Universitätsprofessor Dr. med. habil Tobias Renkawitz zählt seit vielen Jahren zu den führenden Innovatoren im Bereich der modernen Endoprothetik bei Hüft- und Kniearthrose. Er entwickelt patientenindividuelle, minimalinvasive Operationsmethoden, die internationale Standards gesetzt haben und eine sofortige Schmerzfreiheit sowie eine schnelle Rückkehr in den Alltag ermöglichen. Durch den Einsatz computerassistierter Operationsverfahren gelingt es ihm, Kunstgelenke präzise und individuell auf die Anatomie seiner Patienten abgestimmt einzusetzen. Der Ärztliche Direktor und Ordinarius der Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach besitzt eine jahrzehntelange Expertise im Bereich orthopädischer Präzisionsmedizin. Die konsequente Weiterentwicklung dieser Technologie, die robotisch assistierte Knieendoprothetik der neuesten Generation, hat der Hochleistungsmediziner deutschlandweit als erster an einem universitären Zentrum durchgeführt. Zu diesem Thema und zur besonderen Bedeutung der Expertise in der Wechselendoprothetik führte die Redaktion des Leading Medicine Guide ein Gespräch mit Professor Dr. Tobias Renkawitz.
Leading Medicine Guide
In der modernen Medizin revolutionieren Hightech-Operationsverfahren die Endoprothetik und Wechselendoprothetik und bieten Patienten entscheidende Vorteile in Bezug auf Präzision, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Diese innovativen Technologien, einschließlich computergestützter Chirurgie und Robotik-Systeme, ermöglichen es Chirurgen, Gelenkprothesen mit einer bislang unerreichten Genauigkeit einzusetzen.
„In der Endoprothetik, insbesondere bei Knie- und Hüftgelenken – einem der häufigsten Eingriffe in deutschen Krankenhäusern – hat sich in der letzten Dekade ein Dogmenwechsel vollzogen. Moderne Operationsverfahren basieren heute auf drei zentralen Prinzipien: minimalinvasive Zugänge, Fast-Track-Konzepte und computerassistierte Orthopädie. Bei unseren muskelschonenden Zugängen werden keine Muskeln mehr durchtrennt. Dadurch ist der Blutverlust äußerst gering, die Patienten kommen deutlich früher schmerzfrei auf die Beine als noch vor 10 oder 15 Jahren. Auch die postoperative Belastbarkeit der Implantate hat sich verändert. Früher mussten Betroffene sechs bis acht Wochen teilbelasten und durften bei einwachsenden, sogenannten zementfreien Hüftprothese nicht voll auftreten. Heute können Patienten dank der modernen Operationstechnik bereits wenige Stunden nach der Operation voll belasten. Möglich wird das durch ein sogenanntes Fast-Track-Verfahren – in Bad Abbach auch ,die schnelle Hüfte´ oder ,das schnelle Knie´ genannt. Dieses Konzept ist interdisziplinär aufgebaut und beginnt schon vor der Operation. Mit unseren wissenschaftlich entwickelten Prähabilitationsprogrammen werden die Patienten gezielt auf den Eingriff vorbereitet. Sie trainieren nach einem speziellen Konzept, bevor es in die Operation geht. Dort kommen der richtige, minimalinvasive Zugangsweg, eine differenzierte Schmerztherapie schon während der OP und moderne Technologie zum Einsatz, die die Implantate so platzieren, dass unmittelbar nach der Operation größtmögliche Beweglichkeit und Schmerzfreiheit erreicht werden kann. Digitale bzw. computerassistierte Verfahren unterstützen diese Präzision. Ebenso entscheidend ist die Anästhesie: spezielle Formen der Spinalanästhesie und Medikamente, die den Blutverlust minimieren, tragen wesentlich zum Erfolg bei. Dazu kommen ein hervorragend geschultes OP-Team und die passenden Medizinprodukte. Auf Station übernehmen Physiotherapeuten, die die Patienten bereits wenige Stunden nach dem Eingriff sicher mobilisieren. All das zeigt: Es handelt sich um ein Gesamtkonzept aus vielen aufeinander abgestimmten Komponenten. Nur so gelingt es, dass Patienten morgens operiert werden und am Nachmittag bereits mit Unterstützung aufstehen und dann schmerzfrei erste Schritte machen können. Trotz dieser beeindruckenden Fortschritte bleibt es jedoch ein anspruchsvoller Eingriff, insbesondere beim Knie- und Hüftgelenksersatz. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass dabei Patienten von der Routine und den Qualitätsprozessen in Zentren profitieren“, erklärt Professor Renkawitz am Anfang unseres Gesprächs.
