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Was ist eine “UR-Klasse”?

Eine »UR-Klasse« besteht aus einem Klassenzimmer und einem Nebenraum, in dem das Unterrichtsgeschehen beobachtet werden kann, ohne es maßgeblich zu beeinflussen. Dazu ist das Klassenzimmer mit mehreren Kameras und Deckenmikrofonen ausgestattet. Der Nebenraum dient als kleiner Seminarraum. Durch dieses Setting sind Unterrichtsvideografien in »UR-Klasssen« nicht nur multiperspektivisch sondern auch minimalinvasiv

Die Arbeit in und mit den »UR-Klassen« soll es Lehramtsstudierenden, Universitätsdozent:innen, Seminarlehrkräften und Referendar:innen, aber auch anderen Lehrkräften im Schuldienst ermöglichen, Unterricht zu erproben bzw. zu beobachten und schließlich anhand von wissenschaftlich fundierten Kriterien zu reflektieren und auszuwerten.

Weitere Informationen zu den “UR-Klassen”

Wie entstanden die “UR-Klassen”?

Die »UR-Klassen« entstanden in den Jahren 2015-2023 als Maßnahme des Projekts “KOLEG - Kooperative Lehrkräftebildung gestalten” der Universität Regensburg und wurden im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung (externer Link, öffnet neues Fenster)" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Dezember 2023 wurden die UR-Klassen als Infrastruktur am DigiLabUR verstetigt. 

An welchen Schulen in Regensburg gibt es eine “UR-Klasse”?

In den Jahren 2015 bis 2018 wurden im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung (externer Link, öffnet neues Fenster)" zunächst an vier Partnerschulen der Universität Regensburg Unterrichtsmitschauräume eingerichtet (Grundschule Burgweinting, St.-Wolfgang-Mittelschule, Realschule am Judenstein sowie Albertus-Magnus-Gymnasium). Im Zuge der Einführung des Lehramts für Sonderpädagogik an der Universität Regensburg folgte im Jahr 2023 mit der »UR-Klasse« am Bischof-Wittmann-Zentrum ein zusätzlicher Videografieraum an einem sonderpädagogischen Förderzentrum. Die Finanzierung dieser fünften »UR-Klasse« erfolgte sowohl durch die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" als auch aus Mitteln des Lehrstuhls für Pädagogik bei geistiger Behinderung einschließlich inklusiver Pädagogik.
 

Aktuell gibt es »UR-Klassen« an folgenden Kooperationsschulen:

Synchrone und asynchrone Unterrichtsbeobachtung

Die »UR-Klassen« bieten die Möglichkeit zur zeitgleichen (= »Live-Streaming« in den Beobachtungsraum) oder zeitversetzten (= Aufnahme) Beobachtung von Unterricht. Im Rahmen der ersten Phase der Lehrkräftebildung nutzen Studierende dies z. B. in Seminaren oder studienbegleitenden Praktika. In der zweiten Phase kommen die »UR-Klassen« in Hörstunden und Veranstaltungen für kollegiales Feedback im Rahmen des Studienseminars zur Anwendung. Aufgezeichneter Unterricht, der von Lehrkräften im Schulalltag bzw. in der dritten Phase der Lehrkräftebildung abgehalten wird, wird z. B. zur Selbstreflexion, kollegialen Hospitation oder Supervision verwendet.

Aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten helfen die »UR-Klassen« dabei, sowohl Unterricht als auch Lehrkräftebildung im Raum Regensburg in enger Zusammenarbeit von Praktiker:innen, Lehkräftebildner:innen und Forschenden professionell weiterzuentwickeln. Damit fungieren sie als »dritter Ort« im produktiven Spannungsfeld von Wissenschaft, Schule und Weiterbildung.

Von der Idee bis zur Nutzung einer Unterrichtsvideografie

UR-Klassen

Klassenzimmer an Partnerschulen zur multiperspektivischen und minimalinvasiven Unterrichtsvideografie

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