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Aktuelles: Von der Entstehung der Erde zur Verantwortung für die Zukunft

Festvortrag von Prof. Harald Lesch: Tag der Physik und Mathematik der Universität Regensburg

21. Juli 2026, von Karoline Stürmer

  • Mathematik
  • Physik
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  • Veranstaltung

Mit einem ebenso wissenschaftlichen wie gesellschaftlich relevanten Festvortrag begeisterte Prof. Dr. Harald Lesch, Astrophysiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Wissenschaftsjournalist und einer der bekanntesten Wissenschaftsvermittler Deutschlands,

die Absolventinnen und Absolventen sowie zahlreiche Gäste beim Tag der Physik und Mathematik an der Universität Regensburg. Vor einem voll besetzten Hörsaal spannte der Astrophysiker einen Bogen von den Anfängen unseres Planeten bis zu den Herausforderungen des Klimawandels.

Unter dem Titel „Seltene Erde“ erläuterte Lesch, wie außergewöhnlich die Bedingungen sind, welche die Entstehung und Entwicklung von Leben auf der Erde ermöglicht haben. Dabei ging es ihm jedoch nicht in erster Linie um die Geschichte unseres Planeten, sondern um die Gegenwart. Die zentrale Botschaft seines Vortrags: Wer die Verletzlichkeit der Erde verstehen möchte, muss die naturwissenschaftlichen Prozesse verstehen, die sie prägen.

Lesch verdeutlichte, dass dieselben physikalischen Gesetze, welche die Entwicklung von Sternen und Planeten bestimmen, auch das Klimasystem der Erde beschreiben. Der natürliche Treibhauseffekt sei eine grundlegende Voraussetzung für Leben. Problematisch werde es dort, wo menschliche Aktivitäten diesen Effekt verstärken und dadurch den Energiehaushalt des Planeten verändern.

Immer wieder betonte Lesch die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse für gesellschaftliche Entscheidungen. Wissenschaft könne Entwicklungen erklären, Risiken aufzeigen und belastbare Vorhersagen treffen. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen komme es darauf an, kritisch zu denken und wissenschaftliche Fakten ernst zu nehmen.

Diese Botschaft richtete er insbesondere an die Absolventinnen und Absolventen der beiden Fakultäten. Sie hätten im Studium gelernt, komplexe Probleme zu analysieren und begründete Lösungen zu entwickeln. Zum Abschluss seines Vortrags stellte Lesch diese Fähigkeit auch in den Kontext aktueller Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz: Während die künstliche Intelligenz mit Wahrscheinlichkeiten arbeite, zeichne sich menschliches Denken vor allem durch die Fähigkeit aus, neue Möglichkeiten und Perspektiven zu entwickeln.

Der Tag der Physik und Mathematik bildet traditionell den feierlichen Abschluss des Semesters. Neben der Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen werden herausragende Promotions-, Master- und Bachelorarbeiten ausgezeichnet. Ein Festvortrag und ein anschließender Empfang rundeten die Veranstaltung ab.

Mehr Infos:

https://blog.uni-regensburg.de/seltene-erde (externer Link, öffnet neues Fenster)

Mann im Hörsaal
Prof. Dr. Harald Lesch auf dem Tag der Physik und Mathematik der Universität Regensburg I Foto: Julia Drahan

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