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Zur Person

Alexandra Regiert M.A. studierte Vergleichende Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Deutsche Philologie an der Universität Regensburg. Sie war von 2023 bis 2026 Promotionsstipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung und ist seit 2023 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Vergleichende Kulturwissenschaft tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der zeitgeschichtlichen Geschlechterforschung, wo auch ihr Dissertationsprojekt verortet ist, sowie in Bereichen der Sexual-, Körper- und Badekultur.

M.A. Alexandra Regiert

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sprechstunden

Dienstag, 13 - 14 Uhr und nach Vereinbarung via E-Mail

Lebenslauf

  
seit 2023

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Professur für Vergleichende Kulturwissenschaft

 

2026Gastwissenschaftlerin, Deutsches Historisches Institut Paris

2023-

2026

Promotionsstipendiatin, Friedrich-Ebert-Stiftung
2022Lehrbeauftragte, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2021-

2023

Wissenschaftliche Hilfskraft, Professur für Vergleichende Kulturwissenschaft

2021-

2023

Projektmitarbeiterin/Ausstellungskuratorin, BikiniARTmuseum, Bad Rappenau
2021Masterabschluss (M.A.) Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg   
Abschlussarbeit: „Frauen im Schatten der Revolte. Geschlechterrollen und -beziehungen im Licht subjektiver Wahrnehmungen von Nichtakademikerinnen der 1968er-Generation“

2019-

2021

Projektassistentin, BikiniARTmuseum, Bad Rappenau
2019Bachelorabschluss (B.A.) Vergleichende Kulturwissenschaft mit den Nebenfächern Deutsche Philologie und Kunstgeschichte, Universität Regensburg

Forschungsschwerpunkte

  • Oral History und biografische Methoden
  • Zeithistorische Frauen- und Geschlechterforschung
  • Historische Anthropologie
  • Sexualkulturen und intime Beziehungen im 20. Jahrhundert
  • Materielle Kulturen und Modeforschung
  • Körper- und Badekulturen
  • Esskulturforschung

Publikationen

2026

  • Regiert, Alexandra: “No Plaintiff, No Judge”. Discrepancies Between Norms and Practices in Premarital Sexuality During West Germany’s “Long Sixties”. In: Annales de démographie historique (2026), S. 121–150 (peer-reviewed).
  •  Regiert, Alexandra: Zurück an den Herd – zurück zur „guten alten Zeitʻ“? Die kochende Vollzeit-Hausfrau als retrotopisches Ideal der Tradwife-Community. In: Wittmann, Barbara/Winterberg, Lars/Franken, Lina (Hg.): Ernährung - Kultur - Alltag. Impulse einer Vergleichenden Kulturwissenschaft. Baden-Baden 2026, S. 111–128.
  • Regiert, Alexandra: Beziehungsalltage als Hauptschauplätze der (Re-)Produktion und Aushandlung von Geschlechterungleichheiten (1945–1999). In: Baur, Joachim u. a. (Hg.): Analysen des Alltags. Komplexität, Konjunktur, Krise. Marburg 2026 (im Druck).
  • Regiert, Alexandra: „So modern waren ja die Zeiten auch nur auf dem Papier“ – zum Wandel von Paar- und Ehealltagen in der BRD im Licht biografischer Narrationen (1945–1999). In: Egger, Simone/Krug-Richter, Barbara/Müller, Leonie (Hg.): Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie zu einer komplexen Vergangenheit [in Vorbereitung].
  • Regiert, Alexandra/Bolz, Manuel: Konfliktzonen der Intimität? Krisen- und Trennungsphasen in heterosexuellen Paarbeziehungen (1945-1999). Manuel Bolz im Gespräch mit der Kulturanthropologin und Geschlechterforscherin Alexandra Regiert. In: Bolz, Manuel/Faust, Friederike et al. (Hg.): Friction. Spannungen, Spaltungen und produktive Störungen aus Geschlechterperspektive, Tagungsband der Kommission „Geschlechterforschung und Queere Anthropologie“. Berliner Blätter – Ethnographische und ethnologische Beiträge. Berlin [in Vorbereitung].

2025

  • Regiert, Alexandra: Rezension: Fleur Weibel. Die Praxis des Heiratens. Über die Anerkennung verbindlicher Liebesbekenntnisse. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 27.10.2025.

