Regensburger Forum für Prozessrecht
3. Regensburger Forum für Prozessrecht:
Prozessuales Denken und Künstliche Intelligenz
Der Band versammelt die Beiträge des 3. Regensburger Forums für Prozessrecht.
Vertreter aus Wissenschaft und Praxis widmen sich darin Zukunftsfragen des Einsatzes künstlicher Intelligenz aus einer zivilprozessualen Perspektive. Im Mittelpunkt steht neben den Einflüssen künstlicher Intelligenz auf die richterliche Entscheidungsfindung auch das allgemeinere Phänomen der Digitalisierung des Verfahrensrechts. Neben der rechtspolitischen Sinnhaftigkeit bestimmter technischer Neuerungen und möglichen Anwendungsfeldern, werden auch verfassungsrechtliche Grenzen algorithmenbasierter Anwendungen aufgezeigt, sowie Konkurrenzen zu tradierten Prozessmaximen erörtert. Die im Band enthaltenen Diskussionsbeiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums geben einen lebhaften Diskurs der betrachteten Themenkomplexe wieder.
Inhaltsübersicht
Thomas Dickert : Zivilprozessordnung und Digitalisierung (Die Digitalisierung des Zivilverfahrens) – Martin Spitzer: Digitalisierung und Verfahrensmaximen – Stefan Huber: Entscheidungsfindung im Zivilprozess durch künstliche Intelligenz – Christian Heinze: Zivilprozessuale Beweisführung und künstliche Intelligenz – Volkert Vorwerk: Algorithmen in zivilprozessualen Verfahren. Rechtliche Einordnung und Überprüfbarkeit in der Rechtsmittelinstanz
Eine Pressemitteilung zum 3. Regensburger Forum für Prozessrecht finden Sie hier (externer Link, öffnet neues Fenster).
2. Regensburger Forum für Prozessrecht:
Ausländische Rechtsimplantate im nationalen Zivilprozessrecht
Der Band versammelt die Beiträge des 2. Regensburger Forums für Prozessrecht.
Der Titel »Ausländische Rechtsimplantate im nationalen Zivilprozessrecht« greift eine Problematik auf, die neben dem deutschen auch das europäische Zivilprozessrecht betrifft. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welchem Ausmaß sich in nationalen Prozessrechtskodifikationen auch ausländische Rechtsmodelle, sogenannte »Rechtsimplantate«, auffinden lassen. Damit hängt die weitere Fragestellung zusammen, ob die fremden Rechtsvorstellungen auch die bisher als genuin national vorgestellten Teile der Kodifikation beeinflussen oder ob sich die fremden Implantate trennscharf unterscheiden lassen und möglicherweise sogar ein Dasein als Fremdkörper führen.
Inhaltsübersicht
Thomas Sutter-Somm: Einflüsse ausländischer Zivilprozesssysteme auf die neue Schweizerische Zivilprozessordnung – Athanassios Kaissis: Rechtstransplantation als Auflage für die Kreditvergabe? Zur Schaffung einer marktkompatiblen ZPO in Griechenland – Georgios Orfanidis: Kollektive Rechtsschutzmöglichkeiten im griechischen Recht. Der Einfluss ausländischer Vorbilder auf das griechische Recht – Dimitrios Tsikrikas: Rechtsmittelverfahren im griechischen Recht. Der Einfluss ausländischer Vorbilder auf das griechische Recht; Insbesondere das Rechtsmittel der Kassation unter rechtsvergleichender Betrachtung – Peter G. Mayr: Rechtsimplantate und europäisches Recht. Bestandsaufnahme aus österreichischer Perspektive
1. Regensburger Forum für Prozessrecht:
Instrumentalisierung von Zivilprozessen
Der Band versammelt die Beiträge des 1. Regensburger Forums für Prozessrecht und eröffnet die neue Schriftenreihe »Regensburger Forum für Prozessrecht (RFP)".
Österreichische, griechische, italienische und türkische Wissenschaftler widmen sich Klagen, die mit öffentlichen Interessen aufgeladen sind. Der Kläger geht nicht in erster Linie vor Gericht, um seine eigenen subjektiven Rechte durchzusetzen, sondern um den Staat oder die Gesellschaft für seine Zwecke oder diejenigen einer hinter ihm stehenden Organisation zu mobilisieren. In der Erscheinungsform der »strategischen Zivilprozesse« ist national wie international an »Human-Rights-Klagen« oder »Climate-Change-Klagen« zu denken. Ihnen ist gemeinsam, dass über den konkreten Einzelfall hinaus Präzedenzentscheidungen angestrebt werden, die einen politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Wandel bewirken sollen. Letztlich geht es um die Politisierung von Zivilprozessen.
