Elektroenzephalografie (EEG)
Zur Erforschung neurophysiologischer Fragestellungen haben wir am Lehrstuhl die Möglichkeit mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) dem Gehirn "beim Arbeiten" zuzusehen. Hierfür verwenden wir aktuell ein EEG-System mit 32 Messkanälen. Dabei können parallel zu den Hirnströmen auch andere psychophysiologische Signale (wie die Hautleitfähigkeit oder Herzrate) abgeleitet werden. So können wir sowohl die zentrale als auch die periphere Reaktion auf emotionale Reize messen. Zudem können wir die Aktivität in umgrenzten Hirnarealen durch nicht-invasive Hirnstimulation (durch das Anlegen eines niedrigen Gleichstroms) beeinflussen und so bspw. Lernprozesse beeinflussen.
Peripherphysiologie
Um physiologische Reaktionen auf emotionale Stimuli zu messen, nutzen wir verschiedene peripherphysiologische Maße. Zum einen erheben wir die physiologische Erregung über Herzrate und Hautleitfähigkeit, und zum anderen die emotional spezifischere Modulation des Schreckreflexes. Diese messen wir während der oben beschriebenen Experimente in VR, aber auch als Teil anderer experimenteller Paradigmen.
Besonders die emotionale Modulation des Schreckreflexes hat sich als reliables Maß für die Aktivierung von Furcht und Angst relevanten neuronalen Strukturen erwiesen. Wir nutzen diesen Reflex zum Beispiel in Studien zum Furchtererwerb (Beispielartikel: The BDNF Val66Met polymorphism modulates the generalization of cued fear responses to a novel context (externer Link, öffnet neues Fenster).) und zur Untersuchung defensiver Reaktivität auf unterschiedliche Arten von Bedrohung.
Eye-Tracking
Um die Blickbewegungen einer Person zu messen, zeichnen wir verschiedene Parameter (u.a. Anzahl an Fixationen, Fixationsdauer, Sakkaden) auf. Diese Verhaltensmaße messen wir innerhalb der CAVE, in VR Paradigmen sowie in Experimenten im freien Feld.