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Lesedidaktik

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht laufender und abgeschlossener Projekte aus der Lesedidaktik. Die Projekte konzentrieren sich auf die Förderung von Lesekompetenz, die Entwicklung und Validierung diagnostischer Instrumente sowie die Professionalisierung von Lehrkräften. Im Fokus stehen evidenzbasierte Interventionen, digitale Assessments und die Analyse von Wirkmechanismen strukturierter Leseförderung.

BYLES Bayerisches Lesescreening

Laufzeit: 2023-2027
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild; Prof. Dr. Sven Hilbert, Dr. Mario Frei (Educational DataScience)

Die Ergebnissen des IQB-Bildungstrends (2021) zeigen, dass eine bedeutende Zahl an Grundschülerinnen und Grundschülern die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlt. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) kommt zu dem Schluss, dass diese Schülerinnen und Schüler aufgrund fehlender Basiskompetenzen nicht in der Lage sind, Bildungsprozesse erfolgreich zu absolvieren. In ihrem Gutachten „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern“ (2022) weist die SWK daher auf die Notwendigkeit eines Konzepts zur systematischen Diagnose und Förderung der Basiskompetenzen in der Grundschule hin.

Dieser Empfehlung folgend, entwickeln die Lehrstühle Educational Data Science (Prof. Dr. Sven Hilbert) und Fachdidaktik Deutsch (Prof. Dr. Anita Schilcher) der Universität Regensburg im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK) im Rahmen des Projekts BYLES ein standardisiertes digitales, adaptives Lesescreening für die Grundschule. Dieser umfasst zunächst drei Module:

  • Leseflüssigkeit: Dieser Test misst, wie gut und schnell es Kindern gelingt, Wörter bzw. Sätze zu dekodieren.
  • Leseverstehen: Dieser Test erfordert von den Schülerinnen und Schülern, den Inhalt eines altersangemessenen Textes zu verstehen und Fragen dazu zu beantworten.
  • Digitales Lesen: Dieser Test untersucht, wie gut die Kinder in digitalen Texten navigieren, Informationen verknüpfen und bewerten können.

Der Module werden in einem adaptiven Format durchgeführt. Das bedeutet, dass die Aufgabenschwierigkeit an die individuellen Leistungen der Schülerinnen und Schüler angepasst wird. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Kinder, unabhängig von ihren Vorkenntnissen, adäquat getestet werden.

Damit stellt der Test einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Diagnose und Förderung der Basiskompetenzen in der Grundschule dar. Der Test ist wissenschaftlich fundiert und bietet den Lehrkräften eine valide und zuverlässige Einschätzung der Lesekompetenzen ihrer Schülerinnen und Schülern.

Ansprechpartner:

  • Dr. Mario Frei (Educational Data Science)

Projektverantwortliche:

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus gefördert.

FiLBY Fachintegrierte Leseförderung Bayern

Laufzeit: 2017-2023 (aktuell Dissemination und Qualitätssicherung)
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild, Maria Steinert, Christine Sgolik; Prof. Dr. Sven Hilbert, Dr. Elisabeth Kraus (Educational DataScience)

Im Rahmen des Projektes FiLBY (Fachintegrierte Leseförderung Bayern) entwickelte der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Regensburg in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Arbeitskreis Lesen des ISB sowie dem Bayerischen Rundfunk einen systematischen und langfristigen Leselehrgang für die Grundschule. Er beginnt in der zweiten Jahrgangsstufe und setzt sich bis zur vierten Jahrgangsstufe fort. Trainiert wird dabei sowohl im Rahmen des regulären Deutschunterrichts als auch im Fachunterricht. 

Im FiLBY-Training trainieren die Kinder in jeder Jahrgangsstufe zunächst mit einem Kinderbuch und anschließend mit motivierenden Sachtexten ihre Lesekompetenz. Über drei Jahre hinweg stehen den teilnehmenden Klassen passende Materialien zur Verfügung. 