In vielen Krankenhäusern ist eine so dichte, intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie für diese modernen Verfahren notwendig ist, gar nicht ohne weiteres möglich. In Deutschland gibt es zwar das System der zertifizierten Endoprothetikzentren, bei denen genau solche interdisziplinären Abläufe zu den Qualitätskriterien gehören, aber ein solches Konzept im Klinikalltag zu etablieren, ist aufwendig und arbeitsintensiv.
„Wir setzen es trotz des beträchtlichen Aufwands dennoch um – und zwar aus Überzeugung, weil der Nutzen für die Patienten immer im Vordergrund stehen sollte. Es geht nicht um die pure Begeisterung für Technik oder den Computer im OP, das ist zweitrangig. Entscheidend ist der tatsächliche Mehrwert für die Menschen, die wir behandeln. Ein weiteres Beispiel dafür sind die besonderen Belange von lebenserfahrenen Patienten. Gerade ältere Patienten brauchen beim Kunstgelenkersatz besondere Aufmerksamkeit. Oftmals gibt es besondere Vorerkrankungen, ältere Patienten benötigen nach einem Eingriff andere Medikamente, aber auch die postoperative Pflege und Bewegungstherapie muss individuell ablaufen. Hier haben wir, ermöglicht durch eine Förderung des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA), am Universitätsstandort in Bad Abbach mit Partnern ein Konzept etabliert, die ,Spezielle Orthopädische Geriatrie´, das mittlerweile in unserer klinischen Routine angekommen ist. Unsere älteren Patienten werden bei uns dabei während ihres stationären Aufenthalts konsequent in einem multiprofessionellen Team behandelt. Wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass sich Komplikationen nach dem Einsetzen eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes mit diesem Konzept um bis zu 70 % verringern lassen. Das ist Patientensicherheit im allerbesten Sinne“, betont Professor Renkawitz.
Ein zentraler Bestandteil des modernen Behandlungskonzepts ist die Prähabilitation. Viele Risiken lassen sich bereits vor dem Eingriff beeinflussen, um das individuelle Risikoprofil und damit die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen deutlich zu senken.
Hierzu schildert Professor Renkawitz: „Das ist ein wichtiger Ansatz, den wir im klinischen Alltag beachten. Wir wissen beispielsweise, dass starkes Übergewicht das Risiko für Infektionen, Thrombosen und andere Komplikationen erhöht. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit den Patienten sowie den niedergelassenen Kollegen, vor allem den Hausärzten, individuelle Konzepte, um im Rahmen der Möglichkeiten eine Gewichtsreduktion zu erreichen und das Risiko zu verringern. Häufig geht Übergewicht auch mit erhöhten Blutzuckerwerten einher, und auch hier ist klar belegt, dass zu hohe Werte vor dem Eingriff das Infektionsrisiko steigern. Deshalb arbeiten wir eng mit den Hausärzten zusammen, die sehr sorgfältig auf eine gute Einstellung achten – und entscheidend ist natürlich die Bereitschaft des Patienten, durch Ernährung, Medikamente und andere Maßnahmen die Werte auf ein sicheres Niveau zu bringen. Ein weiterer Baustein der Prähabilitation ist die Verbesserung von Koordination und Muskulatur. Dieses gezielte Übungsprogramm dient der Kräftigung und Stabilisierung, denn je besser die muskuläre Ausgangssituation ist, desto schneller erholt sich der Patient nach der Operation. Dabei geht es nicht um Standardübungen, sondern um sorgfältig ausgewählte Bewegungsabläufe, die schmerzarm, gut durchführbar und dennoch effektiv sind. Ergänzend geben wir Hinweise zu einer passenden Ernährung und sprechen auch Risikofaktoren wie das Rauchen an. Gerade Nikotin erhöht das Komplikationsrisiko erheblich, weshalb wir empfehlen, den Konsum zu reduzieren oder auf Nikotinpflaster umzusteigen. Es handelt sich also um einen ganzen Blumenstrauß an Maßnahmen, deren Kern das gezielte Übungsprogramm bildet. All diese Schritte zusammen tragen wesentlich dazu bei, das Risiko vor dem Eingriff zu senken und die Erholung danach zu beschleunigen“.
