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Dr. Lorenzo Cigaina

Postdoktorand

Universität Regensburg - Sedanstraße 1
Raum 227, GRK 2337 Metropolität
93055 Regensburg

Telefon: 0941/943-7646

E-Mail: Lorenzo.Cigaina@psk.uni-regensburg.de


Lebenslauf

Sein Studium hat Lorenzo Cigaina als klassischer Philologe 2005 mit einer Arbeit zur griechischen Skulptur („Der Giebel des Artemision in Paleopolis, Korfu: Untersuchung zur Bildsprache eines früharchaischen Denkmals“) in Padua abgeschlossen. Darauf absolvierte er als Stipendiat an der Universität Triest eine dreijährige Fortbildung zum klassischen Archäologen mit einer Diplomarbeit zur kaiserzeitlichen Grabepigraphik und -skulptur („Die Grabstelen aus Aquileia vom 2. bis zum 4. Jh. n.Chr.: Ein Vorschlag zur Klassifikation“). Mittlerweile hat er an zahlreichen archäologischen Surveys und Grabungen – unter anderem in Aquileia, Padua und Nora (Sardinien) – auch als Abteilungsleiter teilgenommen, wobei er Erfahrung mit Befunden von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit gesammelt hat. Parallel dazu betrieb er populärwissenschaftliche Tätigkeit in archäologischen Vereinen und Schulen für jede Altersstufe. Im Rahmen universitärer Projekte hat er zu digitalen Datenbanken von Inschriften (EDR – „Epigraphic Database Roma“), Skulpturen und Münzen beigetragen. 2013 promovierte er im Rahmen einer binationalen Vereinbarung an den Universitäten Triest und Regensburg. Seine Dissertation zur regionalen Identität Kretas zwischen Hellenismus und Spätantike ist 2020 mit dem Titel „Kreta im griechisch-römischen Mittelmeerraum: Regionalidentität und föderale Einrichtungen“ erschienen. Seit 2016 wirkt Lorenzo Cigaina an Forschung und Lehre im Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg mit.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Griechische Skulptur der Archaik
  • Römische Grabinschriften und Grabskulptur
  • Kaiserzeitliche Armee
  • Aquileia und benachbarte Regionen
  • Hellenistisches und römisches Kreta
  • Identitätsbildungen in der Antike
  • Griechischer Föderalismus
  • Ländliche und maritime Villen in römischer Zeit
  • Numismatik
  • Umformung klassischen Bildergutes im Frühchristentum
  • Der Senat in Rom während der Spätantike

Habilitationsprojekt

Der Senat und die Senatoren in Rom während der Spätantike. Geschichtlich-archäologische Untersuchungen zum Führungsgremium einer Reichsmetropole in tiefem Wandel

Dieses Forschungsprojekt soll die sich wandelnde Rolle des stadtrömischen Senates während der Spätantike aus archäologischer Perspektive herausarbeiten. Besonderes Augenmerk gilt dabei der institutionellen Geschichte und den öffentlichen Funktionen dieses politischen Organs. Seine materiellen Hinterlassenschaften in Rom von der tetrarchisch-konstantinischen Zeit (286-337 n.Chr.), als die Kaiser ihre Residenz auf dem Palatin zugunsten anderer Reichsstädte aufgeben, bis zum Untergang des weströmischen Reiches (476 n.Chr.) – mit Ausblicken in die darauffolgende Zeit der Ostgotenherrschaft (493-552 n.Chr.) – sollten philologisch untersucht werden. Vor dem Hintergrund literarischer, epigraphischer sowie numismatischer Quellen sollte der archäologische Befund insbesondere auf den Beitrag des Senats zur Erhaltung bzw. Veränderung der traditionellen Metropolenrolle Roms hin befragt werden.

