Gripsdiktat Icon - Weiße Karte mit Aufschrift "schnell; Kelle; Forelle"

Lupenzauber

Beim Spiel Lupenzauber wird durch die verwendete rote Lupe die Rechtschreibbesonderheit immer wieder ganz prägnant ins Bewusstsein gerufen und markiert. Es eignet sich somit für den Start mit einer Besonderheit.

Lupe mit gelben Hintergrund

Milky

Mit dem Milky werden Rechtschreibstrategien abgefragt.

Flipper

Mit dem Spiel Flipper werden Rechtschreibstrategien geübt.

Frosch

Gripsdiktat

Ob ein Kind ein Wort richtig schreibt oder nicht ist davon abhängig, ob es mit "Grips" abschreiben kann.

Gripsdiktat Icon - Weiße Karte mit Aufschrift "schnell; Kelle; Forelle"

Wörterversenken

Das Spiel Wörterversenken orientiert sich an dem Spiel Schiffeversenken.

Piratenschiff

Wörterwelten

Schwerpunkt des Spiels Wörterwelten ist die morphologische Strategie: Die Kinder sollen verwandte Wörter finden und erkennen, dass die Schreibweise dieser sich ähnelt.

Wörterwelten Icon "Planet"

Spellboard

Spellboard (externer Link, öffnet neues Fenster) ist eine App für iPad oder Mac, die sich gut zum Üben von Rechtschreibstrategien eignet. Üben lässt sich mit dieser App auf vierfache Weise.

Spellboard Icon

Wörtertreppe

Mit der Wörtertreppe wird der Wortschatz einer Rechtschreibstrategie geübt. Hier ist das Ziel schnell nach oben zu kommen und dabei möglichst viele Wörter schreiben zu dürfen.

Wörtertreppe Icon

Aktionskarten

Mit Hilfe der Aktionskarten ist ein Spiel noch einmal individuell an die Bedürfnisse der Kinder und der Klasse anpassbar.

Blankovorlagen

Blankovorlagen der Miomind-Rechtschreibspiele

Literatur

Böhm, O. (2013): Richtig schreiben lernen" - Konzeption und Erprobung eines Modells zum kompetenzorientierten Rechtschreibunterricht im Rahmen inklusiver Schulentwicklung, unveröffentlichte Zulassungsarbeit, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Fuchs, D./Fuchs, L. D. (2006): Introduction to Response to Intervention: What, why, and how valid is it? In: Reading Research Quarterly 1, 93-99.

Hoppenstedt, J. (2013): Richtig schreiben lernen - Theoretische Grundlagen und Evaluation eines Konzeptes zum individualisierenden und motivierenden Üben im Rechtschreibunterricht, unveröffentlichte Zulassungsarbeit, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Kirch, M./Reber, K. (2014): Mit allen Kindern spielerisch richtig schreiben lernen. Das Spiel als inklusive Methode. In: Sache Wort Zahl 42, 43-49.

Klicpera, C., Schabmann, A., Gasteiger-Klicpera, B. & Schmidt, B. (2017): Legasthenie - LRS. Modelle, Diagnose, Therapie und Förderung. München: Ernst Reinhardt.

Kohlrausch, J. (2013): Richtig schreiben lernen- Theorie und praktische Erprobung eines Konzepts mit Einsatz von Spiel und neuen Medien im Rechtschreibunterricht", unveröffentlichte Zulassungsarbeit, Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Mann, Ch. (2010): Strategiebasiertes Rechtschreiblernen. Selbstbestimmter Orthografieunterricht von Klasse 1-9. Weinheim/Basel.

Naumann, C. L. (1999): Orientierungswortschatz. Die wichtigsten Wörter und Regeln für die Rechtschreibung Klassen 1-6. Weinheim: Beltz.

Peschel, F. (2002): Offener Unterricht – Idee, Realität, Perspektive und ein praxiserprobtes Konzept zur Diskussion. Teil I: Allgemeindidaktische Überlegungen. Teil II: Fachdidaktische Überlegungen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Reber, K. (2023): Prävention von Lese- und Rechtschreibstörungen im Unterricht. Systematischer Schriftspracherwerb von Anfang an. München/Basel: Ernst Reinhardt.

Reber, K./Kirch, M. (2014): Richtig schreiben lernen: Kompetenzorientierter, inklusiver Rechtschreibunterricht. In: Sallat, St./Spreer, M./Glück, Ch. W. (Hrsg.): Sprache professionell fördern: kompetent-vernetzt-innovativ. Tagungsband zum Bundeskongress der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik in Leipzig, 114-120. https://www.pedocs.de/volltexte/2016/11873/pdf/Reber_Kirch_2014_Richtig_schreiben_lernen.pdf (externer Link, öffnet neues Fenster)

Reber, K./Kirch, M. (2014): Zielgerichtet Fördern und Fordern in heterogenen Klassen. Rechtschreibfähigkeiten kompetenzorientiert entwickeln. In: Pädagogik 3, 30-35.

Reber, K./Kirch, M. (2013): Richtig schreiben lernen. Kompetenzorientierter, inklusiver Rechtschreibunterricht. In: Praxis Sprache 4, 254-257. Download des Artikels, Download des Materials zum Artikel (u.a. Kompetenzprofile), Download des gesamten Themenheftes „Inklusion & Sprache“

Reber, K./Kirch, M. (2013): Kompetenzprofile Schriftspracherwerb & Rechtschreiben. Downloadmaterial in: Praxis Sprache 4, 254-257. Download der Kompetenzprofile (externer Link, öffnet neues Fenster)

Reber, K. (2013): Richtig schreiben lernen. Heterogenität und Differenzierung im Rechtschreibunterricht. In: Rosenberger, K. (Hrsg.): Sprache rechnet sich. Medium Sprache in allen Lebensbereichen. Kongressbericht der Österreichischen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik zum Kongress 2013 in Bad Ischl, 167-175.

Risel, H. (2011):  Arbeitsbuch Rechtschreibdidaktik. Schneider Verlag, Hohengehren.  (besonders Kapitel 7)

Schönweiss, P. (2007): Meine kleine Rechtschreibkunde. 2. Aufl. Donauwörth: Auer.

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