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Aktuelles: UR-Projekt „Un:sichtbare Barrieren“ gewinnt Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“

11. März 2026, von Kommunikation und Marketing

  • Medizin
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Die Universität Regensburg ist mit dem Projekt „Un:sichtbare Barrieren“ eine der zehn Preisträgerinnen im bundesweiten Hochschulwettbewerb des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“. Das Projekt ist am Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin/Medizinische Soziologie der Fakultät für Medizin der UR angesiedelt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro zur Umsetzung bis Ende 2026. Projektkoordinatorin ist Patricia Bohmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin/Medizinische Soziologie sowie Neuropsychologin an der medbo Klinik für Neurologie der Universität Regensburg. 

Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Hochschulrektorenkonferenz, der Die Junge Akademie sowie in diesem Jahr auch der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ausgerufen. Gefördert wird er vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026. Ausgezeichnet werden kreative Kommunikationsideen junger Forschender, die Bürgerinnen und Bürger mit aktuellen Fragen medizinischer Forschung in Kontakt bringen.

Barrieren sichtbar machen – Perspektiven stärken

„Un:sichtbare Barrieren“ ist ein partizipatives Kunst- und Forschungsprojekt zur Barrierefreiheit im Gesundheitswesen. Im Zentrum stehen die Erfahrungen von Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen sowie chronischen Erkrankungen. Ziel ist es, strukturelle, prozessbezogene und kommunikative Hürden in Arztpraxen, Kliniken und der digitalen Versorgung sichtbar und erfahrbar zu machen – und daraus konkrete Impulse für eine inklusivere Medizin der Zukunft abzuleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und das Vertrauen in unser Konzept. Barrieren im Gesundheitswesen sind oft kein böser Wille, sondern blinde Flecken im System. Mit Un:sichtbare Barrieren machen wir sichtbar, wo Zugänge fehlen, und übersetzen Hürden in eine erfahrbare Form – um Verständnis zu stärken und Veränderung anzustoßen", erklärt Patricia Bohmann.

Beitrag zur „Medizin der Zukunft“

Wissenschaftlicher Kern des Projekts ist die qualitative Gesundheitsforschung zu Zugangs- und Versorgungsbarrieren. Die Installation übersetzt eigens erhobene Forschungsergebnisse in ein sinnlich erfahrbares Format und stärkt so Verständnis, Empathie und Dialogbereitschaft.

Im Sinne des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“ setzt „Un:sichtbare Barrieren“ bei zentralen Fragen einer zukunftsfähigen Versorgung an: Wie kann Medizin patientinnen- und patientenzentriert, barrierefrei und digital inklusiv gestaltet werden? Welche Rolle spielen verständliche Kommunikation, zugängliche Räume und benutzerfreundliche Technologien? Das Projekt bringt die Perspektiven von Betroffenen in den Mittelpunkt und formuliert daraus konkrete Handlungsimpulse für Entscheidungsträgerinnen und -träger.

„Un:sichtbare Barrieren“ zeigt exemplarisch, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, künstlerische Ausdrucksformen und gesellschaftlicher Dialog zusammenwirken können, um die Gesundheitsversorgung der Zukunft inklusiver zu gestalten.

Kontakt aufnehmen

Patricia Bohmann

Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
Universität Regensburg
Tel.: +49 (0)159 02345 379
E-Mail: patricia.bohmann@ur.de

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