  • In der zweiten Jahrgangsstufe hat FiLBY die Förderung der Leseflüssigkeit zum Ziel, denn nur wer ausreichend flüssig lesen kann, vermag Texte zu verstehen. Eine Besonderheit von FiLBY ist es, dass die Kinder zunächst das Lesen mit begleitenden und unterstützenden Hörtexten trainieren, die nach Lesegeschwindigkeit dreifach differenziert sind.
  • In der dritten Jahrgangsstufe lernen die Schülerinnen und Schüler drei effektive Lesestrategien kennen und anwenden. Mit Hilfe von Visualisierungsstrategien repräsentieren sie zentrale Inhalte eines Textes und fassen diese zusammen.
  • In der vierten Jahrgangsstufe werden Lesestrategien mit metakognitiven Strategien kombiniert. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, ihren Leseprozess langfristiger zu planen und zu überwachen.

Die Lehrkräfte werden für die neu entwickelten Lesefördermaßnahmen über die Fortbildungsplattform (externer Link, öffnet neues Fenster) der ALP (Registrierung über FIBS) fortgebildet, sodass sie die Maßnahmen effektiv umsetzen können. Die wissenschaftliche Begleitung erlaubt es, Lernfortschritte der Klasse individuell zurückzumelden. 

Die Hörtexte zu den Lektüren entstanden in Kooperation mit dem Tulipan-Verlag (externer Link, öffnet neues Fenster)  und dem Moritz-Verlag (externer Link, öffnet neues Fenster). Gesprochen wurden sie von Katharina Muth und Stefanie Zapf. (Hörbeispiel (externer Link, öffnet neues Fenster) aus dem Sachtexteheft, exemplarischer Text (externer Link, öffnet neues Fenster). Die Sachtexte wurde im Bayerischen Rundfunk produziert (Judith Schönicke, Berenike Beschle und Florian Schwarz).

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus gefördert.

FiLBY-SEK Fachintegrierte Leseförderung Bayern - Sekundarstufe

Laufzeit: 2024-2027
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Markus Pabst, Dr. Johannes Wild, Karolina Hausner; Prof. Dr. Sven Hilbert, Dr. Mario Frei (Educational DataScience)

FiLBY-SEK ist eine innovative, digitale Leselernumgebung, die das Leseverstehen mit Hilfe von Gamification-Elementen nachhaltig fördern soll. Im Zentrum steht eine spannende Geschichte rund um die Kinder Felix und Amira, die sich in London auf die Suche nach ihrem verschwundenen Freund Aiden begeben.

In zehn Episoden erkunden sie die britische Hauptstadt und besuchen dabei bekannte Orte wie das Globe Theatre, die Cutty Sark oder das British Museum. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich auf einem interaktiven Stadtplan, bearbeiten abwechslungsreiche Sach- und Erzähltexte und übernehmen in der Rolle der Hauptfiguren aktiv die Steuerung des Handlungsverlaufs. Sie treffen Entscheidungen, die direkten Einfluss auf die Geschichte und die Suche nach Aiden haben.
FiLBY-SEK bietet außerdem individuelles Feedback am Ende jeder Episode und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Adaptivität aus: Aufgaben und Texte werden automatisch an das Niveau der Lernenden angepasst.

Die Wirksamkeit der Lesefördermaßnahme wird im Schuljahr 2025/2026 erstmals wissenschaftlich überprüft. Zum Einsatz kommt dabei das digitale Erhebungsinstrument BYLES, das vielen Schülerinnen und Schülern bereits aus der Grundschule bekannt ist.

Geplanter Start: April 2026

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus gefördert.

IGLU 2026 Internationale Grundschulleseuntersuchung

Laufzeit: 2024-2028
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Kerstin Pawluch, Dr. Johannes Wild

Frau Prof. Dr. Schilcher ist Mitglied des Konsortiums des Projekts IGLU (International: Progress in Reading Literacy Study [PIRLS]), das auf Basis repräsentativer Daten die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Grundschulklasse in Deutschland untersucht. Durch die internationale Ausrichtung des Projekts können die Schulleistungen in Deutschland mit denen in anderen Ländern und Regionen der Welt verglichen werden. IGLU ist ein zentrales Element des Bildungsmonitorings in Deutschland und findet alle fünf Jahre statt. Die Erhebung ermöglicht Aussagen über Trends im Schulsystem. Im Fokus der IGLU Studie steht die Lesekompetenz. Darüber hinaus werden zentrale Merkmale von Schülerinnen und Schülern (z.B. Lesemotivation), ihres Unterrichts (z.B. Leseunterrichtsstrategien), ihrer Schulen (z.B. Ganz- oder Halbtagsschule) und ihrer Familien (z.B. familiäre vorschulische Leseförderung) betrachtet und Zusammenhänge zur Lesekompetenz analysiert.