Die bereits während der Tetrarchie 286 n.Chr. vollzogene Verlagerung der Kaiserresidenz aus Rom an andere Orte (zunächst nach Mailand und Trier im Westen des Reiches) hatte die Vorrangstellung der Hauptstadt am Tiber beeinträchtigt. Dieser Prozess setzte sich durch die langen Abwesenheiten des Kaisers Konstantin (306-337 n.Chr.) fort und kulminierte 330 n.Chr. in der Gründung der Nova Roma, später in Konstantinopolis umbenannt, was für Rom einen irreversiblen Bedeutungsverlust zur Folge hatte. Denn durch das Fehlen des Kaisers entstand in der Stadt ein materielles und ideelles Vakuum, das die Akrolith-Statue des Konstantin in der Maxentiusbasilika am Forum Romanum durch seine rechtlich verbindliche, mittels außerordentlicher Kolossalausmaße betonte Präsenz in imagine nicht wieder gutmachen konnte. Diese Lücke machte sich besonders in zwei Bereichen des Stadtlebens bemerkbar, zum einen bei der städtebaulichen Entwicklung, da mit dem Kaiser der Hauptauftraggeber neuer extensiver Bauprojekte fehlte. Die letzten großen Baumaßnahmen lassen sich unter Maxentius 306-312 n.Chr. verzeichnen, dessen Nachfolger Konstantin hauptsächlich diese vollenden ließ und selber nur vereinzelt neue Zivilbauten initiierte (z.B. die Konstantinsthermen, wenn nicht schon von Maxentius selbst begonnen). Zum anderen polarisierten die Kaiserauftritte bei feierlichen Umzügen und öffentlichen Spielen das Festgeschehen nicht mehr, obwohl sich hierzu Ausnahmen bei kaiserlichen Besuchen – wie dem sensationellen des Konstantius II. 357 n.Chr. oder häufiger unter Honorius – vermerken lassen. In diese letztendlich institutionelle Leere fügte sich prompt der Senat ein, der nunmehr für die Erhaltung der baulichen Substanz sowie für die Pflege der alten Feierlichkeiten und des tradierten Kulturgutes sorgte. Durch die Eingliederung der Eliten des Ritterstandes und der Munizipalaristokratie wurde das Gremium auf 2000 Mitglieder ausgedehnt, was jedoch eine klare Differenzierung der alten senatorischen gentes von den provinziellen Aufsteigern nicht aufhob. Der aus den Senatsreihen erwählte Stadtpräfekt (praefectus Urbi) agierte gewissermaßen als Kaiservertreter in Rom, wobei die räumliche Beschränkung seines Kompetenzbereiches nur auf die Stadt und die umliegenden Territorien den Unterschied zum Kaiser markierte. Die Senatoren strebten reichsweit nach diesem prestigeträchtigen Amt sowie nach dem Konsulat, da beide den Höhepunkt ihrer politischen Laufbahn mit dem Erwerb des Status eines vir illuster¬ – des höchsten Grades der neuen senatsinternen Hierarchie – darstellen konnten. Nach einer verbreiteten Meinung kamen dem Senat über das Ansehen der Ämter und die Funktionen eines Stadtrates hinaus wenige Aufgaben zu, durch die er tatkräftigen Einfluss und Resonanz auf Reichsebene haben könnte. Diese entmachtete Einrichtung habe von klangvollen Erinnerungen der Vergangenheit gelebt und Anspruch auf Machtausübung durch die Veranstaltung von überaus aufwendigen Spielen verwirklicht. Dieser Ansicht widersprechen mehrere Episoden im betrachteten Zeitraum, wie etwa die Erhebung des Usurpatoren Eugenius 392 n.Chr. bzw. die Ernennung des Majoran zum weströmischen Kaiser 457 n.Chr. oder auch die Hinrichtung von Serena, der Nichte des Theodosius I. und Frau Stilichos, 408 n.Chr. sowie verschiedene Gerichtsverfahren gegen die eigenen Mitglieder. Der praefectus Urbi war selbst mit dem Berufungsverfahren in zweiter Instanz in einem unterschiedlich weiten Radius betraut, jedenfalls für die regiones suburbicariae (Süditalien und Sizilien) wenn nicht zeitweise für weitere Provinzen. Q. Aurelius Symmachus, prominenter Vertreter der heidnischen Aristokratie Roms, zeichnet an vielen Stellen seiner Schriften das Idealbild des standesbewussten, gewissenhaften Amtsträgers nach, der eine tragende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Tradition und in der Reichspolitik spielen solle. Tatsache ist in jedem Fall, dass eine Karrierestufe in Rom, für die die Präsenz vor Ort erforderlich war, unerlässlich für eine senatorische Laufbahn auf Reichsebene war, was den Zustrom von Senatoren aus dem ganzen Reich in die Tiberstadt begründet.

In den letzten fünfundzwanzig Jahren hat sich die althistorische und archäologische Forschung gerade mit dem erneuerten Selbstbewusstsein und dem konkreten Wirken des spätantiken Senates in Rom unter unterschiedlichen, fachspezifischen Blickwinkeln auseinandergesetzt (z.B. Beat Näf anhand literarischer Quellen, Heike Niquet auf der Basis der Inschriften, Franz Alto Bauer aus archäologischer Sicht besonders zu Urbanistik und öffentlicher Architektur; Federico Guidobaldi zu den Privathäusern, usw., siehe Literatur). Das Interesse ist bis vor kurzem noch nicht abgeflaut, wie unter anderem zwei neu erschienene Monographien zeigen (I. Rollé Ditzler, Der Senat und seine Kaiser im spätantiken Rom, Wiesbaden 2019; C. Machado, Urban space and aristocratic power in Late Antique Rome, Oxford 2019). Eine umfassende Synthese scheint nun auf der Grundlage von Teiluntersuchungen möglich zu sein.

