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Aktuelles: Frühstudentin der Universität Regensburg gewinnt erneut bei Jugend forscht

Leonie Weiß holt erneut Regionalsieg beim Wettbewerb Jugend forscht

02. März 2026, von Stephan Giglberger

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Bereits 2025 war Leonie Weiß bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb “Jugend forscht” sehr erfolgreich: Mit ihrem Projekt „Optimierung von Baustellenampeln durch KI-basierte Steuerung & Objekterkennung“ kämpfte sie sich im vergangenen Jahr durch den Regional- und Landeswettbewerb bis nach Hamburg in den Bundeswettbewerb, wo sie mit einem renommierten und mit 1.500 EUR dotierten Sonderpreis für ihre Arbeit an neuronalen Netzen bedacht wurde.

Die Schülerin des St. Marien-Gymnasiums ist Frühstudentin an der Universität Regensburg. Hier belegt sie bereits seit über zwei Jahren erfolgreich Veranstaltungen in der Fakultät für Physik, die auf ihr späteres Studium angerechnet werden. Ihre Schulferien hatte sie zuletzt am Regensburg center for Ultrafast Nanoscopy (RUN) der Universität verbracht und sich dort intensiv in Festkörper- und Halbleiterphysik eingearbeitet. „Es ist beeindruckend, wie schnell sie sich komplexes Fachwissen angeeignet und Experimente bei uns durchgeführt hat, die viele Fachleute für unmöglich gehalten hatten“, sagt Prof. Rupert Huber, geschäftsführender Direktor des RUN, anerkennend.

Auch die Jury war beeindruckt, wie fundiert und umfassend Weiß ihre Fragen beantworten konnte. In ihrer Arbeit „Solarzellen neu gedacht - wie sich blitzschnelle Elektronen an einzelnen Atomen bewegen“ untersuchte sie Kristalldefekte an Übergangsmetall-Dichalkogeniden. Diese sogenannten TMDC-Kristalle werden in der Forschung als vielversprechende Kandidaten gehandelt, weil sie beispielsweise im Solar-zellenbau eine vielfach höhere Effizienz als Silizium vorweisen.

Unter dem diesjährigen Jugend-Forscht-Motto „Maximale Perspektive“ wird Leonie nun ihre Arbeit vom 13. bis 15. April in München beim Landeswettbewerb verteidigen.

Für weitere Begeisterung sorgten Andreas Haberl, Benedikt Dolderer und Alexander Röhrl vom Gymnasium der Regensburger Domspatzen: sie trainierten eine Künstliche Intelligenz, die nun in der Lage ist, selbständig Gregorianische Choräle zu komponieren. Natürlich bewiesen die drei Abiturienten das gelungene Ergebnis ihrer KI durch einen Gesangsvortrag auf der Bühne. 
Sie erhielten dafür den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt.

Noch eine andere Teilnehmergruppe der Domspatzen schaffte es in den bevorstehenden Landeswettbewerb nach München: Tassilo Nold und Benedikt Lottner berechneten die effektive Strahlungsdosis auf Linienflügen und entwickelten hierfür eine praxisnahe und eigenständige Webanwendung.

Sibylle Fischer und Leopold Bendel vom Albertus-Magnus-Gymnasium bauten einen Bioreaktor zur Wasserstoffproduktion durch Algen und erhielten dafür den ersten Platz in der Kategorie Biologie.

Auch in der Junior-Sparte bis 15 Jahre war das AMG erfolgreich: Alexander Hutchinson Riquelme gewann den ersten Platz im Bereich Technik für seine Federn aus dem 3D-Drucker. Er hat damit sein Ticket zum Landeswettbewerb Jugend forscht junior gelöst, der am 17. und 18. April wieder an der Universität Regensburg abgehalten wird.
 

Die Siegerehrung: v.l.n.r.: Jurorin Dr. Eva Beierle, Wettbewerbsleiter Christian Leitl, Prof. Karsten Rincke, Siegerin Leonie Weiß, Patenbeauftragter Dr. Stephan Giglberger

Kontakt aufnehmen

Pateninstitution Universität Regensburg

Dr. Stephan Giglberger
E-Mail: stephan.giglberger@ur.de
Tel.: +49 (0)152 29 22 15 11

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