  • Regiert Alexandra: Rezension: Schwanhäußer,Anja/Ege, Moritz/Schmitzberger, Julian: (Hg.): Mädchen*fantasien: Zur Politik und Poetik des Mädchenhaften. In: Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft 121/2 (2025), S. 299–303; https://doi.org/10.31244/zekw/2025/02.22.

2024

  • Regiert, Alexandra: Der Bikini im Spannungsfeld zwischen Emanzipation und Objektifizierung. In: Herzog, Markwart/Krüger, Michael (Hg.): Schwimmen. Wellness – Kunst – Sport (STADION-Sonderband 4). Baden-Baden 2024, S. 259–291; https://doi.org/10.5771/9783985721603.
  • Regiert, Alexandra, gemeinsam mit Gunther Hirschfelder und Anna Häckel-König: Fleischwissen in Transformation – eine vorläufige Bilanz. In: Hirschfelder, Gunther u. a. (Hg.): „Fleischwissen“. Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten. Göttingen 2024, S. 497–509;https://doi.org/10.13109/9783666302534.497
  • Regiert, Alexandra, gemeinsam mit Lars Winterberg und Anna Häckel-König: Materialitäten des „Fleischwissens“: Zur Ethnografie in globalisierten Ökonomien. In: Hirschfelder, Gunther u. a. (Hg.): „Fleischwissen“. Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten. Göttingen 2024, S. 149–179; https://doi.org/10.13109/9783666302534.149.

2023

  • Regiert, Alexandra: Im Schatten der Revolte. Zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in biografischen Narrationen von Nichtakademikerinnen der 1968er-Generation. In: kuckuck. Notizen zur Alltagskultur 2 (2023), S. 69–74.
  • Regiert, Alexandra: „Unverliebt kann ich nicht sein“ – Ludwig I. und sein Frauenbild. In: Alexander Schubert für die Stiftung Historisches Museum der Pfalz Speyer zusammen mit Wolfgang Leitmeyer (Hg.): König Ludwig I. – Sehnsucht Pfalz. Ubstadt-Weiher 2023, S. 76–81.
  • Regiert, Alexandra: Auf den Spuren jüdischer Bademodenfirmen. Von der Corsettfabrik Herbst in Rappenau zu „Felina“. Stadt Bad Rappenau. Online auf: Jüdischer Kulturweg, 09.06.2023; juedischer-kulturweg-heilbronnerland.de/von-der-corsettfabrik-herbst-in-rappenau-zu-felina.

2022

  • Regiert, Alexandra, gemeinsam mit Gunther Hirschfelder: Wer bestimmt, was wir essen? Eine Bilanz. In: Hirschfelder, Gunther (Hg.): Wer bestimmt, was wir essen? Ernährung zwischen Tradition und Utopie, Markt und Moral. Stuttgart 2022, S. 177–188.

2020

  • Regiert, Alexandra: Die Rolle der Frau in vorehelichen Paarbeziehungen zwischen 1945 und 1968. In: ForAP. Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der SLK 3 (2020), S. 59–73; doi.org/10.5283/forap.47.

Fachvorträge

2027

  • At the Threshold of the (Un)Speakable: Navigating Silence, Boundaries, and Ethnographic Dynamics in an Oral History of Heterosexual Couple Relationships in West Germany (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen der European Social Science History Conference vom 21. bis 24.04.2027 in Lyon (Frankreich).

2026

  • Dissonante Sphären des Privaten: Konfliktlinien von Intimität, Macht und Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen Gewalt. Praktiken - Strukturen – Konjunkturen. 31. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde (ögekw) vom 17. bis 19.09.2026 in Innsbruck (Österreich).

2025

  • Negotiating Norms and Realities: Sexual Practices, Moral Concepts, and Power Relations During West Germany’s Long Sixties. Fachvortrag im Rahmen des 17. Internationalen SIEF-Kongresses vom 03. bis 06.06.2025 in Aberdeen (Schottland).
  • „Wenn ich jetzt sage, ich lass‘ mich scheiden, wer hätte denn da was davon?“ –biografische Narrationen über Krisen- und Trennungsphasen in heterosexuellen Paarbeziehungen (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen der Tagung „Friction. Kulturanthropologische und geschlechtertheoretische Perspektiven auf Reibungen" vom 19. bis 21.06.2025 in Göttingen.
  • Beziehungsgeschichte(n): Eine Oral History zum alltagskulturellen Wandel von Ehen und Paarbeziehungen in der BRD (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen der Historisch-kulturwissenschaftlichen Werkstatt am 06.05.2025 (digital).
  • „Leaving the church before evening”– Ambivalences between Morality and Practices in an Oral History of Premarital Sexuality in West Germany. Fachvortrag im Rahmen der European Social Science History Conference vom 26. bis 29.03.2025 in Leiden (Niederlande).