Robotik
Die computergestützte Chirurgie spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Haltbarkeit von Endoprothesen, indem sie die Präzision und Genauigkeit bei der Platzierung von Gelenkprothesen optimiert. Die minimalinvasive OP-Methode, das Fast-Track-Konzept und die computerassistierte Orthopädie gehören heute zu den modernsten Verfahren in der Endoprothetik.
„Wenn man von computerassistierter Orthopädie spricht, meint man damit einen übergeordneten Begriff, unter dem Navigation, Robotik und weitere technische Verfahren zusammengefasst sind. Dazu zählen auch Hybridlösungen mit Fluoroskopie, also digitale Röntgensysteme, die im OP als Bildverstärker genutzt werden. Robotik ist innerhalb dieses Spektrums die modernste und innovativste Technologie. Ich setze sie bei allen Knieprothesen ein, nachdem ich zuvor rund 15 Jahre lang nahezu ausschließlich mit Navigationstechnologie operiert habe. Robotik ist letztlich die logische Weiterentwicklung dieser Navigationsverfahren. Die häufigste Frage der Patienten lautet dabei: ,Operiert mich der Roboter?´ Die Antwort ist eindeutig: nein. Der Operateur führt die Operation weiterhin selbst durch. Der Roboterarm dient lediglich als Haltearm für orthopädische Hochpräzisionsinstrument die robotisch geführt und in Echtzeit kontrolliert werden – die Kontrolle bleibt beim Operateur. Beschädigte Knorpelanteile und dünne Knochenschichten müssen äußerst exakt abgetragen werden, damit Implantate gut sitzen und sicher einwachsen können. Diese Präzision lässt sich mit bloßem Augenmaß, das belegen wissenschaftliche Arbeiten, nicht immer erreichen – selbst nicht mit jahrzehntelanger Erfahrung. Für Genauigkeit im Millimeter- und Gradbereich kann technologische Unterstützung deshalb wertvoll sein“, erläutert Professor Renkawitz und führt weiter aus: „Hinzu kommt, dass jedes Kniegelenk anders ist. Die Bänder müssen optimal balanciert werden, damit das Gelenk später stabil und schmerzfrei funktioniert. Mit robotischer Chirurgie lässt sich die individuelle Anatomie zu Beginn der Operation vermessen. Auf dieser Grundlage kann man die Prothesenkomponenten so platzieren, dass sie im Zusammenspiel mit der Bandführung für den jeweiligen Patienten gut passen. Ob Robotik auch zu einer schnelleren Genesung führt, wird wissenschaftlich noch untersucht. Es gibt derzeit unterschiedliche Ergebnisse, und mein Eindruck ist, dass Patienten nach einer robotisch-assistierten Knieprothese tatsächlich schneller mobil werden".
Robotik
Robotik in der Endoprothetik ist kein autonomes System, das selbstständig operiert, sondern ein hochpräzises Werkzeug, das nur in den Händen eines erfahrenen Operateurs seinen vollen Nutzen entfaltet.
„Die Technologie unterstützt dabei millimetergenaue Schnitte und exakte Implantatpositionen zu erreichen, ersetzt aber niemals die chirurgische Expertise. Entscheidend sind daher eine fundierte Ausbildung und langjährige Erfahrung im Umgang mit computerassistierten Verfahren. Zentren, die seit vielen Jahren mit Navigation und Robotik arbeiten, verfügen über die notwendige Routine, um diese Technik sicher und zuverlässig einzusetzen. Dort gehört die computerassistierte Orthopädie zur gelebten Praxis. Nur in sehr seltenen Spezialfällen sollte auf Robotik verzichtet werden, etwa bei komplexen Fehlstellungen außerhalb des Kniegelenks, die nach Unfällen entstanden sind und eine zusätzliche Korrekturoperation erfordern. Solche Ausnahmen erkennt ein erfahrener Chirurg anhand der Bildgebung und wählt dann ein anderes Vorgehen“, so Professor Renkawitz und ergänzt: „Wissenschaftlich wird auch untersucht, ob computerassistierte Orthopädie die Haltbarkeit von Kunstgelenken verbessert. In unserem eigenen Patientenkollektiv zeigte sich nach zehn Jahren, dass Kniegelenke, die mithilfe von Navigationstechnologie implantiert wurden, eine längere Standzeit aufwiesen als Prothesen, die konventionell eingesetzt wurden. Die Haltbarkeit war höher, die Prothesen mussten seltener gewechselt werden. Wissenschaftlich existieren unterschiedliche Auswertungen, und nicht alle Kliniken berichten von identischen Ergebnissen. Entscheidend ist die Routine im Umgang mit der Technologie – dort, wo sie über viele Jahre hinweg konsequent eingesetzt wird, zeigt sich ihr Vorteil besonders deutlich“.
