Studiengang: Compliance LL.M.
- Rechtswissenschaft
Jedes Unternehmen benötigt Maßnahmen, die gewährleisten, dass Rechtsvorschriften eingehalten werden. Denn Regelverstöße kommen teuer zu stehen und gefährden die Reputation. Hier setzt die Compliance an. Ihre Aufgabe besteht darin, den Unternehmensangehörigen die rechtlichen Vorgaben so klar wie möglich zu vermitteln und für ihre Durchsetzung zu sorgen. Nur so können Geschäftsführer, Vorgesetzte und Mitarbeiter vor straf- und zivilrechtlicher Haftung bewahrt werden.
Der deutschlandweit einmalige Masterstudiengang auf universitärer Ebene, den die Universität Regensburg im WS 2018/19 ins Leben gerufen hat, liefert hierfür das Rüstzeug. Er bietet eine theoretisch fundierte und an den Erfordernissen der Unternehmenspraxis ausgerichtete Fortbildung mit einem einzigartigen wissenschaftlichen Abschluss. Bei erfolgreichem Bestehen wird der Titel „LL.M. Compliance“ verliehen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Studienprofil
Das zweisemestrige Studium vermittelt das aktuelle rechtliche, betriebswirtschaftliche und organisatorische Wissen in den Fächern Compliance Management System, Risikoanalyse und Risikosteuerung, Corporate Governance und Corporate Social Responsibility.
In den Wahlmodulen können besondere Interessenschwerpunkte gesetzt werden, wie etwa in den Bereichen „Medizin und Pharmazie“, „Kapitalmarktrecht“ oder „Contractor Compliance“. Abgerundet wird das Angebot durch interdisziplinäre Kurse in Psychologie der Compliance, Ökonomik der Compliance (Anreizwirkungen und Anreizsteuerung in Vergütungssystemen und bei Hinweisgebersystemen) und Changemanagement. Fallstudien sorgen für die unmittelbare Anwendung des theoretisch erworbenen Wissens. In der Masterarbeit stellen die Teilnehmer unter Beweis, dass sie praktische Probleme des Compliance-Managements rechtssicher, interessengerecht und auf dem neuesten Stand von Rechtsprechung und Lehre lösen können.
Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Praxis mit langer Berufserfahrung (u.a. Compliance-Officer der Deutschen Bahn, SAP, e-on, Uni Credit, Merck) haben den Studiengang entwickelt. Sie bürgen für den hohen Standard und eine exzellente Vermittlung des Stoffes. Der Studiengang ist in 12 Lerneinheiten gegliedert, die jeweils von Donnerstag bis Samstag unterrichtet werden. Die Module sind so gestaltet, dass auf der Basis der Vorkenntnisse der Teilnehmer ein einheitliches, anwendungsbezogenes Wissensniveau im Bereich Compliance erreicht wird. Die von den Dozenten in Referaten und Fallstudien vermittelten Inhalte befähigen die Teilnehmer, in den anschließenden Übungen eigene Erfahrungen in verschiedenen Gebieten der Compliance zu sammeln und auszuwerten. Die Ausgestaltung der Hälfte aller Module als Wahlpflichtmodule soll den individuellen Interessen der Teilnehmer gerecht werden, die aufgrund der Vielzahl der beruflichen Einsatzfelder im Bereich Compliance breit gefächert sind.
Passt dieser Studiengang zu mir?
Der Studiengang richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter, die bereits in Compliance-Funktionen von Unternehmen tätig sind oder eine solche Aufgabe anstreben, aber auch an Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater. Zugelassen werden kann, wer das erste oder das zweite juristische Staatsexamen absolviert hat oder über eine vergleichbare Qualifikation verfügt. Das Studium beginnt jeweils im September. Bewerbungsschluss ist im Juli.
Was kann ich damit machen?
