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Extensives Grünland in Form von Wiesen und Weiden ist ein wichtiges Element der mitteleuropäischen Kulturlandschaft, die durch die Landnutzung des Menschen entstanden ist. Die Nutzungsintensivierung der Landwirtschaft mit höherem Düngereintrag und häufigerer Mahd haben jedoch zu einem drastischen Rückgang der Pflanzenvielfalt im Grünland in den letzten Jahrzehnten geführt. Artenreiches Grünland, welches auch eine große Bedeutung für die Insektenvielfalt hat, ist daher selten geworden.

Die Wiederherstellung des Artenreichtums im Grünland ist eine der aktuellen Herausforderungen des Naturschutzes. Neben einer Verringerung der Nutzungsintensität ist die Ansaat von Pflanzenarten mit Hilfe von gebietsheimischen Saatgutmischungen eine Möglichkeit, die Artenvielfalt zu erhöhen. Einrichtungen wie die Saatgutbank Regensburg (SBR) an der Universität Regensburg sammeln und lagern Samen von Wildpflanzen, die für die Erzeugung von Saatgutmischungen und die Anzucht besonders gefährdeter Pflanzenarten genutzt werden können, um die Pflanzenvielfalt im Grünland zu erhöhen.

Im Regensburger Grünlandexperiment (RGE) werden die Auswirkungen der Mahdhäufigkeit und die Aufwertung von Wiesen durch die Ansaat und Auspflanzung von Arten auf vier Wiesenparzellen gezeigt. Das Experiment wurde von Prof. Dr. Christoph Reisch konzipiert und von seinen wissenschaftlichen MitarbeiterInnen Dr. Lina Begemann, Sebastian Kolbeck und Michael Ott mit Unterstützung durch Sebastian Weidner vom Botanischen Garten angelegt. Es soll Studierenden, Naturschutzfachkräften und interessierten Laien einen Einblick in die Möglichkeiten zur Erhöhung der Artenvielfalt geben.


Parzelle 2

Intensive Nutzung

Parzelle 3

Extensive Nutzung

Parzelle 4

Extensive Nutzung mit Aufwertung

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