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Martin Berger

stellvertretender Graduiertensprecher

Universität Regensburg - Sedanstraße 1
Raum 223, GRK 2337 Metropolität
93055 Regensburg

Telefon: 0941/943-7647

E-Mail: Martin.Berger@ur.de


Lebenslauf

WiSe 19/20 - heute        Universität Regensburg
                Studium der Kulturgeschichtlichen Mittelalterstudien
                
WiSe 17/18 - SoSe 18        Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck
                Studium der katholischen Theologie
                Gefördert durch: Erasmus+ Programm

WiSe 15/16 - SoSe 20        Universität Regensburg
                Studium des Magister Theologiae


Forschung

Forschungsinteressen

  • (Spät-)mittelalterliche Kathedralliturgie und ihre Entwicklungen
  • Kodikologie und Paläographie liturgischer Bücher
  • Kirchen- und Liturgiegeschichte des Mittelalters allgemein und speziell der Diözese Regensburg

Forschungsprojekt

Spätmittelalterliche Kathedralliturgie und ihre metropolitanen Bezüge im Zeitalter der Reform. Der Ritus chori maioris ecclesiae Ratisponensis (1571): Edition und Kommentar.

Die Metropole Regensburg steht nicht nur politisch und wirtschaftlich, sondern auch liturgisch in der für derartige Städte charakteristischen Spannung zwischen Peripherie und Zentrum, genauer: mehreren Zentren und deren Peripherien. Einerseits befindet sich die Stadt an der Donau im Einflussbereich Roms und der kirchlichen Metropolie Salzburg. Andererseits kann Regensburg zurecht selbst als kirchliches Zentrum mit einem weitreichenden Einflussbereich bezeichnet werden. Auch innerhalb der Stadt stand die Kathedrale St. Peter in einem ähnlich komplexen Spannungsverhältnis, ist sie doch zum einen städtebauliches und kirchliches Zentrum und steht zum anderen in unmittelbarer Nähe zu benediktinischen Abteien, Kanoniker- und adeligen Damenstiften sowie Mendikantenkonventen. Diese Spannung von Peripherie und Zentrum auf der Makro- sowie in der Mikroebene hatte auch Einfluss auf die innere Profilierung und dadurch auf die Gestaltung der Liturgie der Kathedralkirche selbst. Ein später Zeuge der spätmittelalterlichen Kathedralliturgie in Regensburg ist der Ritus chori maioris ecclesiae Ratisponensis (Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg, Ch144; im Folgenden: Ritus chori). Die Handschrift aus dem Jahr 1571 ist bis auf einen Ordo für den Adventus Karls V. 1532 noch unediert. Ihren historischen Wert gewinnt sie einerseits durch die darin überlieferten, weit älteren Traditionen des Spätmittelalters, wie bereits 1976 Klaus Gamber festgestellt hat (Gamber 1976). Der Kodex ist aber auch ein Dokument liturgiekonservatorischer Bestrebungen angesichts der Reform der Liturgie im Anschluss an das Konzil von Trient (1545-1563). Durch den Normativitäts- und Geltungsanspruch der neuen liturgischen Bücher den Papst Pius V. in der Bulle Quo primum (1570) definierte, wurden die Eigenliturgien im Laufe der Gegenreformation mehr und mehr verdrängt. In vielen Diözesen wurde noch lange versucht der vollständigen Romanisierung der Liturgie zu entgehen, indem man die Eigenliturgie – oftmals ein letztes Mal – aufblühen ließ. In diesem Zuge kam es zu Neuauflagen der diözesanen liturgischen Bücher und auch, wie in Regensburg, zur Abfassung von Libri ordinarii, um die eigene identitätsstiftende Liturgie zu konservieren.

Ziel des geplanten Dissertationsprojekts ist es, den Ritus chori zu edieren und die darin kodifizierte Liturgie von St. Peter umfassend zu kommentieren. Mit der Edition und dem Kommentar soll nicht nur die Lücke im Forschungsstand zur Kathedralliturgie des Spätmittelalters, sondern auch in den Untersuchungen zum Regensburger Dom und somit zur Regenburger Stadt- und Diözesangeschichte in ihren vielfältigen inneren und äußeren Bezügen geschlossen werden.


Vorträge

09/2019: Interdisziplinäres Symposium: „Liturgie und Musik in St. Emmeram vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit“, Regensburg

Vortrag: „Die Libri ordinarii des Regensburger Doms und St. Emmeram“ (unveröffentlicht, in Zusammenarbeit mit David Hiley).


Publikationen

Rezensionen

  • Rezension zu: David Hiley / Gionata Brusa, Der Liber ordinarius der Regensburger Domkirche. Eine textkritische Edition des mittelalterlichen Regelbuchs (Codices manuscripti&impressi: Zeitschrift für Buchgeschichte. Supplementum 16) in: Heiliger Dienst. Zeitschrift für Liturgie und Bibel 74,3 (2020), 235-237.

Qualifikationsschriften

  • 02/2021: Masterarbeit (unveröffentlicht): „Zur Liturgie des Adventus von König und Kaiser: Der Einzug Karls V. 1532 in Regensburg vor dem Hintergrund der Ritengeschichte“
  • 12/2019: Magisterarbeit (unveröffentlicht): „Die sakrale Topographie des Regensburger Doms St. Peter in den Feiern der Karwoche nach dem Regensburger Liber ordinarius“
  • 09/2017: Projektarbeit (unveröffentlicht): „Die Übergabe und Ankleideriten der Diakonen-, Priester-, und Bischofsweihe in der römischen und römisch-fränkischen Tradition. Analyse der Orationen, Benediktionen und Deuteworte“


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Metropolität in der Vormoderne

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Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

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Kontakt

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