Endoprothetik
Ein Kniegelenkersatz muss nicht immer das komplette Gelenk betreffen – auch ein Teilgelenkersatz, die sogenannte Schlittenprothese, ist ein sehr erfolgreiches Verfahren. Voraussetzung ist jedoch viel Erfahrung, um genau beurteilen zu können, für welche Patienten diese Option geeignet ist.
Hierzu verdeutlicht Professor Renkawitz: „Der Teilgelenkersatz ist ein erfolgreiches Verfahren, wenn nur ein Teil des Kniegelenks von Arthrose betroffen ist und Bandstrukturen im und um das Knie noch eine gute Stabilität besitzen. Wir verfolgen grundsätzlich den Ansatz, nur den Teil des Gelenks zu ersetzen, der auch beschädigt ist. insofern kommt der sogenannte Schlitten bei uns regelmäßig zur Anwendung. Der robotisch assistierte Teilgelenkersatz ist ein bedeutender Fortschritt und ein sehr erfolgreiches Verfahren, das jedoch nicht für alle Patienten geeignet ist. Gleichzeitig bleibt wichtig zu betonen, dass Kunstgelenke trotz aller Innovationen nur eine begrenzte Belastbarkeit haben. Die neusten Entwicklungen in der computerassistierten Orthopädie zeigen eindrucksvoll das Potenzial moderner Verfahren, ersetzen aber nicht die medizinische Empfehlung, Kunstgelenke nicht über ihre Belastungsgrenzen hinaus zu beanspruchen“.
Die Wechselendoprothetik, die einen Austausch oder eine Revision einer bereits implantierten Gelenkprothese beinhaltet, stellt besondere Anforderungen an Chirurgen und das Verfahren selbst. Diese besonderen Anforderungen resultieren aus der komplexen Anatomie, der möglichen Vernarbung und dem Zustand des umgebenden Gewebes sowie der Art und Weise, wie die ursprüngliche Prothese im Körper integriert ist.
Die Besonderheit der Wechseloperation erklärt Professor Renkawitz: „Wechseloperationen gehören zu den aufwendigen Eingriffen in der Orthopädie. Wenn Kunstgelenke in die Jahre kommen, können sie zwar gewechselt werden, doch dieser Eingriff erfordert ein hohes Maß an Erfahrung, chirurgischer Expertise und die Fähigkeit, auf intraoperative Herausforderungen vorbereitet zu sein. Wechseloperationen sind grundsätzlich risikoreicher als der Ersteingriff, weshalb ein trainiertes interdisziplinäres Team und ein Umfeld für hohe Patientensicherheit im Mittelpunkt steht. Besonders herausfordernd sind dabei oftmals Knochendefekte. Während früher Defekte oft mit Knochenzement oder anderen nicht-biologischen Stoffen aufgefüllt wurden – Materialien, die keinen neuen Knochen bilden und den vorhandenen Knochen langfristig möglicherweise weiter schwächen können –, stehen heute moderne Biomaterialien zur Verfügung. Dazu gehört etwa Bioglas, das unter bestimmten Bedingungen die Bildung neuen Knochens anregen kann und sich in der Wechselendoprothetik als sehr erfolgreich erwiesen hat. Bei ausgeprägten Knochendefekten reichen Standardimplantate oft nicht aus, weil sie keinen ausreichenden Halt finden. Moderne Bildgebung wie die CT ermöglicht eine präzise Analyse der Defekte, auf deren Grundlage patientenindividuelle Implantate gefertigt werden können – beispielsweise maßgeschneiderte Beckenteile aus Titan, die im 3D-Druck entstehen und exakt zur Anatomie des jeweiligen Patienten passen. Diese Implantate existieren jeweils nur ein einziges Mal und werden intraoperativ passgenau eingesetzt. Die Planung dafür erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Ingenieurteams und umfasst mehrere virtuelle Planungsschritte, bis die optimale Lösung gefunden ist. Solche spezialisierten Verfahren sind anspruchsvoll, man benötigt dafür deshalb Erfahrung, technische Ausstattung und interdisziplinäre Expertise“.