Man ist sich mittlerweile bewusst geworden, dass zwecks einer sachgerechten Geschichtsanalyse von den demographischen Entwicklungen sowie von den katastrophalen Ereignissen nicht abgesehen werden kann: nach der relativen Blütezeit des 4. Jh. – Anfangs 5. Jh. mussten die Plünderungen durch Barbarenhorden (Westgoten 410, Vandalen 455 bzw. Burgunden und Sueben 472 n.Chr.) sowie später die schweren Zerstörungen des Gotenkriegs (535-552 n.Chr., womit eine Pestseuche und ein Klimawandel mit starkem Temperaturrückgang und dadurch bedingten Missernten einhergingen) das Stadtbild weitgehend und wiederholt verunstalten, während die Stadtbevölkerung schätzungsweise von 700.000 bis einer Million im 4. Jh. auf knapp 100.000 Einwohner im anfänglichen 6. Jh. beträchtlich herabsank. Seinerzeit wurde dem Senat jeweils die schwierige Aufgabe zuteil, die Krise effizient zu meistern und die Stadt wiederaufzubauen bzw. zu renovieren. Unter diesen durch steten politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, durch neuartige, schwere Herausforderungen sowie, nicht zuletzt, durch die weitgreifende Christianisierung des Reiches geprägten Verhältnissen erfuhr die Institution selbst deutliche Veränderungen nicht nur in ihren Kompetenzbereichen, sondern auch im moralischen Profil und im Selbstbewusstsein ihrer Mitglieder, was zeitweise zu inneren Spaltungen, Akzentverschiebungen und Neukonsolidierungen führte. Der besonderen Frage nach der Rolle des stadtrömischen Führungsgremiums – in seiner kollegialen Dimension ebenso wie in seiner dynamischen Innendialektik zu erfassen – bei der Aufrechterhaltung bzw. Verwandlung des Metropolenstatus Roms soll im Rahmen dieser Forschung aus archäologischer Perspektive nachgegangen werden. Diesbezüglich sollte das Quellenmaterial zielgerichtet auf die Entwicklungsgeschichte der Institution sowie auf die öffentliche Bedeutung der Senatoren hin untersucht werden.

Das oben skizzierte Forschungsvorhaben lässt sich in den folgenden drei Fragenkreisen artikulieren:

  1. In welcher Form sind die Senatoren in der Stadt Rom präsent? Die ehemalige Reichshauptstadt erweist sich in vieler Hinsicht als Epizentrum der metropolitanen Kommunikation während der Spätantike, da gerade hier die Senatoren der alten Stadtaristokratie ebenso wie diejenigen aus den Provinzen zusammentrafen, administrative Ämter übernahmen, Zeremonien und Spiele veranstalteten, das kulturelle, besonders das literarische Milieu belebten und durch ihre Präsenz die urbane Landschaft in vielfältigen Ausdrucksformen (zuallererst durch ihre Bildnisse und prunkvollen Residenzen) prägten. Eine Zusammenstellung der unterschiedlichen Herkunftsorte der Senatoren könnte zunächst die geographische Reichweite und die Intensität dieser zentripetalen Erscheinung diachron veranschaulichen.
    Im Mittelpunkt der Betrachtungen soll die Darstellungsweise des Senates – als Gruppe ebenso wie in der numinosen Gestalt seines Genius – und der Senatoren in Rom stehen. Beispielweise wurde der Genius Senatus nur noch 303 n.Chr. auf der Dezennalienbasis am Forum Romanum dargestellt und literarisch sowie inschriftlich (bei der Curia) bis Anfang des 5. Jh. belegt. Die Gründe für diesen frühzeitigen Untergang einer so geschichtsträchtigen Figur sollen hinterfragt werden. Die Bildnisse einzelner Senatsmitglieder bieten sich hingegen zur Untersuchung ikonographischer sowie stilistischer Optionen, denn neben den statuarischen Typen – mit der Selektion von Tracht, Gesten und Attributen – sollte auch dem Stil als Träger von sittlichen Eigenschaften Beachtung geschenkt werden: z.B. bringt in tetrarchischer Zeit die Synthese der plastischen Formen unter orientalischem Einfluss gefestigte Machtverhältnisse zum Ausdruck, wie am senatorischen „Bilderpanegyrikus“ des Konstantinsbogens 312-315 n.Chr. ersichtlich wird; darauf trat der konstantinische Klassizismus ein, ohne dass dieser Rückflüsse des republikanischen Verismus mit seinem zivilen Wertekanon verdrängen könnte (siehe z.B. die Togastatue des Dogmatius, 324-337 n.Chr.).
    Darüber hinaus konkretisiert sich die Präsenz der Senatoren auch durch eine Art „senatorischer Bilderwelt“, das heißt durch symbolische Bilder, die sich in direkter oder übertragener Weise auf ihre Amtstätigkeit und Wertvorstellungen beziehen. Diese auf die öffentliche Funktion der Senatoren ausgerichtete Untersuchung sollte anhand unterschiedlicher Materialgattungen, wie etwa Prestigegüter (z.B. Consulardiptychen, Silbergeschirr), Reliefsarkophage sowie Hausausstattung, die Verbildlichung der Magistratstugenden herausarbeiten, wie sie allmählich öfter in der epigraphischen Form des Tugendlobes und in den literarischen Quellen in den Vordergrund rücken. In dieser Hinsicht greifen Heiden und Christen auf dasselbe tradierte Kulturgut mit jeweils verschiedenen Akzentuierungen zurück (vgl. z.B. Esquilin-Silberschatz, der zu Christen gehörte). Dieses gemeinsame Wertesystem, das letzten Endes durch zivile Verhaltensmuster den Zusammenhalt des Kollegialorgans gewährleistete, lässt sich unter einigen Konstanten subsumieren: die Leistungen bzw. Tugenden in der Amtsausübung, vor allem in der Gestalt des spielgebenden Magistrates betont; die durch Berufung auf die Ahnen nachgewiesene Abstammung aus der fernen, sogar mythischen Vergangenheit Roms (z.B. gingen die Valerii auf den ersten Konsul P. Valerius Publicola zurück; so ließ Anicius Acilius Glabrio Faustus 438 n.Chr. eine Ahnengalerie auf der von ihm gestifteten Platzanlage errichten); die Kultur, darunter vor allem die politisch einsetzbare Eloquenz; ein erhebliches Privatvermögen.
  2. Wie formen die spätantiken Senatoren das Bild der Stadt Rom? Auch diese Grundfrage lässt sich in verschiedenen Betätigungsfeldern detaillieren, in denen sich die Senatoren für die Konservierung, Gestaltung und Tradierung des Repräsentationsbildes ihrer Stadt einsetzten. Einerseits wurde die Personifikation der Roma aeterna mit neuem Schwung und vermehrten ikonographischen Mitteln (vgl. beispielweise die als Pseudomoneta zum Neujahrfest emittierten Kontorniate, die tabula Peutingeriana sowie die Beschreibung des Rutilius Namatianus im Gedicht De reditu suo 417 n.Chr.) reichsübergreifend propagiert. Andererseits wurde durch eine wohlbedachte Baupolitik für die Instandhaltung bedeutungsvoller Erinnerungsorte der stadtrömischen Tradition gesorgt. Dabei fallen besonders Phänomene der Ansammlung von Spolien diverser Provenienz (z.B. am Konstantinsbogen) und der Zusammenstellung von Statuen durch deren Versetzung an zentrale Orte auf.
    Die Kurie, der ehrwürdige Versammlungsort des römischen Senats auf dem Forum Romanum, wurde mit den umliegenden Anbauten mehrmals bis in die ostgotische Zeit hinein restauriert. Damit verbunden scheinen die Bestrebungen, dieses Platzareal besonders zu pflegen: Der gegenüberstehende Saturntempel wurde im späten 4. Jh. traditionsgetreu wiederaufgebaut, nicht nur als ornamentum urbis in einem meistens christianisierten Umfeld, sondern auch aufgrund seiner fortdauernden Funktion als Stadtkasse (aerarium Saturni, nun in arca publica umbenannt); mitten auf dem Platz stand immer noch das miliarium Aureum, der Meilenstein am Ausgangspunkt des reichsweiten Straßennetzes; die porticus deorum Consentium, eine Säulenhalle mit Götterstatuen am Rand des triumphalen Weges wurde im Jahr 367 auf Initiative des Senatoren Vettius Agorius Praetextatus, eines bekennenden Heiden, wiederhergestellt. Durch die achtungsvolle Erhaltung dieses Erinnerungsortes der römischen Verfassung und des ehemaligen Machtzentrums des Reiches verstanden sich die Senatoren als legitime Erben der Tradition in einer Kontinuitätslinie mit der Vergangenheit. Für den Repräsentativcharakter lässt sich außerdem das Trajansforum nennen, das in der Spätantike als Schauplatz kaiserlicher Auftritte, administratives Zentrum und, mit dem Augustusforum, als Ausbildungsstätte für Oratoren intensiv verwendet wurde. Ehrenstatuen von Kaisern und zahlreichen Senatoren – darunter besonders Konsuln und Stadtpräfekten – schmückten diesen vielbewunderten und an anderen Orten imitierten Prunkplatz aus.
