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Klinische Psychologie

Das umfassende Ziel der Forschungstätigkeit des Lehrstuhls im Bereich Klinische Psychologie ist es, zur Aufklärung der gestörten Verarbeitung emotionaler und sozialer Reize beizutragen, die im Rahmen von psychischen Störungen auftreten. Für die Erforschung dieser allgemeinen Phänomene psychischen Erlebens und Verhaltens ist eine Integration von experimentellen und neuropsychologischen Fragestellungen und Untersuchungsdesigns unerlässlich. Als wesentlicher Schwerpunkt werden Furcht- und Angststörungen beforscht und insbesondere auf beteiligte Lern- und Aufmerksamkeitsprozesse fokussiert. Speziell die Untersuchung von Kontext auf das Lernen und Verlernen von Angstreaktionen ist für das Verständnis von Angststörungen entscheidend. Die Untersuchung genetischer Polymorphismen und der Interaktion von Gen-Umweltaspekten werden ergänzend betrachtet. Innovative technische Möglichkeiten wie Virtuelle Realität werden zur Optimierung der Untersuchungsumgebung und der ökologischen Validität der experimentellen Untersuchungen genutzt. Siehe auch Projekte.

 

Psychotherapie

In Anlehnung an aktuelle Entwicklungen wird die Methode der Exposition in Virtueller Realität als innovative Interventionsmethode untersucht. Diese Methode hat sich für verschiedene Angststörungen inzwischen als sehr effektiv erwiesen und ist darüber hinaus für Patienten sehr attraktiv. Die Methode der Virtuellen Realität kann insbesondere auch zur Therapieprozessforschung verwendet werden, da sich mit ihr kontrollierte und leicht manipulierbare Reizsituationen realisieren lassen. Dabei interessieren insbesondere die Bedingungen für eine erfolgreiche Expositionstherapie bei Angststörungen. (Beispielartikel: "Effect of multiple context exposure on renewal in spider phobia") (externer Link, öffnet neues Fenster)
Soziale Interaktionen stellen einen weiteren Forschungsschwerpunkt dar. Sie sind relevant für das Stresserleben im privaten und beruflichen Kontext und eine entscheidende Komponente bei vielen psychischen Störungen und wichtiger Ansatzpunkt bei der Psychotherapie. Zur Aufklärung relevanter Aspekte sozialer Interaktionen sollen neben der Prozessanalyse in Psychotherapien auch Paradigmen in Virtuellen Welten etabliert werden, die zur Untersuchung sozialer Interaktionen, zur Therapie sozialer Ängste, aber auch zur Prävention psychischer Störungen eingesetzt werden können.

Publikationen

Publikationsliste

Labore

  • Virtuelle Realität

    Der Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die Nutzung von Virtueller Realität (VR) in der Grundlagenforschung und im angewandten klinischen Bereich.

  • Multisensoriklabor (CAVE)

    Hauptbestandteil des Multisensoriklabors ist eine CAVE („Cave automatic virtual environment“) mit 5 Seiten Stereo-Projektionssystem. In der CAVE können virtuelle Umgebungen in 3D auf Leinwänden projiziert werden. Der Nutzer kann sich dabei frei innerhalb der CAVE bewegen. Für eine multimodale Darstellung der virtuellen Realität werden Lautsprecher, Ventilatoren (z.B. für Windsimulation in Höhenszenarien), kontrollierte Darbietung von mit Geruchsstoffen beladene Luft, sowie Bewegungsinteraktionen eingesetzt. Die CAVE wird für Forschung und Therapie genutzt. Für letztere stehen virtuelle Szenarien für Expositionstherapie bei Angststörungen (z.B. Höhen-, Spinnenangst) zur Verfügung. Zudem können in der CAVE verschiedene Verhaltensmaße (Bewegungstracking und Eye-Tracking), sowie physiologische Maße (Peripherphysiologie und EEG) gemessen werden.

    Unterstützt durch die DFG Beihilfe INST 89/392-1 FUGG (Forschungsgroßgeräte).

  • Bewegungslabor

    Bewegunglabor mit Motion Plattform zur Flug- und Fahrsimulation

  • Messmethoden

    (Neuro-)Physiologie, Eye Tracking, Verhaltensmessung

Virtuelle Realität

Der Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die Nutzung von Virtueller Realität (VR) in der Grundlagenforschung und im angewandten klinischen Bereich.

Multisensoriklabor (CAVE)

Hauptbestandteil des Multisensoriklabors ist eine CAVE („Cave automatic virtual environment“) mit 5 Seiten Stereo-Projektionssystem. In der CAVE können virtuelle Umgebungen in 3D auf Leinwänden projiziert werden. Der Nutzer kann sich dabei frei innerhalb der CAVE bewegen. Für eine multimodale Darstellung der virtuellen Realität werden Lautsprecher, Ventilatoren (z.B. für Windsimulation in Höhenszenarien), kontrollierte Darbietung von mit Geruchsstoffen beladene Luft, sowie Bewegungsinteraktionen eingesetzt. Die CAVE wird für Forschung und Therapie genutzt. Für letztere stehen virtuelle Szenarien für Expositionstherapie bei Angststörungen (z.B. Höhen-, Spinnenangst) zur Verfügung. Zudem können in der CAVE verschiedene Verhaltensmaße (Bewegungstracking und Eye-Tracking), sowie physiologische Maße (Peripherphysiologie und EEG) gemessen werden.

Unterstützt durch die DFG Beihilfe INST 89/392-1 FUGG (Forschungsgroßgeräte).

Bewegungslabor

Bewegunglabor mit Motion Plattform zur Flug- und Fahrsimulation

Messmethoden

(Neuro-)Physiologie, Eye Tracking, Verhaltensmessung

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