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Studium

Regelstudienzeit

6 Semester / 180 ECTS

Abschluss

Bachelor of Laws (LL.B.)

Studienbeginn

Immer zum Wintersemester
 

(Quereinsteiger mit bereits erbrachten, anerkennbaren Leistungen, auch zum Sommersemester)

Platzvergabe

keine Zulassungsbeschränkung


Aufbau und Studieninhalte

Der Studiengang gliedert sich in elf Module mit Lehrveranstaltungen aus der Rechtswissenschaft und der Informatik

Der LL.B. Digital Law richtet sich an Studierende mit juristischem und technischem Interesse. Er eröffnet nicht den Zugang zu traditionellen juristischen Berufsfeldern. Diese erfordern in der Regel das Zweite Staatsexamen. Exzellente Berufsaussichten haben Personen, die sowohl den LLB Digital Law als auch den Staatsexamensstudiengang erfolgreich absolviert haben. Ein solches Doppelstudium ist möglich. Vorkenntnisse in der Informatik sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Aus den Studierenden sollen keine Informatiker:innen gemacht werden. Ziel ist es, die Dialogfähigkeit zu verbessern, wenn die Absolvent:innen später interdisziplinär zusammenarbeiten und technisches Wissen in juristischen Prozessen anbringen müssen.

Der Studienverlauf sieht in den beiden ersten Semestern Einführungen in das Privatrecht und das Öffentliche Recht vor, die so auch im Staatsexamens-Studiengang Rechtswissenschaft belegt werden müssten. Zusätzlich erfolgen Einführungen in die Informatik sowie in die Softwareentwicklung und die Programmierung. Vorlesungen zur „Digitalisierung des Rechts“ und über „Logik für Juristen“ runden das Angebot ab.

In der Mittelphase des Studiums sind Vorlesungen im Privatrecht und im Öffentlichen Recht für Fortgeschrittene vorgesehen, die ebenfalls im Staatsexamens-Studiengang Rechtswissenschaft verortet sind. Außerdem wird die Ausbildung in Rechtsinformatik fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt in der Vermittlung der Grundkonzepte von Data Science und Big Data. In praktischen Übungen lernen die Studierenden die Architektur und die Einsatzmöglichkeiten wissensbasierter Systeme im juristischen Bereich kennen. Ferner wird der Einsatz von Datenbanksystemen erläutert.

In den letzten Semestern erfolgen speziell angebotene Vorlesungen in den Modulen „Public Digital Law“ und „Private Digital Law“, welche die Studierenden auf die Anfertigung der Bachelor-Arbeit vorbereiten.


Berufliche Perspektiven

Die Absolventen des Studiengangs Digital Law können in praktisch allen juristischen Berufs- und Unternehmensfeldern beschäftigt werden. Dies gilt auf den ersten Blick für solche, in denen es um eine bessere softwaretechnische Unterstützung rechtlicher Vorgänge geht: in Anwaltskanzleien, aber auch bei Unternehmen, Behörden und Verbänden. Denkbar ist auch die Unterstützung von Start-Up-Unternehmen, die technische Verfahren zur weiteren Digitalisierung des Rechts entwickeln oder verbessern (Big Data, Künstliche Intelligenz, Interaktive Systeme und Visual Computing, Krypto-Infrastrukturen). Darüber hinaus kommen Beschäftigungen in allen Bereichen in Betracht, in denen die „digitale Revolution“ komplexe Herausforderungen an die rechtliche Bewältigung stellt, sei es bei den Digitalunternehmen, sei es bei der öffentlichen Hand, etwa in den zuständigen Ministerien. 

Die größten Berufschancen hat, wer doppelt qualifiziert ist, also sowohl den LLB Digital Law als auch den Staatsexamensstudiengang absolviert hat.


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