    Außerhalb der öffentlichen Areale erfuhr der alte Kern Roms im 4. bis zur Mitte des 5. Jh. eine rege städtebauliche Entwicklung durch den Ausbau und die Vermehrung der großen Senatorenresidenzen. Viele von ihnen gehörten Senatoren provinzieller Herkunft oder wurden an solche vermietet, die oft den Schwerpunkt ihrer Landbesitze und der angeschlossenen Wohnsitze fern von Rom hatten. Die weitgehende Abschaffung der Anwesenheitspflicht in den Senatssitzungen ab den 440er Jahren bestimmte den rapiden Verfall der stadtrömischen Wohnarchitektur. Diese mit dem Luxus der Kaiserpaläste ausgestatteten domus erfüllten wichtige Repräsentanzfunktionen: als signifikanter Sonderfall kann die Senatsversammlung 438 n.Chr. im Haus des obengenannten Glabrio Faustus angeführt werden. Im Rahmen einer Vervielfachung und Parzellierung der urbanistischen Fokusse gruppierten sich die Senatorenhäuser tendenziell, aber nicht nur um die Machtzentren – das Forum Romanum und die zwischen der Maxentiusbasilika und dem Kolosseum gelegene praefectura Urbi – herum. Die Inanspruchnahme gemeinschaftlichen Raums wie etwa Straßen und die Wiederverwertung von Baumaterial und Spolien unterlagen einer spezifischen Gesetzgebung, die letztlich den Senat mit den Befugnissen in diesem Bereich ausstattete. Wie F.A. Bauer zusammenfasst, wurden „durch Fassadenwände, optische Zielpunkte und Blickachsen“ ausgewählte Denkmäler der alten Weltmetropole hervorgehoben, zugleich die mittlerweile entstandenen Lücken in der urbanen Landschaft – durch Trümmer, baufällige Gebäude sowie jüngere Gräber innerhalb der Stadtmauer besetzt – ausgeblendet.
    Der so ausgestaltete städtische Raum wurde durch unterschiedliche Erlebnisse, wie etwa kaiserliche Einzüge oder Feierlichkeiten der heidnischen bzw. christlichen Kulte, zu einem symbolischen Raum. Der Festkalender (z.B. der Chronograph von 354 des Filocalus) untergliederte das Jahr durch ephemere Ereignisse: kultische Handlungen, Prozessionen, Wagenrennen, Tierhatzen sowie weitere Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang weist die wiederkehrende Darstellung der Hochmagistrate als Spielgeber (s. o.) eindeutig auf die Wichtigkeit der spectacula als Scharnierstelle der Kommunikation zwischen dem jeweiligen Kaiservertreter und dem Volk hin. Die Weltstadt Rom sollte also auch in dieser erlebten, zeitlichen Dimension erfasst werden.
  3. Wie wirkt sich die Aktivität der Senatoren auf die Wahrnehmung der Stadt Rom aus? Trotz des verlorenen politischen Ranges manifestiert sich weiterhin die anhaltende Anziehungs- bzw. Ausstrahlungskraft der Reichsmetropole Rom an mehreren Aspekten materieller und symbolischer Art. Als ideelles Zentrum des römischen Reiches bleibt es ein beliebtes Ziel von Kaiserbesuchen; zugleich wird es als Metropole der Kirche ausgebaut, wobei Zentralfunktionen des aufsteigenden Christentums örtlich gebündelt werden (Sitz des Papsttums, Gräber der Apostelfürsten und vielverehrter Märtyrer, Aufbewahrung wichtiger Reliquien wie das Hl. Kreuz von Jerusalem usw.).
    Die Senatoren leisteten ihrerseits einen wesentlichen Beitrag bei der Aufrechterhaltung bzw. Neukonfigurierung der metropolitanen Vorrangstellung. Wie gesehen machten sie sich viele der traditionell kaiserlichen Geltungsansprüche zu Eigen, beispielweise durch aufwendige Darbietungen im Amphitheater, die Stiftung oder Instandhaltung von Forumanlagen, den Wohnluxus in den Stadtresidenzen. Die „universelle“ Reichweite dieser Ansprüche zeigte sich etwa in Vielfalt und Zahl der exotischen Wildtiere in den venationes oder in der Pracht des opus sectile, der Fußboden- und Wandverkleidung vieler Häuser mit Platten aus bunten Marmorsorten disparater Herkunft. Die Erzeugnisse dieses Kunsthandwerks sowie weitere Muster des stadtrömischen Wohnstandards und der Senatorendarstellung (z.B. statuarische Typen) fanden reichsweite Resonanz. Auf diese und andere Weise konnte die propagierte Idee der Roma aeterna als Gegengewichtung zu Konstantinopolis konkrete Wirkung ausüben.
    Bei der Auswertung des Befundes sollte letztens die Dialektik zwischen Gruppen- und Individualidentität erwogen werden: Wie verhalten sich Senatoren als Gruppe oder Familienverbände respektive als Individuen gegenüber den langfristigen Geschichtsvorgängen sowie in den durch Katastrophen herbeigeführten Notlagen? Diese Frage ist kürzlich im Hinblick auf die religiösen Optionen aufgeworfen worden (É. Rebillard – J. Rüpke [Hrsg.], Group identity and religious individuality in Late Antiquity, Washington 2015). Denn individuelle Initiativen können generelle Trends beschleunigen oder hemmen, aufhalten oder modifizieren. Dabei sollte zwischen der quasi Improvisation und Radikalität der Umschwünge einiger asketischer Kreise (vgl. die Totalverschenkungen neukonvertierter Finanzleute wie jene der Melania der Jüngeren und ihres Ehemannes Pinianus) und den finanziell geplanten, zukunftsfähigen Einrichtungen wie etwa xenodochia, Klöstern, tituli und weiteren Privatstiftungen differenziert werden. Wie und in welchem Ausmaß diese antikonventionellen Verhaltensmuster den sozioökonomischen Vorgängen entgegensteuerten, stellt einen weiteren, anregenden Fragenkomplex zur leitenden Rolle der Senatoren im spätantiken Rom dar.

