1968-1976
Start im Sammelgebäude mit Großrechner Siemens 4004/45F und Dr. James Bartlett
1968
Inbetriebnahme Siemens 4004/45F (128 KB RAM gefädelte Ferritkernspeicherblöcke) im Sammelgebäude.
1970-1973
Erste Ausbildungs- und Forschungsarbeiten sowie Ausbau der Anlage zu Siemens 4004/45G.
1974
Entstehung des Rechnerverbundsystems ROBUR für Universität und Fachhochschule.
1976
Neuer Großrechner TR-440 mit 256 KB RAM á 48 (Nutz-)Bits.
1977 - 1985
RZ-Neubau, TR 440 und die Großrechnerzeit
1977
Neues RZ-Gebäude
1979
Erste dezentrale "Microrechner" an der Universität.
1980
Aufbau des Fakultätsrechners DIETZ 621-X1 an diversen Standorten.
1981
- Siemens 4004 wird durch Siemens 7531 ersetzt.
- Dezentralisierung durch den Aufbau weiterer DIETZ-Rechner
1983
RZ-eigene Software und Compiler für Textverarbeitung.
1984/85
Erste IBM-kompatible PCs “Olivetti M24”
1986-1993
Das PC-Zeitalter, erste Rechnernetze, CIP-Pools und E-Mail
1986-1989
- Ausbau erster Computerräume (CIP-Pools) mit Acer 910.
- Anbindung an den DFN (FTP, Telnet, E-Mail) via Datex-P.
1990-1992
- Erste Glasfasterleitungen, Genehmigung des Zugangs zum Wissenschaftsnetzes des DFN, 2-MegaBit DFN-Anschluss.
- Vernetzung mit dem Universitätsklinikum “KKS”.
1993
- Zentrale Mainframes SNI C40 Comparex 8/85, Cray Y MP-EL 1, neue SGI Challenge.
- Beschaffung des RIO (Regensburger IO/Server).
1994-1999
WWW, Datennetz, zentrale Benutzerverwaltung und Client-Serversysteme
- Erste Leihgeräte (Beamer und Laptops).
- Einführung des dezentralen Support-Konzeptes (Workgroupmanagern und PC-Betreuer).
- Start des Infostands als Supportangebot.
2000-2004
G-Win, WLAN, Linux Cluster und SAN
- Weiterer Netzausbau mit WLAN und VPN.
- Ausbau der passiven Infrastruktur mit Gigabit.
2005-2009
Athene1 HPC-Cluster, Server-Virtualisierung und Ausbildungsbetrieb
- Neukonzept des Backup- und Archivdienstes.
- Beginn der Berufsausbildung für Fachinformatiker sowie der Studienbegleitenden IT-Ausbildung (SITA).
- Aufbau und Regelbetrieb des Linux HPC-Clusters.
- Start des E-Learning Systems G.R.I.P.S.
- Einführung eines Ticket-Systems für den Studierendensupport.
2010-2016
GroupWise, X-Win und Glasfaser-Backbone
2010-2011
- Start mit elektronischen Prüfungen.
- Wissenschaftsnetz X-WiN und DFN-PKI.
- Einführung eines CMS für den Webauftritt der UR.
- Renovierung und Umgestaltung des IT-Supports für Studierende.
2012-2015
- Eduroam an der UR.
- Zentraler Betrieb des Zeiterfassungssystems BayZeit.
- Ausstattung erster Hörsäle mit Anlagen zur Vorlesungsaufzeichung.
- Einführung des IT-Support+.
2017-2025
Das VC- Zeitalter und Serviceorientierung
2017-2019
- Inbetriebnahme des HPC Cluster “Athene2”.
- BayernWLAN an der UR.
2020
- Diverse Pandemie-bedingte Herausforderungen
- VPN für erhöhe Anforderungen im Homeoffice
- Videokonferenz- und Chatsysteme (Zoom, RocketChat)
- Weiterer Ausbau unserer Videoplattform und unseres E-Learning-Systems, sowie unseres Angebots zur Durchführung von E-Prüfungen
- Einrichtung eines Supportangebots zur Unterstützung der digitalen Lehre
- Aufbau eines Informations-Sicherheits-Management-Systems (ISIS12).
2020 bis heute
- Betriebnahme eines Serviceportals - Self-Service zur Accountverwaltung.
- Packstation zur Zeitunabhängigen Abholung von IT-Beschaffungen.
- Verbundprojekt “Green-IT”.
