Lehrprojekt Digital Diagnostizieren als Core Practice professionellen Handelns
Laufzeit: 2025-2026
Projektbeteiligte: Dr. Christina Knott, Mara Rader
Im Lehrprojekt Digital Diagnostizieren als Core Practice entwickeln die Deutschdidaktik (Christina Knott) und die Educational Data Science (Mara Rader) der Universität Regensburg gemeinsam digitale Lernmodule zur Förderung diagnostischer Handlungskompetenzen angehender Lehrkräfte. Das Projekt verbindet theoretische Grundlagen mit der praktischen Analyse authentischer Unterrichts- und Schülerdaten (z. B. Videos, Texte, Tests) und stärkt damit die Fähigkeit zu evidenzbasiertem und reflektiertem Handeln im Unterricht. Der Fokus liegt auf der konkreten Handlungspraxis des Diagnostizierens im digitalisierten Lehrkontext. Durch die enge Kooperation zwischen Fachdidaktik und Data Science wird ein innovativer, interdisziplinärer Zugang zur Professionalisierung im Lehramtsstudium geschaffen. Zum Zwecke der Nachhaltigkeit entsteht ein modularer Online-Selbstlernkurs, der dauerhaft in der Lehre eingesetzt und von wechselnden Lehrpersonen genutzt werden kann.
Gefördert durch: DigiLabUR-Lehrprojektförderung 2025/26, Universität Regensburg
Abgeschlossene Projekte
DigitalerCampus (2016-2021)
Projektbeteiligte: Dr. Christina Knott, Dr. Johannes Wild; Projektleitung: Dr. Michael Haider (Grundschulpädagogik)
Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „IT-Grundkompetenzen für Studierende des Lehramts an Grundschulen" beabsichtigt die Stärkung von Kompetenzen der Digitalen Bildung. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.
Informationen zum Projekt (externer Link, öffnet neues Fenster). Gefördert mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
DiRect (2019-2023)
Digital Rechtschreiben trainieren
Projektbeteiligte: Dr. Friederike Pronold-Günthner
Der Einsatz digitaler Medien an Schulen wird zunehmend als wichtig erachtet (Drossel et al. 2019; Gerick et al. 2019) und spätestens seit der Pandemie-Zeit kann ein (erzwungener) Digitalisierungsschub beobachtet werden. Gleichzeitig wurde offensichtlich, dass nach wie vor ein Mangel an qualitativ hochwertigen und evaluierten digitalen Lernangeboten herrscht. Zudem geben noch viele Lehrkräfte die eigene mangelnde Digitalkompetenz als große Hürde für den Einsatz digitaler Materialien im Unterricht an (Initiative D21 2016; Bertelsmann Stiftung 2017) bzw. bemängeln die Qualität bestehender Materialien (VBE 2016).
Der Einsatz digitaler Angebote im Unterricht sollte darauf abzielen, Unterrichtsqualität zu erhöhen und den fachspezifischen Kompetenzerwerb der Lernenden zu unterstützen (Eickelmann/Gerick 2020). Bislang untersuchen jedoch nur wenige Forschungsarbeiten digitale Lernangebote unter dem Blickwinkel von Unterrichtsqualitätsdimensionen (Klieme 2020; Voss/Wittwer 2020).
Beim Forschungsprojekt DiRect handelt es sich um eine Interventionsstudie im Bereich Rechtschreiben mit zwei unterschiedlichen Trainingsbedingungen und einer Kontrollgruppe mit Prä-, Post- und Follow-up-Design. Die Stichprobe umfasst insgesamt ca. 800 Schüler*innen der 5. Jahrgangsstufe an bayerischen Gymnasien. Ziel der Studie ist es, Interaktionseffekte zwischen Trainingsbedingungen und Leistungsfortschritt zu ermitteln und über die Anpassung der Trainingsbedingungen langfristig einen Beitrag zu einem optimalen, digital gestützten Rechtschreibunterricht zu leisten.
Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht ein eigenes entwickeltes, sprachsystematisch angelegtes Rechtschreibtraining für Fünftklässler, das im Präsenzunterricht erprobt und überarbeitet wurde. Dieses Training wurde in zwei digitale Varianten (Blended Learning und Onlinekurs) transformiert.
Mithilfe eines Mixed-Method-Designs wird die Effektivität der drei Lernarrangements (Präsenzunterricht, Blended Learning und Onlinekurs) miteinander verglichen. Quantitativ werden dabei die Effekte auf die Rechtschreibleistung der Lernenden ermittelt.
Darüber hinaus wird mit Hilfe von Schülerinterviews und Fragebögen zur Bewertung von Unterrichtsqualität durch Lernende der Frage nachgegangen, welche Elemente der einzelnen digitalen Trainingssettings lernförderlich sind, welche dagegen nicht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden im Sinne des Design Based Research-Ansatzes zur Weiterentwicklung der digitalen Lernangebote genutzt, können aber auch wichtige Ansatzpunkte für die Implementierung neuer E-Learning-Angebote an Schulen liefern.
Gefördert mit Mitteln der Universität Regensburg.
EVA-Prim (2015-2018)
Sprachförderung in alltäglichen und fachlichen Kontexten im Rahmen der Bund-Länder-Initiative BiSS
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Anita Schilcher, Dr. Magdalena Schulte; Prof. Dr. Astrid Rank u.a.
Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS (externer Link, öffnet neues Fenster)) ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder zur Verbesserung der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung.
Das Evaluationsvorhaben untersucht die alltagsintegrierte Sprachförderung des BISS-Moduls P1 (Sprachförderung in alltäglichen und fachlichen Kontexten). Der Fokus liegt auf der Sprachförderung im Mathematikunterricht der Klassen 3 und 4. Daneben werden auch die sprachsensible Gestaltung außerunterrichtlicher Angebote (z.B. Hortangebote) und anderer Fächer (z.B. Deutsch, HSU) sowie niedrigerer Jahrgangsstufen Gegenstand der Evaluation sein. Erhoben werden die Umsetzung (alle Konzepte), unmittelbare Auswirkungen auf die pädagogischen Fachkräfte und mittelbare Auswirkungen auf die Kinder (v.a. der Klassen 3/4). Die Evaluation erfolgt in insgesamt drei Modulen sowohl formativ als auch summativ.
Das Ziel der Studie ist es, die Arbeit in den BiSS-Verbünden des Moduls P1 zu analysieren. Da die Ergebnisse an die Verbünde zurückgemeldet werden, kann eine Veränderung der Praxis erfolgen und es können Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden.
Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (FKZ: 01JI1503A) gefördert.
Lehrprojekt Educational Escape Rooms als Lernumgebung zur sprachreflexiven Förderung (2022)
Projektbeteiligte: Christina Knott, Mara Rader, Annika Keindl
Im Projekt Educational Escape Rooms als Lernumgebung zur sprachreflexiven Förderung entwickeln Lehramtsstudierende in Kooperation mit Lehrkräften digitale Escape Rooms, die Lernende dazu anregen, über Sprache und Sprachgebrauch zu reflektieren. Escape Rooms verbinden spielerische Elemente mit fachdidaktischen und digitalen Kompetenzen und fördert damit Motivation, Problemlösefähigkeit und Sprachbewusstheit der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen eines Flipped-Classroom-Seminars gestalten die Studierenden eigene digitale Lernräume im H5P-Format, die anschließend im Unterricht erprobt und gemeinsam mit Lehrkräften ausgewertet werden. Zur nachhaltigen Nutzung der Ergebnisse entstehen dauerhaft einsetzbare Lehrmodule für die universitäre Lehre und Lehrkräftefortbildung.
Gefördert durch: Concoursverfahren: Entwicklung von Elementen einer Basisqualifikation 2022, Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung
Lehrprojekt Mediale Darstellungsstrategien analysieren, reflektieren und für den Unterricht aufbereiten (2021)
Projektbeteiligte: Christina Knott, Mara Rader
Im Seminar Mediale Darstellungsstrategien analysieren, reflektieren und für den Unterricht aufbereiten lernen Lehramtsstudierende, wie manipulative Medieninhalte erkannt, reflektiert und didaktisch aufbereitet werden können. Aufbauend auf einem Flipped-Classroom-Konzept setzen sie sich mit medialen und sprachlichen Darstellungsstrategien auseinander – von Fake News und Verschwörungstheorien über Propaganda bis hin zu Genderdarstellungen in Werbung, Social Media und Musikvideos. In Lehrkraft-Studierenden-Tandems entstehen digitale Unterrichtsmaterialien (z. B. WebQuests, H5P-Videos, interaktive Aufgaben), die in Schulklassen erprobt und reflektiert werden. Begleitend wird eine Lehrerfortbildung im AG-Format angeboten, die Theorie, Unterrichtspraxis und Fortbildung vernetzt. Das Seminar fördert damit Medien-, Sprach- und Reflexionskompetenz angehender Lehrkräfte und schafft nachhaltige digitale Lehr-Lern-Arrangements für den Deutschunterricht.
Gefördert durch: Concoursverfahren 2: Lehrer*innenbildung in einer digitalisierten Welt 2021, Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung
ReSt (2022-2025)
Projektbeschreibung
Regensburger Stimmtraining
Projektbeteiligte: siehe unten
Projekt ReSt - Regensburger Stimmtraining: Ein Präventionsprojekt zur Achtsamkeit und Stimme für Personal an bayerischen staatlichen Schulen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Webanwendung zur Stimmhygiene und Prävention von Stimmstörungen bei bayerischen Lehrkräften und deren Evaluation. Die Webanwendung soll im Anschluss an die Projektlaufzeit allen bayerischen Lehrkräften kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Hierzu werden für die nächsten drei Jahre mit dem Arbeitsmedizinischen Institut für Schulen in Bayern (AMIS) in einem interdisziplinären Forschungsprojekt an der Universität Regensburg folgende Fächer und Institutionen zusammenarbeiten:
- Methoden der empirischen Bildungsforschung (Prof. Dr. Sven Hilbert),
- Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung (PD Dr. Wieland Kranich, Dr. Christian Gegner),
- Medizinische Psychologie, Psychologische Diagnostik und Methodenlehre (Prof. Dr. Brigitte M. Kudielka, Prof. Dr. Stefan Wüst),
- Communication and Voice Center for Teachers (Prof. Dr. Anita Schilcher)