Zusammenfassend bietet dieses Forschungsvorhaben die Möglichkeit, durch eine quellennahe, interdisziplinär angelegte Untersuchung Kernprobleme der spätantiken Geschichte Roms – einer Kaiserstadt seit konstantinischer Zeit ohne Kaiser – im Spiegel des Denkens und Wirkens ihrer Führungsschicht, des traditionsreichen Senates, näher zu betrachten. Das dynamische, kontrastreiche Bild dieser formativen, jedoch für die folgenden Jahrhunderte richtungsweisenden Entwicklungsphase kann bedeutende Aufschlüsse nicht nur zum veränderten Metropolenbild Roms, sondern auch zur Entstehung der europäischen Adelsgeschlechter liefern.


Vorträge

  • 11/2019: Tagung „Der Alpen-Adria-Raum und das Imperium Romanum in der hohen Kaiserzeit: Neue wirtschafts- und sozialgeschichtliche Forschungen im Spiegel archäologischer, epigraphischer, numismatischer und papyrologischer Quellen“, Universität Klagenfurt
    Beitrag: Der Verein der cultores Genii coloniae Aquileiae: Funktionen und sozialer Zusammenhang
  • 10/2019: Tagung „Vedere e guardare attraverso le parole: contributi per una storia della cultura visuale del Cristianesimo antico e tardoantico“ Universität Turin
    Beitrag: Il motivo delle sette stelle nell’Apocalisse e l’immaginario greco-romano
  • 04/2019: Tagung „People abroad. XVI. International Colloquium of Roman Provincial Art“ Universität Tübingen
    Beitrag: Auswärtige Soldaten und Orientalen in Aquileia anhand ihrer figürlichen Grabstelen und sonstiger Grabmäler
  • 02/2019: Tagung „Military presences in Northern Italy in Roman time / Presenze militari in Italia settentrionale in epoca romana“, Universität Udine
    Beitrag: Un’«aquila di retrovia». Logistica militare e sicurezza ad Aquileia in età imperiale
  • 06/2018: Tagung „Monetary and social aspects of Hellenistic Crete“, Athen, Scuola Archeologica Italiana
    Beitrag: The unsuccessful “koinòn nómisma”. Federalism and regional convergences in the Cretan coinage (3rd – 1th century BC)
  • 07/2016: Forschungskolloquium, Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg
    Beitrag: Augustus im Sternbild der Septemtriones. Kaiserkult im frühkaiserzeitlichen Kreta
  • 12/2015: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Die Ägyptomanie bei den Römern
  • 11/2015: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Vom Labyrinth in Knosos zur römischen Statthalterresidenz: die Traditionen Kretas in der Kaiserzeit
  • 06/2015: Tagung „Altertumswissenschaften in Deutschland und Italien am Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, Universität Regensburg
    Beitrag: Giovanni Battista Brusin und die Archäologie in Aquileia und in den ‚terre redente‘ (1919-1945)
  • 10/2014: Tagung „The Roman army between the Alps and the Adriatic“, Universität Ljubljana
    Beitrag: Mobilità geografica e sociale dell’esercito romano ad Aquileia: alcuni aggiornamenti sui monumenti iscritti
  • 09/2014: Tagung „Kaiserkult in den Provinzen des Römischen Reiches: Organisation, Kommunikation und Repräsentation“, Universität Zürich
    Beitrag: Der Kaiserkult bei den Kretern in Bezug auf ihre Teilhabe am Militärwesen des römischen Reiches
  • 09/2014: European Summer School of Classics, Universität Triest
    Beitrag mit Ermanna Panizon: Ägyptomanie im augusteischen Rom und im napoleonischen Frankreich
  • 12/2013: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Ägypten und Griechenland. Was haben die Griechen von den Ägyptern erlernt?
  • 11/2013: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Die frühchristlichen Mosaiken der Basilika von Aquileia
  • 10/2013: Tagung „Römische Steindenkmäler im Alpen-Adria-Raum. Neufunde, Neulesungen und Interpretationen epigraphischer und ikonographischer Monumente“, Universität Klagenfurt
    Beitrag: Von stehenden Steinplatten zu „stehenden Soldaten“. Die Typologie der Grabstelen aus Aquileia vom 2. bis zum 4. Jh. n.Chr.
  • 09/2013: European Summer School of Classics, Universität Triest
    Beitrag: Wissenschaftliche Entdeckungen und Geschmack am „Neuen“ in der hellenistischen Kunst
  • 01/2013: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Die Stimme der antiken Einwohner von Aquileia durch die Grabmäler seiner Nekropole
  • 12/2012: Volkshochschule (U.T.E. – Università della Terza Età) Lignano Sabbiadoro
    Beitrag: Der Kaiser Augustus: „Großer Falschspieler“ oder Neugründer des „Goldenen Zeitalters“? Die Ara Pacis aus der heutigen Perspektive
  • 09/2012: European Summer School of Classics, Universität Triest
    Beitrag: Erzählung und Drama in der griechischen Bildhauerkunst
  • 07/2012: Forschungskolloquium, Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg
    Beitrag: Ein Provinzialtempel des kretischen Bundes in Gortyn (Kreta)
  • 05/2010: Tagung der A.I.C. (Associazione Italiana di Cartografia) „Hic sunt leones. La cartografia strumento di rappresentazione della divisione, dell’unione e della differenziazione dei territori“, Görz, Außenstelle der Universität Triest
    Beitrag: Dalle città-stato alla dominazione romana: la cartografia antica come strumento di definizione territoriale
  • 09/2009: European Summer School of Classics, Universität Triest
    Beitrag: Klassik und Antiklassik an der Ara Pacis

