Direkt zum Inhalt


Aktuelles: So wird medizinische Forschung im Alltag erlebbar

Wissenschaftskommunikationsprojekt  Landtour „MENSCH.MEDIZIN“ bringt medizinische Forschung in ländliche Regionen und erhält rund 55.000 Euro Förderung 

16. März 2026, von Kommunikation und Marketing

  • Medizin
  • Förderung
  • Science Outreach & Transfer

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus – und was bedeutet sie für Menschen außerhalb großer Städte? Mit der Kampagne „Landtour MENSCH.MEDIZIN: Gemeinsam die Zukunft gestalten“ bringen Prof. Dr. Silke Härteis (Universität Regensburg) und Dr. Antje M. Richter (Justus-Liebig-Universität Gießen) aktuelle medizinische Forschung gezielt in ländliche Regionen. 

Medizinische Forschung im Alltag erfahrbar machen

Das Projekt verfolgt das Ziel, Bürgerinnen und Bürgern, Schülerinnen und Schülern sowie angehenden Lehrkräften einen niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Forschung zu ermöglichen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Die Kampagne setzt auf ein mehrstufiges Kommunikationskonzept. In einer ersten Phase macht das Format „Kunst am Gartenzaun“ medizinische Themen sichtbar im öffentlichen Raum. Darauf aufbauend laden dialogische Veranstaltungen unter dem Motto „Red ma drüber – Medizin im Wirtshaus“ dazu ein, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über aktuelle Entwicklungen der Medizin ins Gespräch zu kommen. Interaktive Science-Boxen mit 3D-Modellen, Experimenten und didaktischen Materialien ermöglichen dabei ein anschauliches Verständnis komplexer medizinischer Inhalte.

Der Train-the-Trainer-Ansatz rundet das Projekt ab. Lehramtsstudierende werden hier gezielt geschult und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eingebunden. Sie nutzen die Science-Boxen im Unterricht und tragen so medizinisches Wissen nachhaltig in Schulen und Bildungseinrichtungen weiter. Begleitet wird die Landtour durch eine digitale Kampagne mit Website, Kurzvideos und virtuellen Gesprächsformaten, die Inhalte dauerhaft zugänglich macht.

Fokus auf Nierengesundheit

Inhaltlicher Schwerpunkt des Projekts ist zunächst das Thema „Nierengesundheit”, das Prävention, personalisierte Medizin sowie genetische und epigenetische Forschung verständlich vermittelt. Die Kampagne steht damit auch in engem Zusammenhang mit der Forschung des Transregio 374 (TRR 374) Regensburg-Erlangen mit Fokus auf Nierenforschung, in dem neue Ansätze zur Entstehung und Behandlung von Nierenerkrankungen untersucht werden. 
Prof. Dr. Silke Härteis, Anatomie-Professorin, die seit rund zwei Jahrzehnten zu Nierenerkrankungen forscht, bringt ihre wissenschaftliche Expertise gezielt in das Projekt ein. Ziel der Landtour ist es, aktuelle Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung verständlich zu vermitteln und mit Menschen außerhalb universitärer Zentren in den Dialog zu treten.
„Mit der Landtour möchten wir medizinische Forschung dorthin bringen, wo Menschen leben – auch jenseits großer Universitätsstädte. Der persönliche Austausch und eine verständliche Vermittlung stehen dabei im Mittelpunkt“, erklärt Prof. Härteis.

Beitrag zur Wissenschaftskommunikation der Zukunft

Die Landtour wird an mehreren Standorten in ländlichen Regionen in Bayern und Hessen stattfinden. Die modular aufgebauten Formate sind so konzipiert, dass sie auch über die Projektlaufzeit hinaus weiter genutzt und auf andere medizinische Themen übertragen werden können. Mit „MENSCH.MEDIZIN“ entsteht damit ein innovatives Modell für Wissenschaftskommunikation, das medizinische Forschung sichtbar macht, Vertrauen stärkt und den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert.
 

Prof. Dr. Silke Härteis

Kontakt aufnehmen

Prof. Dr. Silke Härteis

Professur für Molekulare und Zelluläre Anatomie
Universität Regensburg
Email: silke.haerteis@ur.de

nach oben