Populäre Reiseratgeber wie DuMont, Marco Polo oder Lonely Planet und sind auch in Zeiten schnellen Internets noch häufig die erste Anlaufstelle bei der Planung einer Reise. Sie schüren die Vorfreude, erklären das vermeintlich ,,Andere" und bieten Anleitungen zu den Vor- und Nachbereitungen. So wird auch das Bild der Fremde neben den eigenen Reiseeindrücken oft durch die Reiseliteratur selbst geprägt. Zu dieser gehört die Gattung der Reisberichte, die bereits vor dem digitalen Zeitalter und dem Aufkommen des modernen Massentourismus für eine breitere Öffentlichkeit ein Fenster in die Fremde boten.
Dr. Sebastian Gietl widmet sich im Bereich der kulturwissenschaftlichen Tourismusforschung mittels historisch-archivalischer und texthermeneutischer Zugänge vertieft den Gattungen ,,Reiseführer" und ,,Reisebericht". Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf der Weltmetropole Istanbul.
Dr. Sabrina Beiderbeck untersucht in ihrer Publikation ,,Gedruckte Strandwelten" der Regensburger Schriftenreihe aus dem Jahr 2019 Mallorquinische Strände als Sehnsuchtsträger kultureller Wertigkeiten in deutschen Reisekatalogen.