Publikationen

  • Creta nel Mediterraneo greco-romano: identità regionale e istituzioni federali, Edizioni Quasar (Roma 2020)
  • Il “koinòn nómisma” mancato: federalismo e convergenze regionali nella monetazione di Creta (III–I sec. a.C.), in: R. Cantilena – F. Carbone (Hrsg.), Monetary and social aspects of Hellenistic Crete, ASAtene Suppl. 8 (2020) 235-241
  • Reliefdarstellung eines Genius Militaris 238 n. Chr. in Aquileia, JdI 135 (2020) 281-305
  • Un’«aquila di retrovia». Logistica militare ad Aquileia in età imperiale, in: M. Cadario – S. Magnani (Hrsg.), Presenze militari in Italia settentrionale. La documentazione iconografica ed epigrafica, Studi di Storia (RStorAnt) 20 (Bologna 2020) 205-230
  • Militari e stele sepolcrali: osservazioni su cinque casi da Aquileia e Iulium Carnicum, Epigraphica 82 (2020) 67-80
  • Rezension zu: R. McEachnie, Chromatius of Aquileia and the making of a Christian city, Routledge Studies in the Early Christian World, London 2017, ZAntChr 23, 2 (2019) 382-391
  • Der Verein der cultores Genii coloniae Aquileiae: Funktionen und sozialer Zusammenhang, in: R. Lafer (Hrsg.), Der Alpen-Adria-Raum und das Imperium Romanum in der hohen Kaiserzeit: Neue wirtschafts- und sozialgeschichtliche Forschungen im Spiegel archäologischer, epigraphischer, numismatischer und papyrologischer Quellen. Internationales Kolloquium Klagenfurt, 27.–29.11.2019, im Druck
  • Il motivo delle sette stelle nell’Apocalisse e l’immaginario greco-romano, in: A. Monaci – A. Nicolotti (Hrsg.), Vedere e guardare attraverso le parole: contributi per una storia della cultura visuale del Cristianesimo antico e tardoantico. Atti del Convegno Torino, 9-11 ottobre 2019, Adamantius, im Druck
  • Auswärtige Soldaten und Orientalen in Aquileia anhand ihrer figürlichen Grabstelen und sonstiger Grabmäler, in: J. Lipps – K. Riehle (Hrsg.), People abroad. XVI. International Colloquium of Roman Provincial Art, Tübingen, 9-13 April 2019, im Druck
  • I prototipi romani di alcuni monumenti sepolcrali del Cimitero degli Eroi ad Aquileia, AquilNost 89 (2018) im Druck
  • Giovanni Battista Brusin und die Archäologie in Aquileia und in den ‚terre redente‘ (1919-1945), in: D. Steuernagel (Hrsg.), Altertumswissenschaften in Deutschland und Italien. Zeit des Umbruchs (1870-1940), Internationales Kolloquium Regensburg, 25.–27. Juni 2015 (Regensburg 2018) 143-166
  • Italia Epigrafica Digitale, XIV.1. Regio X. Venetia et Histria. Parte orientale (Roma 2017), Nr. 2, 9, 16, 33, 40-42, 56, 63, 66, 79, 88, 94, 98, 120, 123, 143, 147, 151-153, 157, 166, 176, 178-184, 248, 251, 289-290, 293, 304-305, 318, 371-372, 1295-1540, 1618, 1687-1698, 1704, 1808-1836, 1838-1907 (https://ojs.uniroma1.it/index.php/ied/index)
  • Mit M. Verzár, I ritratti funerari di Aquileia / The funerary portraits of Aquileia, in: M. Novello – C. Tiussi (Hrsg.), Volti di Palmira ad Aquileia / Faces of Palmyra at Aquileia, Katalog der Ausstellung Aquileia, 01.07. – 03.10.2017 (Roma 2017) 57-66
  • Mit M. Vitale, „Penta-/Hexapolis von Libya“: Städtebünde und provinzialer Kaiserkult in Cyrenaica, Klio 99 (2017) 89-129
  • Scultura, in: F. Fontana (Hrsg.), Scavi ad Aquileia III. Aquileia, l’insula tra Foro e porto fluviale. Lo scavo dell’Università degli Studi di Trieste, 1. La strada (Trieste 2017) 161-173
  • Tribules alieni in due iscrizioni di Aquileia, in: F. Mainardis (Hrsg.), ‘Voce concordi’. Scritti per Claudio Zaccaria, Antichità Altoadriatiche 85 (Trieste 2016) 193-204
  • Von stehenden Steinplatten zu „stehenden Soldaten“. Die Typologie der Grabstelen aus Aquileia vom 2. bis zum 4. Jh. n. Chr., in: R. Lafer (Hrsg.), Römische Steindenkmäler im Alpen-Adria-Raum. Neufunde, Neulesungen und Interpretationen epigraphischer und ikonographischer Monumente, Akten der Tagung Klagenfurt, 2.–4. Oktober 2013, Studia Alpium et Adriae 2 (Klagenfurt 2016) 73-97
  • Der Kaiserkult bei den Kretern in Bezug auf ihre Teilhabe am Militärwesen des römischen Reiches, in: A. Kolb – M. Vitale (Hrsg.), Kaiserkult in den Provinzen des Römischen Reiches: Organisation, Kommunikation und Repräsentation, Akten der Tagung Zürich, 25.–27. September 2014 (Berlin 2016) 309-336
  • Mobilità geografica e sociale dell’esercito romano ad Aquileia: alcuni aggiornamenti sui monumenti iscritti, in: J. Horvat (Hrsg.), The Roman army between the Alps and the Adriatic, Akten der Tagung Ljubljana, 16.–18. Oktober 2014 (Ljubljana 2016) 9-25
  • “Microscultura” nelle stele sepolcrali di Aquileia romana, in: B. Callegher (Hrsg.), Studia archaeologica Monika Verzár Bass dicata (Trieste 2015) 21-35
  • Il frontone dell’Artemision di Corcira (Palaiopolis): contenuto religioso e possibili riferimenti politici alla tirannide dei Cipselidi, Hesperìa 32 (2015) 41-98
  • Le stele aquileiesi con “stehende Soldaten” e il problema del reimpiego, AquilNost 83-84 (2012-2013) 299-316
  • Dalle città-stato alla dominazione romana: la cartografia antica come strumento di definizione territoriale / From the city-states to the Roman domination: ancient cartography as a medium for territory-definement, Akten der Tagung A.I.C. („Associazione Italiana di Cartografia“) Görz 2010, Bollettino A.I.C., Suppl. 143 (2011) 325-343
  • Un amuleto a testa di cinghiale, un insolito anello con iscrizione e altri reperti romani dalla Bassa Friulana, La Bassa 61 (Dezember 2010) 77-90
  • Mit L. Gobbato, Aspetti archeologici nel comune di Latisana, in: B. Castellarin – L. Cigaina – E. Fantin – A. Fontana u. a., Latisana. Appunti di storia, Latisana (2010) 35-54
  • Mit P. Casari – F. Ciliberto u. a., Scultura antica. Progetto pilota per una banca dati multimediale, Notiziario della Soprintendenza per i Beni Archeologici del Friuli Venezia Giulia 5 (2010) 13-14
  • Mit C. Zaccaria – F. Mainardis – C. Gomezel, Progetto “epigrafia”. Le iscrizioni del Friuli Venezia Giulia dalla pietra al database online e all’immagine digitale, Notiziario della Soprintendenza per i Beni Archeologici del Friuli Venezia Giulia 5 (2010) 28-29
  • Alcuni aggiornamenti archeologici ed epigrafici sulle stele funerarie di Aquileia, AquilNost 80 (2009) 381-408
  • Il frontone dell’Artemision di Corfù come fenomeno religioso, Antenor 6 (2007) 7-41
  • Mit P. Maggi – C. Magrini u. a., Indagini preliminari sul castello bassomedievale di Gronumbergo (Cividale del Friuli, Udine). Dalle fonti archivistiche all’analisi della struttura in elevato, Archeologia dell’Architettura (AMediev Ergh.) 12 (2007) 105-120

