Prof. Dr. Michael Festl (Universität St. Gallen) vergleicht den Liberalismus der Gegenwart mit einer Spitzen-Fußballmannschaft im Pokalspiel gegen einen Drittligisten: Manchmal müssen die Titelfavoriten erst unerwartet in Rückstand geraten, bis sie richtig aufspielen. Zwar entbehre der gegenwärtige Abgesang auf den Liberalismus jeder Grundlage, das zeige der Blick in die Vergangenheit: „Der Liberalismus hatte immer schon Gegner und Feinde – Hitler, Stalin, Monarchie, Restauration und so weiter“, so Festl. Zugleich aber dürfe er sich nicht in Sicherheit wiegen wie am vermeintlichen „Ende der Geschichte“. Besonders die Auswirkungen der Globalisierung habe der Liberalismus zu lange unterschätzt – die Wahl Donald Trumps im Jahr 2016 gilt für Festl vor diesem Hintergrund als „Wake-up Call“.
Wie muss sich der Liberalismus weiterentwickeln, um der gesellschaftlichen Verwerfungen in einer globalisierten Welt Herr zu werden? Wird die liberale Demokratie die Herausforderungen meistern? Prof. Dr. Michael Festl und Dr. Sarah Rebecca Strömel suchen in der neuen Ausgabe „Säulen der Demokratie“ nach Antworten. Jetzt hier ansehen! (externer Link, öffnet neues Fenster)