Veranstaltung: SLOVAKICUM - Lesung mit Michal Tallo: “Alles in Ordnung. Liebe überall”
Zeit: 16:30 - 18:30 Uhr
- Veranstaltungsart:
- Lesung
- Veranstaltungssprache:
- Deutsch
Michal Tallo
Michal Tallo studierte Dramaturgie und Drehbuchschreiben an der Fakultät für Film und Fernsehen der Hochschule für darstellende Kunst in Bratislava. Er veröffentlichte Beiträge in Zeitschriften und debütierte als Buchautor mit dem Gedichtband „Antimita“ (Drewo a srd, 2016). Im Jahr 2018 erschien sein Gedichtband „Delta“ (Verlag Vlna), und seine Gedichte wurden in der Anthologie junger slowakischer Poesie in griechischer Übersetzung veröffentlicht. Sein dritter Gedichtband erschien unter dem Titel „Kniha tmy“ (Literárna bašta, 2022), und zwei Jahre später folgte sein Prosa-Debüt "Všetko je v poriadku, všade je láska“ (Literárna bašta, 2024). Michal Tallo erhielt im Jahr 2025 den Preis der Tatra-Bank-Stiftung in der Kategorie „Junger Künstler“ für seinen Erzählband „Alles ist in Ordnung, Liebe überall“. Er ist Herausgeber der Anthologie Junge Lyrik aus der Slowakei. Mladá poézia zo Slovenska (danube books Verlag, 2025).
Prosaband "Alles in Ordnung, Liebe überall"
„Alles in Ordnung, Liebe überall“ klingt wie ein beruhigender Satz, kippt aber in Michal Tallos Geschichten sehr schnell: Eine Dokumentaristin reist in eine sterbende Siedlung, in der Nacht wachsen seltsame Konstruktionen in der Stadt, eine Konditorei am Stadtrand, in der Männer regelmäßig in Tränen ausbrechen, ein Gassi Gang mit dem Hund wird zum Anfang vom Ende. Diese Geschichten spielen an Orten, die zugleich konkret und traumverhangen wirken – Räume, aus denen man nicht entkommen kann, weil man sie in sich trägt.
Tallo schreibt mit der Genauigkeit eines Lyrikers, körpernah und melancholisch. Seine Kurzgeschichten erzählen von Erschöpfung und Überforderung im heutigen Leben und von dem, was bleibt, wenn Sprache und Welt an ihre Grenzen kommen. „Alles in Ordnung, Liebe überall“ ist ein Prosaband der zeigt, warum Michal Tallo zu den markantesten Stimmen der slowakischen Gegenwartsliteratur zählt.