Informationen zum Projekt (externer Link, öffnet neues Fenster)

RATTE Regensburger Analysetool für Texte

Laufzeit: keine
Projektbeteiligte: Dr. Johannes Wild

Die Auswahl geeigneter Texte für den Schulunterricht ist nicht trivial. Neben dem angestrebten Leseziel muss die Komplexität sowie die Zeit, die zum Lesen benötigt wird, berücksichtigt werden. Wir haben ein Programm zur Berechnung von Lesbarkeitsindizes von Texten entwickelt, das Lehrer:innen mit einem einfachen Ampelsystem diesbezüglich entlasten soll. Über Anregungen/Verbesserungsvorschläge (öffnet Ihr E-Mail-Programm) freuen wir uns! Hinweis: Ratte setzt korrekte Interpunktion der analysierten Texte voraus.

Einen Artikel zum Schreiben bzw. Optimieren von Sachtexten finden Sie hier (externer Link, öffnet neues Fenster).

Zitationsvorschlag

Wild, J. & Pissarek, M. (o. J.). Ratte. Regensburger Analysetool für Texte. Version 2.0. https://ratte.lesedidaktik.net (externer Link, öffnet neues Fenster) (DATUM).

Ansprechpartner

Dr. Johannes Wild

Prof. Dr. Markus Pissarek

Abgeschlossene Projekte

ADELE (2021)

Adaptives digitales Erfassen von Lesekompetenz

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild; Prof. Dr. Sven Hilbert, Stefan Coors (Educational DataScience)

Entwicklung des adaptiven Testsystems für die LERCHE Lesediagnose. Durch das adaptive System passt sich das Tool an das Lesekompetenzniveau der Kinder an, sodass diese nicht unter- bzw. überfordert werden. Nach dem Test liefert das Tool Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte. 

Das Vorhaben wurde aus Mitteln des Verlags Jungösterreich finanziert.

ALFA (2021-2022)

Adaptiv Lese- und Sprachkompetenzen durch Feedback aufbauen

Projektbeteiligte: Dr. Johannes Wild, Bettina Dums, Lisa Höflich

Schwerpunkt des BMBF-Konzeptphasen-Projekts ALFA (Adaptiv Lese- und Sprachkompetenzen durch Feedback aufbauen) ist die Entwicklung eines adaptiven Feedbacksystems in Kooperation mit ekidz.eu, das auf einer automatisierten Klassifikation von Sprachdaten beim lauten Lesen von Kindern mittels Machine Learning basiert. Die Anwendung bewegt sich im strukturellen Rahmen eines bestehenden Lese- und Sprachförderprogramms (eKidz-App) und wird an die Nationale Bildungsplattform angebunden.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (FKZ: 16INB1003A) gefördert.

ALFA2 (2022-2024)

Adaptive Förderempfehlungen zum Lese- und Spracherwerb in Grund- und Förderschulen sowie Anbindung an die Nationale Bildungsplattform

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild, Christina Ringlstetter

Die Richtlinie „Initiative Nationale Bildungsplattform“ vom 14.04.2021 hat das Ziel, eine Nationale Bildungsplattform (NBP) als verbindendes Element und Metaplattform zu gestalten. Damit soll Lernenden und Lehrenden ermöglicht werden, sich medienbruchlos durch existierende und neue Bildungsangebote und Bildungsformen zu bewegen und diese in digital unterstützten Lernräumen zu nutzen. Die Lernenden sollen ihre eigenen Daten souverän und selbstbestimmt verwalten und bei Bedarf zur Verfügung stellen können.

Diese Daten können genutzt werden, um Leseanfängern zu helfen, ihren Leseprozess zu optimieren. Etwa kann elaboriertes Feedback sie motivieren, die Anstrengungen des Lesenlernens auf sich zu nehmen, und langfristig auch einen leistungssteigernden Effekt haben. Eine fundierte und motivierende Rückmeldung von Stärken und Entwicklungspotenzialen, etwa beim Lesenlernen in der Schule, ist für Lehrkräfte im Unterrichtsalltag jedoch aus verschiedensten Gründen herausfordernd. Eine individuelle Förderung ist in der Regel daher kaum möglich. Das Projekt „Adaptiv Lese- und Sprachkompetenzen durch Feedback aufbauen“ (ALFA2) beabsichtigt deshalb, in das bereits existierende digitale Leseförderprogramm für Grund- und Förderschulen eKidz.eu ein automatisiertes Feedback zur differenzierten Lese- und Sprachförderung von Kindern zu integrieren und zu erforschen. 

