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Nora-Sophie Toaspern [assoziiert]

Universität Regensburg - Sedanstraße 1
GRK 2337 Metropolität
93055 Regensburg

E-Mail: Nora-Sophie.Toaspern@ur.de


Lebenslauf

BERUFLICHE ERFAHRUNG

Seit Oktober 2021  
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, Universität Regensburg

Oktober 2020- September 2021
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Professur für die Geschichte des europäischen Mittelalters und seiner Kulturen, Universität Passau

Dezember 2019- Juni 2020
Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt “Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit”, Sächsische Akademie der Wissenschaften

August 2018
6.-19. August: Forschungsaufenthalt an der Dumbarton Oaks Research Library and Collection, Washington D. C., USA

Sommersemester 2017
Leitung Seminar im Bachelor „Geschichte“, Universität Leipzig (Lehrauftrag)

November 2016- Oktober 2019
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Januar- Februar 2015
Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt “Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit”, Sächsische Akademie der Wissenschaften

Oktober- Dezember 2014
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte Universität Leipzig; Leitung Seminar im Bachelor „Geschichte“ (WS 2014/15)

STUDIUM

23. Juni- 1. August 2014
Praktikum am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom mit einem Stipendium der Max-Weber-Stiftung

2. Juni 2014
Abschluss Master of Arts „Mittlere und Neuere Geschichte“, Universität Leipzig, Titel der Masterarbeit: Personale Strukturen am byzantinischen und ottonischen Kaiserhof (962-1024). Eine Studie

SoSe 2012- SoSe 2014
Studentische Hilfskraft, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte (Prof. W. Huschner

11. August 2011 (SoSe 2011)
Abschluss Bachelor of Arts „Geschichte“, Universität Leipzig

WS 2010/11- WS 2011/12
Studentische Hilfskraft, Lehrstuhl für Alte Geschichte (Prof. C. Schubert)


Forschung

Forschungsprojekt

Die Kaiserstürze in Byzanz in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (1056-1081)

Mit meinem Dissertationsprojekt „Die Kaiserstürze in Byzanz in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (1056-1081)“ widme ich mich dem Ziel, einen Teil zur Beantwortung der in der Forschung formulierten Frage beizutragen, warum sich im byzantinischen Reich im Betrachtungszeitraum im Gegensatz zu dem vorausgehenden und dem nachfolgenden Jahrhundert, aber auch im Gegensatz zum Westlichen Römischen Reich so viele erzwungene Regierungswechsel ereigneten. Gemäß imperientheoretischer Überlegungen (Ulrich Leitner/ Herfried Münkler) ist das Theorem aufgegriffen, dass jeglicher Imperator nicht komplett autokratisch agieren kann, sondern immer darauf angewiesen ist, die Interessen und Forderungen der Elite seines Reiches bei seinen Entscheidungen zu berücksichtigen, um eine stabile Regierung zu gewährleisten. Wird dies vom Herrscher nicht berücksichtigt, besteht die Gefahr von Aufständen und Umsturzversuchen seitens der genannten Großen. Vor dem Hintergrund dieser imperientheoretischen Überlegungen wird die Frage gestellt, ob die Nichteinbindung von Interessen der Großen auch im Byzanz des 11. Jahrhunderts maßgeblich zu Aufständen und am Ende zu den Kaiserwechseln beigetragen hat. Konkret wird zunächst untersucht, welche Handlungen des Kaisers bereits in einer ersten Instanz zu Unzufriedenheiten bei der Aristokratie führten, die in einigen Fällen so groß wurden, dass sie zu Aufständen führten (Exklusion v. höchsten Reichsämtern und politischer Beteiligung, aber auch andere Faktoren). Überdies wird mit dem Umgang des Kaisers mit diesen Aufständischen eine zweite Handlungsinstanz des Herrschers analysiert- kam er nach einem Aufstand den Forderungen eines oder mehrerer Akteure nach, oder stellte er sie nicht nur erneut nicht zufrieden, sondern bestrafte und verfolgte die betreffenden Personen auch noch? In einer letzten Analyse wird untersucht, welche Akteure führend an den jeweiligen Kaiserstürzen beteiligt waren.


Übergeordnet soll gezeigt werden, dass sich hier in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts in Byzanz nicht irgendwelche starren Faktionen oder Formationen bekämpften, wie es in der vergangenen Forschungsdiskussion teilweise angeklungen ist. Es bestätigt sich in der Analyse vielmehr die Hypothese, dass der Großteil derjenigen, die am Ende am Sturz des amtierenden Kaisers beteiligt waren Personen waren, die von diesem speziellen Kaiser entweder mehrfach in ihren Forderungen nicht zufrieden gestellt oder unschuldig verfolgt worden waren, und dass die Unzufriedenheit dieser Personen ganz maßgeblich auf das individuelle Handeln des jeweiligen Kaisers zurückzuführen ist.



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Metropolität in der Vormoderne

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Sprecher

Prof. Dr. Jörg Oberste

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Wissenschaftl. Koordination

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