Direkt zum Inhalt



Prof. Dr. Kathrin Müller

Professorin

UR/Julia Dragan

Woran ich arbeite

Ich erforsche, wie Teilhabe an Bildung gelingen kann, damit „Dabeisein“ im Klassenzimmer mehr bedeutet als bloße körperliche Anwesenheit. Mein Fokus liegt auf Kindern, die unter erschwerten Bedingungen lernen und oft durch soziale Barrieren oder institutionelle Hürden am Mitmachen gehindert werden. Dafür entwickle ich pädagogische Ansätze, die Lehrkräften helfen, Lernprozesse aktiv so zu gestalten, dass soziale Ungleichheit ausgeglichen wird. Mein Ziel ist eine chancengerechte Schule, in der jeder junge Mensch – unabhängig von seiner Herkunft – die Möglichkeit zur freien Persönlichkeitsentfaltung erhält.

Beruflicher Werdegang 

  • Seit 9/2025 | Universität Regensburg Professorin für Pädagogik im Förderschwerpunkt Lernen einschließlich inklusiver Pädagogik (W3).
  • 02/2022 – 08/2025 | Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich Professorin für Inklusion und Lernen unter erschwerten Bedingungen
  • 10/2012 – 01/2022 | Pädagogische Hochschule Ludwigsburg Juniorprofessorin für Erziehungswissenschaft im Bereich Schulpädagogik (Denomination: Lernförderung von Kindern und Jugendlichen mit Benachteiligung und schulischer Leistungsschwäche in der Sekundarstufe 1)
  • 09/2002 – 09/2012 | Tätigkeiten im Schuldienst in Bayern und Hessen:  Stufenleiterin, Sonderschullehrerin, MSD, Lehraufträge für 1. Und 3. Phase in der Lehrkräftebildung
  • 09/2000 – 08/2002 | Vorbereitungsdienst (Referendariat) Zweites Staatsexamen für das Lehramt für Sonderpädagogik; Sonderpädagogische Förderschwerpunkte Lernen und sozial-emotionale Entwicklung
  • 03/1995 – 07/2000 | Universität Würzburg Studium der Sonderpädagogik; Erstes Staatsexamen; Sonderpädagogische Förderschwerpunkte Lernen und sozial-emotionale Entwicklung
  • Akademische Meilensteine:
  1. Staatsexamen (2000)
  2. Staatsexamen (2002)
  3. Mediatorin (BMBF/BMWA) 2005
  4. Promotion (2010)
  5. Erfolgreiche Zwischenevaluation Juniorprofessur (2020)
  6. Ernennung Professorin 2022

Schwerpunkte & Expertise 

  • Teilhabe als pädagogische Aufgabe: Ich verstehe Lernen als einen dynamischen Anpassungsprozess und eine Verhandlung zwischen „Teil-Gebenden“ (z.B. Institution Schule/Lehrkräften) und „Teil-Nehmenden“ (z.B. Schülerinnen und Schülern).
  • Chancengerechtigkeit & Armutssensibilität: Ein besonderes Anliegen ist mir die Analyse von Benachteiligungen durch Herkunftsmilieus. Ich arbeite an Konzepten, die soziale Barrieren abbauen und verhindern, dass Herkunft über den Bildungserfolg entscheidet.
  • Didaktik im Förderschwerpunkt Lernen (FSL): Entwicklung von Lernsettings, die neben fachlichen Inhalten auch sozio-moralische Kompetenzen wie Solidarität und Mitbestimmung fördern.
  • Inklusionsorientierte Schulentwicklung für Kinder & Jugendliche mit sozio-ökonomischen Benachteiligungen: Begleitung von Professionalisierungsprozessen in der Lehrkräftebildung, um Teilhabe als gestaltbare pädagogische Aufgabe im Schulalltag zu verankern.

„Pädagogik zum Thema Beeinträchtigungen im Lernen darf Benachteiligung weder als individuelles Versagen noch als unbeeinflussbares Schicksal sehen. Sie muss vielmehr die Bedingungen erkennen und überwinden, die Bildungschancen einschränken.“

Ausgewählte Projekte & Drittmittel 

  • „Werkstatt für Schul- und Unterrichtsentwicklung“ (Heidehofstiftung)
  • Weitere Projekte folgen …

Publikationen & Transfer

Müller, K. (2022). Die Rolle von Schule und Bildung im Kontext sozialer Ungleichheit. Lehren & Lernen, (5), 27–30.

Müller, K. (2025). Teilhabe gestalten unter Bedingungen sozialer Ungleichheit: Ein Forschungsüberblick zu Statusarbeit im inklusiven Unterricht. Sonderpädagogische Förderung heute, 70(3), 237–247.

Müller, K., & Pfrang, A. (2022). Teilhabe-Lernen für Inklusion. Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik, 98(4), 522–536. doi.org

Müller, K., & Pfrang, A. (2026). Inklusive Grundschuldidaktik: Bildung durch Teilhabe. Kohlhammer.

Müller, K., & Pfrang, A. (2026). Partizipative Forschung mit Grundschulkindern: Ein multidimensionaler Ansatz zur Erfassung kognitiver, sozialer und leiblicher Lernerfahrungen. In B. Hüpping & K. Velten (Hrsg.), Ethik in der partizipativen Forschung mit Kindern.

Weitere Publikationen unter: 


nach oben