In der zweiten Förderrunde werden die bestehenden Strukturen der Applikation erweitert, um eine individuelle Rückmeldung der Vorleseleistung von Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen. Das passiert auf Basis einer automatisierten Klassifikation von Sprachdaten beim lauten Lesen von Kindern mittels maschinellen Lernens (machine learning). Die Kinder lesen dazu Texte vor, die durch die Aufnahmefunktion des Geräts aufgezeichnet und anschließend durch die Applikation analysiert werden. Daraufhin bewertet ein Algorithmus die Lesekompetenz (fluency) der Kinder und leitet Förderempfehlungen ab. Somit wird allen Kindern ein detailliertes, lernwirksames Feedback angeboten – unter Berücksichtigung individueller Stärken und Schwächen. Die Kinder erhalten dabei außerdem konkrete Empfehlungen, wie sie sich verbessern können.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (FKZ: 16INB2003A) gefördert.

ELiS (2016-2019)

Evidenzbasierte Leseförderung in Schulen

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild, Manuel Glondys

ELiS (Evidenzbasierte Leseförderung in Schulen) war ein europäisches Kooperationsprojekt, an dem sich sechs Bildungsinstitutionen aus Österreich, Italien, Rumänien und Deutschland beteiligen. Neben der Kirchlichen Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau, die als antragstellende Organisation das Projekt leitet, beteiligen sich folgende weitere Institutionen: Pädagogische Hochschule Steiermark, Bildungsdirektion Steiermark, Pädagogische Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion in der Autonomen Provinz Bozen, Lucian Blaga Universität und Universität Regensburg. Ziel von ELiS war es, die Lesekompetenz von Kindern in der Grundschule nachhaltig zu verbessern und dadurch einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit in Europa zu leisten.

Vor diesem Hintergrund wurden zwei innovative Maßnahmen in der Leseförderung erprobt: Zum einen sollte der systematische Leselehrgang "Lesen. Das Training" von Andrea Bertschi-Kaufmann in der Praxis implementiert werden, zum anderen wurde im Projektverlauf ein fachintegrierendes Lesetraining namens "Filius" bzw. “Filia” erstellt, in dem neben dem allgemeinen sinnerfassenden Lesen vor allem das fachspezifische Lesen fokussiert wird. Dabei sollte im Zuge der Anwendung der beiden unterschiedlichen Lesetrainings auch deren Wirksamkeit im Vergleich zu herkömmlichen Leseförderungsmaßnahmen untersucht und außerdem ein fachintegrierendes Lehrertraining erstellt werden. Insgesamt nehmen 86 Lehrpersonen und rund 1600 deutschsprachige Grundschülerinnen und Grundschüler der zweiten und dritten Schulstufe aus Rumänien, Südtirol und der Steiermark an ELiS teil.

Das innovative Potenzial des Projekts liegt in der Erprobung und Evaluierung neuer Leseförderungsmaßnahmen, die geeignet scheinen, langfristig die Bildungschancen aller beteiligten Kinder zu verbessern.

Das Projekt wurde mit Mitteln der Europäischen Kommission (Erasmus+) gefördert und auf der Erasmus+-Project Result-Plattform (externer Link, öffnet neues Fenster) als "Good Practice"-Beispiel ausgezeichnet: "projects that have been particularly well managed and can be a source of inspiration for others."

Informationen zum Projekt (externer Link, öffnet neues Fenster).

FiLBY-DaZ (2024)

Fachintegrierte Leseförderung - DaZ

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild; Susanne Stanner und Dr. Richard Sigel (federführend)

Fachintegrierte Leseförderung – DaZ ist ein Projekt zur systematischen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache im regulären Fachunterricht. Das Konzepte integriert sprachliche und fachliche Lernprozesse und verbindet diese mit dem regulären FiLBY-Training. Im Zentrum stehen sprachsensible Unterrichtsstrategien, die den Aufbau bildungssprachlicher Kompetenzen unterstützen, etwa durch explizite Wortschatzarbeit und scaffoldingbasierte Verfahren.