EPZ
Aktuelle Forschungsrichtungen und Entwicklungen in der Endoprothetik konzentrieren sich auf verschiedene Ansätze zur Optimierung der Ergebnisse von Hightech-Operationsverfahren. Ein wichtiger Trend ist die fortschreitende Integration von Robotik und computergestützter Chirurgie, die das Potenzial haben, die Präzision und Sicherheit bei der Platzierung von Gelenkprothesen weiter zu erhöhen.
„Auch in der Wechselendoprothetik wird intensiv an neuen Lösungen gearbeitet. Zukünftig wird sie möglicherweise auch in der Wechselsituation eine Rolle spielen. Verfahren wie intraoperative Robotik und Navigation befinden sich in einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Parallel dazu schreitet die Materialforschung voran. Biomaterialien werden immer leistungsfähiger, und ihre Individualisierung nimmt weiter zu. Gerade in diesem Bereich sehe ich große Perspektiven, ebenso wie bei den Implantatsystemen selbst, die sich kontinuierlich weiterentwickeln. Innovation findet auf allen Ebenen statt – technologisch, biologisch und chirurgisch. Am Ende müssen aber alle Weiterentwicklungen nur einer Sache dienen – dem Nutzen für unsere Patienten“, hält Professor Renkawitz fest, und damit beenden wir unser Gespräch.
Interview: Alexandra Pfitzmann (externer Link, öffnet neues Fenster)
Quelle: Leading Medicine Guide (externer Link, öffnet neues Fenster) English Version (externer Link, öffnet neues Fenster)
EPZ
Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Höchste Expertise im Gelenkersatz
Die Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach ist seit 2012 als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert – eine Auszeichnung, die nur Einrichtungen mit höchster Spezialisierung, umfassender Erfahrung und exzellenten Qualitätsstandards erhalten. Unabhängige Auditoren prüfen dabei intensiv die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Weiterbildungskultur sowie die operative Routine des gesamten Teams. Für Patienten bedeutet das maximale Sicherheit und optimale Behandlungsergebnisse, gerade bei komplexen Eingriffen. Das Qualitätssiegel bietet zudem eine verlässliche Orientierung bei der Wahl einer spezialisierten Klinik.
Professor Renkawitz
Professor Dr. Tobias Renkawitz zählt zu den weltweit führenden Innovatoren im Bereich der modernen Endoprothetik bei Hüft- und Kniearthrose.
Er entwickelt patientenindividuelle, minimalinvasive Operationsmethoden, die internationalen Standards gesetzt haben und eine sofortige Schmerzfreiheit sowie eine schnelle Rückkehr in den Alltag ermöglichen.
Durch den Einsatz computerassistierter Operationsverfahren gelingt es dem Universitätsmediziner, Kunstgelenke präzise und individuell auf die Anatomie seiner Patienten abgestimmt einzusetzen, was die Gelenkbiomechanik optimiert.
Professor Renkawitz führt komplexe Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen, einschließlich Wechseloperationen bei Implantatlockerung und biologischen Knochenaufbau, durch.
Unter seiner Leitung werden am universitären Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am Asklepios Klinikum Bad Abbach jährlich über tausend Gelenkersatzoperationen durchgeführt.
Professor Renkawitz hat zahlreiche hochrangige Preise für seine Forschung zur Verbesserung der Qualität und Patientensicherheit beim Gelenkersatz erhalten, unter anderem 2014 den „Medizin Oskar“ der Stiftung Oskar- Helene, Berlin
Er setzt zukunftsweisende digitale Technologien, einschließlich der neuesten Robotik, ein, um die Behandlungsergebnisse für Patienten zu optimieren.
Die Universitätsorthopädie in Bad Abbach ist erstklassige Anlaufstelle für Patienten mit Hüft- und Knieproblemen aber auch bei Schulter- Hand und Wirbelsäulenarthrose, Sportverletzungen oder kinderorthopädischen Fragestellungen.
Kontakt aufnehmen
Frau Sabine Greiner
Lehrstuhlsekretariat der Klinik für Orthopädie
Universität Regensburg
Telefon: 09405.182478
Fax: 09405.182479
E-Mail: sabine.greiner@ukr.de