Inhaltsübersicht
Walter Rechberger: Instrumentalisierung von Zivilprozessen – Nikolas K. Klamaris: Instrumentalisierung des Zivilprozesses – Kamil Yildirim: Die prozessualen Regelungen des neuen türkischen Verbraucherschutzgesetzes – Remo Caponi: »Doing Business« as a Purpose of Civil Justice? The Impact of World Bank Doing Business Indicators on the Reforms of Civil Justice Systems: Italy as a Case Study – Georg Kodek: »Instrumentalisierung« von Zivilprozessen? »Strategic Litigation« als Herausforderung für das Verfahrensrecht
Forschungsstelle Digitalisierung des Prozessrechts
Am Lehrstuhl angesiedelt ist eine Forschungsstelle, die sich mit Fragen der Digitalisierung des Prozessrechts beschäftigt.
Nähere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Forschungsstelle. (externer Link, öffnet neues Fenster)
Reallabor Basisdokument
Das gemeinsam von den Justizministerien Bayerns und Niedersachsens mit den Lehrstühlen für Deutsches Verfahrensrecht (Prof. Dr. Althammer) und für Medieninformatik (Prof. Dr. Wolff (externer Link, öffnet neues Fenster)) (externer Link, öffnet neues Fenster) der Universität Regensburg durchgeführte Projekt dient der Gewinnung von Erkenntnissen über die digitalen Möglichkeiten einer formellen Strukturierung des Parteivortrags im Zivilprozess.
Es soll in ausgewählten Zivilverfahren praktisch erprobt werden, in welcher konkreten Ausgestaltung und in welchen Fällen sich die Arbeit mit einem sog. Basisdokument als einer Form der strukturierten Aufbereitung des Prozessstoffs in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht für die Prozessbeteiligten – Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Richterinnen und Richter, Parteien – als vorteilhaft erweist. Die Erprobung soll anhand eines eingeschränkt funktionsfähigen Prototypen erfolgen, der nach den Methoden des Legal Design im Projekt entwickelt wird.
Das Projekt soll ergebnisoffen unter Einbeziehung der Sichtweisen aller Stakeholder geführt werden. Am Ende des Projekts soll eine empirisch fundierte Empfehlung über die Einführung des Basisdokuments durch den Gesetzgeber stehen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Forschungsprojekts (externer Link, öffnet neues Fenster).
Juristische Studiengesellschaft
Juristische Studiengesellschaft
Die juristische Studiengesellschaft Regensburg e.V. (externer Link, öffnet neues Fenster)wurde am 30. Juni 1987 gegründet. Ihr Zweck ist, im Kreise von Juristen der verschiedenen Berufszweige rechtliche Fragen aller Art wissenschaftlich zu behandeln. Sie sucht dieses Ziel in erster Linie durch Vorträge und Diskussionen zu erreichen, die den Mitgliedern fachliche Anregung bieten, ihnen die Kenntnisse und Erfahrungen aus den einzelnen Rechtsgebieten vermitteln und zugleich ihrer persönlichen Fühlungnahme dienen.
Herr Prof. Dr. Althammer ist 1. Vorsitzender der Gesellschaft.
Gästebuch
2015
Im Sommersemester 2015 war Frau Professorin Dr. Viktória Harsági, Pázmány Péter Catholic University, Budapest, zu einem Forschungsaufenthalt als Gast am Lehrstuhl.
Im Sommersemester 2015 war Frau Professorin Amalia Diurni, Università degli Studi di Roma Tor Vergata, zu einem Forschungsaufenthalt als Gast am Lehrstuhl.
2018
Im Sommersemester 2018 war Frau Professorin Dr. Eva Dobrovolná, Assistenzprofessorin an der Universität Brno (Tschechien), im Juni zu einem Foschungsaufenthalt als Gast am Lehrstuhl.
Als Gäste aus der Türkei war Herr Aslan, Law Faculty of Dokuz Eylül University, İzmir und Herr Dr. Konuralp, wiss. Mitarbeiter an der Universität Bilkent in Ankara, zu einem längeren Forschungsaufenthalt am Lehrstuhl.
Herausgeberschaften
ZZP - Zeitschrift für Zivilprozess (externer Link, öffnet neues Fenster)
Die ZZP ist die Fachzeitschrift für prozessuale Fragen der Zivilgerichtsbarkeit. Zum ständigen Redaktionsprogramm gehören Abhandlungen zu grundsätzlichen Themen des deutschen, aber auch des ausländischen Zivilprozessrechts, bedeutsame Entscheidungen des Zivilverfahrensrechts mit Anmerkungen sowie Buchbesprechungen wichtiger Werke zum Prozessrecht.
Die Zeitschrift für Zivilprozess wird herausgegeben von Herrn Prof. Dr. Christoph Althammer und Herrn Prof. Dr. Alexander Bruns.
NZFam - Neue Zeitschrift für Familienrecht (externer Link, öffnet neues Fenster)