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus gefördert. Zu den Materialien auf #lesen (externer Link, öffnet neues Fenster) (nach unten scrollen).

IGLU 2021 (2019-2023)

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Manuel Glondys, Dr. Johannes Wild

Frau Prof. Dr. Schilcher ist Mitglied des Konsortiums des Projekts IGLU (International: Progress in Reading Literacy Study [PIRLS]), das auf Basis repräsentativer Daten die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Grundschulklasse in Deutschland untersucht. Durch die internationale Ausrichtung des Projekts können die Schulleistungen in Deutschland mit denen in anderen Ländern und Regionen der Welt verglichen werden. IGLU ist ein zentrales Element des Bildungsmonitorings in Deutschland und findet alle fünf Jahre statt. Die Erhebung ermöglicht Aussagen über Trends im Schulsystem. Im Fokus der IGLU Studie steht die Lesekompetenz. Darüber hinaus werden zentrale Merkmale von Schülerinnen und Schülern (z.B. Lesemotivation), ihres Unterrichts (z.B. Leseunterrichtsstrategien), ihrer Schulen (z.B. Ganz- oder Halbtagsschule) und ihrer Familien (z.B. familiäre vorschulische Leseförderung) betrachtet und Zusammenhänge zur Lesekompetenz analysiert.

Informationen zum Projekt (externer Link, öffnet neues Fenster)

LeseKind (2022-2025)

Automatisierte, formative Erfassung und Einstufung der Lesekompetenz von Kindern

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild, Rosa Hufschmidt

Im BMBF-Projekt LeseKind wird ein computergestütztes Lesediagnosetool entwickelt, das automatisiert die Leseleistung eines Kindes erhebt und dabei u.a. individuell die Dekodiergenauigkeit und weitere Aspekte der Leseflüssigkeit bewertet: Während die Kinder altersangemessene Texte laut lesen, werden die Sprachaufnahmen durch Einsatz automatischer Spracherkennung transkribiert und im Hinblick auf unterschiedliche Parameter der Leseleistung mit Hilfe von Bewertungsalgorithmen ausgewertet. Dazu werden akustische computerbasierte und maschinelle Verfahren (weiter-)entwickelt.

Das Projekt ist ein Verbundprojekt mit ekidz.eu, der Hochschule Flensburg und IDMT Fraunhofer.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (FKZ: 01IS22009D) gefördert.

LesenMitApp (2020-2022)

LesenMitApp

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Johannes Wild

Die Stiftung Lesen stellt in diesem Projekt (externer Link, öffnet neues Fenster) regelmäßig die von einer Jury geprüften Apps zur Sprach- und Leseförderung vor. Außerdem erhalten die Nutzerinnen und Nutzer alltagspraktische Tipps, wie sie Lern- und Lese-Apps in Familie, Kita, Kindergarten, Hort und Schule sinnvoll einsetzen können. 

Initiiert und gefördert von der Stiftung Lesen.

RESL (2012-2013)

Regensburger selbstreguliertes Lesetraining

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Prof. Dr. Markus Pissarek, Dr. Friederike Pronold-Günthner, Dr. Christina Knott, Dr. Johannes Wild, Bianca Riedl, Angelika Maurer, Ingeborg Zitzler; Prof. Dr. Heidrun Stöger, Dr. Christine Sontag, Dr. Julia Steinbach, Vera Winkler-Theiß, Dr. Ulrike Lichtinger, Stephanie Dill, Katharina Lottes, Linda Roppelt, Hanna Zeller (Schulpädagogik)

Das Regensburger selbstregulierte Lesetraining  RESL beschäftigt sich mit der gezielten Förderung von leseschwachen Mittelschülerinnen und -schülern. Mit Hilfe dieses Trainings werden die Lesekompetenz und Selbstregulation durch die Vermittlung basaler Lesestrategien und Selbstregulationsstrategien verbessert. RESL ist ein Forschungsprojekt, das in der Kooperation der Lehrstühle für Deutschdidaktik und Schulpädagogik entwickelt wurde. Inzwischen wurden drei Studien (Oberpfalz, Tirol und Lkr. Rosenheim) durchgeführt, die zeigen, dass das Training gerade für schwache Leserinnen und Leser gute Effekte zeitigt.

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