- Umbau und Renovierung zur Einführung eines zentralen Servicedesk.
50 Jahre RZ-Gebäude
Vom Großrechner für Bibliothek, Verwaltung und Wissenschaft zum Dienstleister in Lehre und Forschung
Das RZ-Gebäude der Universität Regensburg feiert 2026 seinen 50. Geburtstag: Am 20.11.1976 wurde Richtfest gefeiert für einen Bau, der speziell auf einen Großrechner zugeschnitten war.
Eike Jessen (externer Link, öffnet neues Fenster) Entwickler des Großrechners TR 440 (externer Link, öffnet neues Fenster) bei AEG-Telefunken in Konstanz, hatte sich schon in der Planungsphase des Gebäudes mit den Architekten zusammengesetzt und das Konzept für Maschinensaal, Unterboden (immerhin der höchste Unterboden aller RZs in Deutschland), unterbrechungsfreie und stabilisierte Stromversorgung, CO2-Löschanlage etc. perfektioniert: Für Datenerfassung, Operating (im Mehrschicht-Betrieb) & Sozialräume wurde ebenso gesorgt wie für eine zentrale Lage am Campus.
Auch die alte Siemens 4004/45 G (aus dem Jahre 1968, vormals im Keller des Sammelgebäudes) hatte noch Platz gefunden und konnte so noch bis 1981 ihren Dienst tun.
Die damaligen Hauptnutzer der Anlage (Bibliothek, Verwaltung und Sprach- & Naturwissenschaften) hatten kurze Wege um Eingabedaten abzuliefern und Ergebnisse abzuholen.
Auch diese Wege wurden im Rahmen von „ROBUR“ ("Rechnerverbund mit operationeller Bestimmung an der Universität Regensburg"), dem Rechnerverbundsystem, Planung 1974, Start 1978 mit 8 Labor- und 2 Fachbereichsrechner via (Zweidraht-)Telefonleitung vernetzt, damit verkürzt. Diese Kopplung wurde dann hausintern verbessert und an die deutsche Telekom (damals noch "Deutsche Bundespost") als Patent zurück verkauft.
Die TR 86S, der Satellitenrechner für die Dialog-Peripherie (FAX, Sichtgeräte & Datenfernverarbeitung) konnte auch schon mittels Fernwahl Kontakt zu Außenstellen (etwa Bibliothek(en) oder dem LRZ in München) aufnehmen. Erste E-Mail wurde mittels X.64 („Datex-P“) realisiert.
1984/85 entstanden schon die ersten CIP-Pools („Computer-Investions-Programm“) mit PCs, die die Digitalisierung am Campus vorantrieben.
World-Wide-Web, E-Mail und Remote-Access waren schon sehr früh Bestandteil unseres Services.
Das Konzept des Regensburger I/O-Servers („RIO“) hatte schon 1993 bundesweit Zeichen gesetzt wie ein RZ die Digitalisierung voran bringen kann: Scanner (Papier, Großformat, Dia & Negative), Drucker (Endlos, Großformat, Thermosublimation und Laser [schon damals auch in Farbe!]), Digitalkamera, Leihprojektoren („Beamer“), CD- (und später auch DVD-)Brenner, Audio- und Video-Schnittplätze und vieles andere mehr standen nun einer Öffentlichkeit zur Verfügung!
Auch beim Netzwerk-Konzept und dessen Identity-Management (NetWare mit X.400) waren wir bundesweit führend.
Ebenso ist es uns gelungen, schon sehr früh einen von den Fakultäten unabhängigen & anerkannten Lehrbetrieb aufzubauen: Aus der „EDV-Ergänzungsausbildung“ (mit ausgewiesenem Nebenfachzeugnis) wurde 2008 die „Studentische IT-Ausbildung“ (SITA) und die Bediensteten-Schulung. Auch eine Ausbildung zur Gesellen-Reife in den IT-Berufen („Fachinformatiker*in für Anwendungsentwicklung“ und „Fachinformatiker*in für Systemintegration“) folgte mit Bayerns besten Abschlüssen 2025.
Heute sind die Großrechnergenerationen längst andere und vieles verlagert sich in datentechnisch gepflegte Cloud-Lösungen. Die Leistungssteigerung der Geräte folgte dem Mooreschen Gesetz (externer Link, öffnet neues Fenster), aber ebenso bremste das Wirthsche Gesetz (externer Link, öffnet neues Fenster): Die Anforderungen unserer Kunden sind vielfältiger geworden.