2024

  • „So modern waren ja die Zeiten auch nur auf dem Papier“ – zum Wandel von Paar- und Ehealltagen in der BRD im Licht biografischer Narrationen (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen des Symposiums „Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" vom 20. bis 22.06.2024 in Saarbrücken.
  • Ehen und Paarbeziehungen in der BRD (1945–1999): Potenziale und Herausforderungen einer kulturwissenschaftlichen Oral History des Intimen. Fachvortrag im Rahmen der 18. Doktorand*innentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft vom 05. bis 06.07.2024 in Vechta.

2023

  • „Wo kein Kläger, da kein Richter“ – Divergenzen zwischen Norm und Praxis in einer Oral History zur Sexualitätsgeschichte der BRD. Fachvortrag im Rahmen der 4. Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualitäten in der Geschichte vom 21. bis 22.04.2023 in Berlin.
  • Beziehungsalltage als Hauptschauplätze der (Re-)Produktion und Aushandlung von Geschlechterungleichheiten (1945–1999). Fachvortrag im Rahmen des 44. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) vom 04. bis 07.10.2023 in Dortmund.
  • Im Schatten der Revolte: Nichtakademikerinnen der 1968er-Generation zwischen Ausbruch und Verharren. Fachvortrag im Rahmen der Tagung „Mapping Gender Struggles: Geschlecht als Konfliktfeld sozialer Bewegungen der Gegenwart“ vom 23. bis 25.11.2023 in München.

2022

  • Ehen und Paarbeziehungen in der BRD (1945–1999). Methodische Überlegungen zu einer Oral History des Intimen. Fachvortrag im Rahmen des AKHFG-Nord Nachwuchsworkshops „Blickwechsel auf Augenhöhe. Neue Perspektiven auf die Frauen- und Geschlechtergeschichte“ am 14.10.2022 in Hamburg.

Dissertationsprojekt

Ehen und Paarbeziehungen in der BRD (1945–1999). Eine Kultur- und Geschlechtergeschichte

Ehen und Paarbeziehungen fungierten insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Schauplätze des kontinuierlichen, doch nicht linear verlaufenden Wandels der Geschlechterverhältnisse. Liberalisierungsprozesse trugen zur Entstigmatisierung und Legalisierung vorehelicher und gleichgeschlechtlicher Sexualität bei, das bürgerliche Liebesideal avancierte zum zentralen Heiratsmotiv, die Leitmetapher der „Partnerschaft“ brachte – zumindest auf ideeller Ebene – ab den 1970er-Jahren das Streben nach Gleichberechtigung von Mann und Frau zum Ausdruck und auch die Pluralisierung der Beziehungsformen schritt voran.

Doch liegt ein Mangel an empirischen Forschungen zu Paarbeziehungen in der jüngeren Vergangenheit vor, welche die Perspektiven der Beziehungsführenden, ihre subjektiven Wahrnehmungen sowie alltagskulturelle und genderspezifische Facetten des Paar-Werdens und -Seins in den Vordergrund stellen, um die mit bestimmten Dekaden verwobenen Stereotype zu dekonstruieren und die Linearität emanzipatorischer und sexueller (Liberalisierungs-)Prozesse infrage zu stellen.

Das kulturwissenschaftliche Dissertationsprojekt intendiert, die Ambivalenzen zwischen Norm, Moral und Praxis auf den Feldern von Paarbeziehung und Sexualität mittels rund 25 biografisch-narrativer Interviews mit männlichen und weiblichen Befragten (* 1929–1975) zu eruieren und Veränderungen in heterosexuellen Paarbeziehungen durch die Beleuchtung einer Binnenperspektive nachzugehen. Im Vordergrund stehen hierbei die vier Verlaufsphasen von Paarbeziehungen: Anbahnungs-, Bestands-, Krisen- und Auflösungsphase.

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW)
    -> Mitglied der Kommission für Geschlechterforschung und Queere Anthropologie
  • Mitglied der Société Internationale d´Ethnologie et de Folklore (SIEF)
  • Mitglied des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG)
  • Mitglied des Regensburger Vereins für Volkskunde (RVV)
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