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Lukas Mathieu

Universität Regensburg - Sedanstraße 1
Lukas Mathieu, Raum 220 (GRK 2337 Metropolität)
93055 Regensburg

Telefon: 0941/943-7644

E-Mail: Lukas.Mathieu@ur.de


Lebenslauf

Lukas Mathieu studierte ab dem Wintersemester 2012/3 die Fächer Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien an den Universitäten in Saarbrücken und Bonn. Nach dem Ersten Staatsexamen mit einer Arbeit zur Kaiserkritik in der spätantiken Historiographie im Jahre 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Alte Geschichte der Universität des Saarlandes. Seit April 2020 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ beschäftigt und untersucht die Metropole Alexandria im politischen und literarischen Wirken des Bischofs Athanasius.


Forschung

Forschungsinteressen

(ergänzend zum Forschungsprojekt)

  • Geschichte der Spätantike, insbesondere das Konfliktfeld zwischen paganem und christlichen Glauben
  • antike Historiographie und ihre Entwicklung
  • politische Deutungen antiker Literatur

Forschungsprojekt

Die Metropole Alexandria als Machtinstrument im politischen und
literarischen Wirken des Bischofs Athanasius

Der mehrfach exilierte Bischof Athanasius von Alexandrien ist eine zentrale Gestalt in den dogmatischen und machtpolitischen Auseinandersetzungen der spätantiken christlichen Kirche. Spätestens seit seiner Wahl zum Bischof von Alexandrien sind die Konflikte um seine Person auch speziell die Konflikte dieser nach Rom zweitgrößten Stadt des Römischen Reiches, welche sowohl in wirtschaftlicher, kirchen- und machtpolitischer Hinsicht größte Bedeutung besaß. In diesem Projekt soll gezeigt werden, inwiefern die Metropole Alexandria als Machtinstrument von Athanasius genutzt wurde. Diese Untersuchung bezieht sich nicht nur auf das realpolitische Nutzen eines gewaltbereiten christlichen Mobs in den Straßen der Stadt, mit dem unter anderem auch die Kontrolle des für das Gesamtreich so wichtigen Getreideexports möglich war, sondern auch auf das umfangreiche literarische Schaffen des Bischofs. Hier begegnet nämlich Alexandria samt seiner Bevölkerung als Argument für die Legitimierung von Stellung und Handeln ihres Metropoliten Athanasius. Durch die Untersuchung des sich gerade in Alexandria manifestierenden Arianismusstreits sollen die Strukturen und Abläufe solcher Konfliktsituationen zwischen den verschiedenen religiösen Gruppen (Christen, Juden, Heiden) der spätantiken Metropole deutlicher werden. Diese zeigen sich ebenso wie die Geltungsansprüche, die durch Athanasius bei der Nutzung seines Episkopats als Machtinstrument formuliert werden, in den ‚physischen‘ (Kirchen bzw. Kirchenbautätigkeit) und ‚symbolischen‘ Räumen (Prozessionen) der Stadt.


Vorträge

  • 05.06.18 Kaiserkritik in der spätantiken Historiographie (Althistorisches Forschungskolloquium Bonn)
  • 24.01.19 „er ist ein anderer von außen und ein anderer von innen“ – Außenkommunikation philosophischer ‚Schulen‘ im 4. Jh. v. Chr. (Altertumswissenschaftliches Forschungskolloquium Saarbrücken)
  • 16.01.20 veniet tyrannus: Überlegungen zur politischen Bedeutung von Senecas Agamemnon (Altertumswissenschaftliches Forschungskolloquium Saarbrücken)
  • 27.02.20 Harmlose Komik oder öffentliche Bloßstellung? Der literarische Streit um Sokrates (3. Workshop der GANPH-AG, Erlangen)

Publikationen

Weitere Informationen folgen demnächst.

Lehre

an der Universität des Saarlandes

Wintersemester 2019/20

  • Übung: Glaubenstexte aus historischer Perspektive: die Evangelien als Quelle
  • Übung: Quellen zur Geschichte Athens im 5. Jh. v. Chr.

Sommersemester 2019

  • Übung: Basiswissen Römische Geschichte IV: Die Spätantike


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Metropolität in der Vormoderne

DFG-GRK 2337

Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

St-grk 2337
Wissenschaftl. Koordination

Kathrin Pindl M.A.

Kontakt

Kathrin.Pindl@ur.de

Homepage

www.metropolitaet.ur.de