Online Arbeiten

  • L. CIGAINA, online Datenbank der Münzsammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Regensburg (http://www.numid-verbund.de), in Bearbeitung (2021 initiiert)
  • L. CIGAINA, wissenschaftliche Katalogisierung und kritische Überarbeitung aller auf das römische Militär bezogenen Inschriften von Aquileia für die online Datenbank EDR (Epigraphic Database Roma): http://www.edr-edr.it/ (2014)
  • L. CIGAINA, wissenschaftliche Katalogisierung von 60 steinernen Grabdenkmälern mit Skulpturschmuck römischer Zeit aus Aquileia für das Projekt „Alte Plastik“ (Scultura Antica) am Regionalzentrum für Katalogisierung und Restauration der Kulturgüter („Centro regionale di catalogazione e restauro dei beni culturali“) bei der Villa Manin in Passariano, Udine (http://www.ipac.regione.fvg.it/) und für die online Datenbank EDR (Epigraphic Database Roma: http://www.edr-edr.it/ – nur beinschriftete Denkmäler) (2010)
  • L. CIGAINA: wissenschaftliche Katalogisierung von 250 Grabinschriften aus Aquileia und dem umliegenden Gebiet am Regionalzentrum für die Katalogisierung und Restauration der Kulturgüter („Centro regionale di catalogazione e restauro dei beni culturali“) bei der Villa Manin in Passariano, Udine (http://www.ipac.regione.fvg.it/) und für die online Datenbank EDR (Epigraphic Database Roma: http://www.edr-edr.it/) (2009)

Lehre

Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg

  • SS 2021: Proseminar „Römische Städte der nordafrikanischen Provinzen“
  • SS 2019: Proseminar: „Das Zeitalter des Augustus: Archäologie und bildende Kunst unter dem ersten römischen Kaiser“
  • WS 2017/18: Übung „Einführung in die Griechische Archäologie“
  • WS 2017/18: Tutorium „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“
  • SS 2017: Proseminar „Römische Grabskulpturen in Italien und jenseits der Alpen“
  • SS 2017: Übung „Einführung in die Römische Archäologie“
  • SS 2017: Tutorium „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“
  • SS 2017: zweiwöchige Exkursion nach St. Petersburg
  • SS 2017: Tagesexkursion in München: Antikensammlungen und Glyptothek
  • WS 2016/17: Übung „Einführung in die Griechische Archäologie“
  • WS 2016/17: Tutorium „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“
  • SS 2016: Proseminar „Griechische Giebelskulptur in der archaischen und klassischen Zeit“
  • SS 2016: Übung „Einführung in die Römische Archäologie“
  • SS 2016: Tutorium „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“
  • SS 2016: zweiwöchige Exkursion nach Rom
  • SS 2016: zwei Tagesexkursionen in München: Antikensammlungen, Glyptothek, Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke


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Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt

Kathrin.Pindl@ur.de

Homepage

www.metropolitaet.ur.de