Ihre Karrierevorteile durch ein berufsbegleitendes LL.M.-Studium an der Universität Regensburg:
- Wissenschaftlich fundierte und an den Erfordernissen der Unternehmenspraxis ausgerichtete Fortbildung
- Erwerb eines international anerkannten akademischen Mastergrads mit deutschlandweit einzigartiger Spezialisierung (LL.M. Compliance)
- Exzellente Vermittlung des Fachwissens zur Wahrnehmung von Compliance- Funktionen in Unternehmen sowie in der
externen Beratung - Abrundung der rechts- und organisationswissenschaftlichen Inhalte durch Kurseinheiten zur Psychologie und Verhaltensökonomik der Compliance
- Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Praxis
- Studium im stilvollen Ambiente des UNESCO Weltkulturerbes von Regensburg.
Aufbau des Studiums
Struktur des Studiengangs
Der Studiengang ist in 12 Lerneinheiten gegliedert. Die Module sind so gestaltet, dass auf der Basis der Vorkenntnisse der Teilnehmer ein einheitliches, anwendungsbezogenes Wissensniveau im Bereich Compliance erreicht wird. Die von den Dozenten in Referaten und Fallstudien vermittelteten Inhalte befähigen die Teilnehmer, in den anschließenden Übungen eigene Erfahrungen in verschiedenen Gebieten der Compliance zu sammeln und auszuwerten. Die Ausgestaltung der Hälfte aller Module als Wahlpflichtmodule soll den individuellen Interessen der Teilnehmer gerecht werden, die aufgrund der Vielzahl der beruflichen Einsatzfelder im Bereich Compliance breit gefächert sind.
Bei dem Studiengang fallen Studiengebühren an:
Zu den Studiengebühren (externer Link, öffnet neues Fenster)
Studienpläne
Der Studienverlauf sieht im ersten Semester eine intensive Einführung in die Grundlagen der Compliance vor, die für alle Unternehmensfunktionen und Branchen relevant sind. Deutschlandweit einzigartig ist das Angebot der interdisziplinär ausgerichteten Module zur Psychologie und Verhaltensökonomik der Compliance (Modul 3) sowie zur Compliance-Kommunikation mit dem wirtschaftspädagogisch ausgerichteten Bestandteil „Verhaltensänderungen in Organisationen“.
Im zweiten Semester kann zwischen sechs Modulen gewählt werden, von denen drei zu belegen und mit einer Klausur abzuschließen sind. Diese Wahlpflichtmodule vertiefen die in den Grundlagenmodulen erworbenen Kenntnisse und bauen sie branchen- und funktionsspezifisch aus. Sie greifen für die Compliance besonders wichtige Teilaspekte auf, die den Studierenden die Möglichkeit zur Spezialisierung und zur eigenen Schwerpunktsetzung bieten.
Die Vertiefungsphase schafft die Grundlage für die Anfertigung der Masterarbeit als wissenschaftlich fundierter Abschlussarbeit. Das Thema sollte idealerweise aus der Praxis stammen und Fragestellungen betreffen, mit denen die Teilnehmer in ihren Unternehmen, Behörden oder sonstigen Organisationen konfrontiert sind.
Die genauen Inhalte der Lerneinheiten finden Sie in der Modulübersicht (externer Link, öffnet neues Fenster).
Exemplarischer Stundenplan
Das Studium beginnt mit einer Einführungswoche von Montag - Freitag (täglich 9:00 - 17:00 Uhr).
Alle folgenden Module finden von Donnerstag bis Samstag (täglich von 9:00 - 17:00 Uhr) statt.
Modulübersicht
Pflichtmodule (29 LP)
COMPL 01: Grundlagen der Compliance (6 LP)
COMPL 02: Organisation der Compliance und Risikomanagement (6 LP)
COMPL 03: Compliance-Kultur (6 LP)
COMPL 04: Compliance-Kommunikation (5 LP)
COMPL 05: Überwachung und Durchsetzung (6 LP)
Vertiefungs-/Wahlpflichtmodule (,,3 aus 6" mit insgesamt 15 LP)
COMPL 06: Kartellrecht (5 LP)
COMPL 07: Korruptionsprävention (5 LP)
COMPL 08: Kapitalmarktrecht (5 LP)
COMPL 09: Medizin und Pharmazie (5 LP)
COMPL 10: Arbeitsrecht und Beschäftigtendatenschutz (5 LP)
COMPL 11: Tax Compliance (5 LP)
Abschlussmodul
COMPL 12: Masterarbeit (16 LP)
Modulhandbuch (externer Link, öffnet neues Fenster)
Rund ums Studium
Foto: UR / Julia Dragan Voraussetzungen
| NC / Auswahlverfahren | nein |
| Voranmeldeverfahren | nein |
| Eignungsverfahren/-prüfung (externer Link, öffnet neues Fenster) | ja |
| Einstufungstest | nein |
| Fachspezifische Sprachanforderungen | nein |
| Deutsch-Sprachnachweis bei Studierenden mit ausländischen Hochschulzugangsberechtigung | ja |
| Sonstige Anforderungen | nein |
Verbindliche Auskünfte und aktuelle Informationen finden Sie in der Kurzübersicht (öffnet neues Fenster). (nicht barrierefrei) der Studierendenkanzlei oder in der für Sie geltenden Prüfungsordnung.
Details Voraussetzungen
Eignungsverfahren/-prüfung
Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang sind
- Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium mit folgenden Abschlüssen
- Erstes oder Zweites Juristisches Staatsexamen mit einer Punktzahl von mindestens 5,5 oder
- erste Juristische Prüfung mit einer Punktzahl von mindestens 5,5 (in der Gesamtnote von Staats- und Universitätsprüfung) oder
- gleichwertiger Abschluss mit mindestens acht Semestern Regelstudienzeit (über die Gleichwertigkeit entscheidet der Prüfungsausschuss)
- Mindestens einjährige qualifizierte berufspraktische Erfahrung
- Nachweis der studiengangsspezifischen Eignung in einem Eignungsverfahren
- Bewerber oder Bewerberinnen, die die geforderte Mindestpunktzahl nicht vorweisen, können in besonders begründeten Einzelfällen und Erfüllung der übrigen Zugangsvoraussetzungen zum Studium zugelassen werden, wenn sie die fehlende Eingangskompetenz durch besondere, vornehmlich qualifizierte berufspraktische Erfahrungen im Sinne von Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, bevorzugt in Leitungs- oder Führungspositionen, kompensieren können.
Eignungsverfahren zum Studiengang
Vor der Zulassung wird ein Eignungsverfahren durchgeführt. Damit soll festgestellt werden, ob der Bewerber (m/w/d) über hinreichende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die einen erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs „Compliance (LL. M. Compliance)“ erwarten lassen. Ergibt sich die Eignung bereits aus den Angaben im Bewerbungsbogen, kann der Bewerber (m/w/d) zugelassen werden. Anderenfalls wird er zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Das Ergebnis des Eignungsverfahrens wird dem Bewerber (m/w/d) schriftlich mitgeteilt. Bei einer Ablehnung kann es einmal wiederholt werden.
Bewerbungsfristen
Bis 15. Juni für Studienstart im September (spätere Bewerbungen ggf. noch möglich)
Zugang, Bewerbung und Einschreibung
Foto ©iStock.com/mixetto Studienberatung
Fachstudienberatung
Fragen zum Studieninhalt, den fachlichen Voraussetzungen und dem Bewerbungsverfahren sowie der konkreten Gestaltung des Studiums beantwortet Ihnen die
Zentrale Studienberatung
Die Zentrale Studienberatung (ZSB) unterstützt Sie bei allen Fragen rund ums Studium – von der Studienentscheidung, über den Studienverlauf bis hin zum erfolgreichen Abschluss.
Falls erforderlich, vermittelt die ZSB an die entsprechenden Kontaktpersonen weiter.