Mit der traditionellen Erstsemesterbegrüßung im Audimax hat die Universität Regensburg am Montagabend ihre neuen Studierenden zum Wintersemester 2026/27 willkommen geheißen. Universitätspräsident Prof. Dr. Udo Hebel ermutigte die Erstsemester, die vielfältigen Möglichkeiten der Universität zu nutzen und sich aktiv in die Hochschulgemeinschaft einzubringen. „Sie haben sich für die Universität Regensburg entschieden, das ist natürlich die beste Wahl, die Sie treffen konnten“, begrüßte er die neuen Studierenden.
Anschließend hob Hebel insbesondere die Bedeutung von Vielfalt, Offenheit und demokratischer Mitwirkung hervor. „Die Stärke der Universität liegt in der Vielfalt, im Bunten“, betonte er. Die Universität sei ein offener Ort der Begegnung und des demokratischen Austauschs. Zugleich rief er die Studierenden dazu auf, sich an der akademischen Selbstverwaltung zu beteiligen und bei Hochschulwahlen ihre Stimme abzugeben. Wissenschaft und Demokratie hängen eng zusammen: „Eine freiheitliche Demokratie ist das höchste Gut, das wir haben.“ Auch ermutigte der Präsident die Studierenden, die Angebote jenseits des Fachstudiums zu nutzen – von Orchester und Theater bis zum Hochschulsport – und bei entsprechender Berechtigung BAföG zu beantragen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung standen die drei Themen studentische Beteiligung, Gleichstellung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. In Gesprächsrunden gaben Vertreterinnen und Vertreter der Universität sowie Studierende Einblicke in ihre Arbeit und zeigten, wie sich das Studium über Vorlesungen und Prüfungen hinaus gestalten lässt. Zwischen den Gesprächsrunden gaben kurze informative Videoclips Einblicke in die Universität Regensburg und ihre Einrichtungen.
Ankommen, mitreden, mitgestalten
Patrick Farkas, Moderator und Social-Media-Redakteur der UR, gab Einblicke in seine eigene Studienzeit und ermutigte die Erstsemester, sich Zeit zum Ankommen zu nehmen, Kontakte zu knüpfen und Neues auszuprobieren.
Dann sprach Prof. Dr. Nikolaus Korber, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung, gemeinsam mit den studentischen Sprecher*innen Nelly Krivic und Tim Oberding über die konkreten Möglichkeiten, eigene Anliegen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Denn eine Universität lebt nicht nur von Forschung und Lehre, sondern auch vom Engagement ihrer Studierenden.
Gleichstellung: Faire Chancen für alle
Wie Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit im Hochschulalltag gestärkt werden können, erklärten Prof.in Dr. Miriam Banas, Beauftragte der Universität für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst, Katja von Poschinger, Leiterin der Koordinationsstelle Chancengleichheit, und die Studentin Alison Durst.
Neben gleichen Bildungs- und Karrierechancen und dem Schutz vor Diskriminierung ging es um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie. Als praktisches Beispiel wurden das Male Allies Programm der UR vorgestellt, welches das Engagement von Männern für ein respektvolles Miteinander fördert sowie das Zusatzstudium Genderkompetenz, welches Studierenden aller Geschlechter Kenntnisse zu Geschlecht, Vielfalt und Chancengerechtigkeit vermittelt.
Auch im Studienalltag setzt die Universität auf gleiche Beteiligungsmöglichkeiten und den Abbau von Barrieren. Studierende mit Familienaufgaben profitieren unter anderem von Kinderbetreuung auf dem Campus, flexiblen Betreuungsangeboten und Beratung für Schwangere und studierende Eltern. Familien-, Still- und Wickelräume sowie ein Spielplatz ergänzen das Angebot. Auch bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger gibt es Beratung.
Nachhaltigkeit: Vom Wissen zum Engagement
Welche Rolle Nachhaltigkeit an der Universität spielt und wie Studierende selbst aktiv werden können, erläuterte Prof. Dr. Andreas Roider, Beauftragter der Universitätsleitung für Nachhaltigkeit und Campusentwicklung. Er stellte die Nachhaltigkeitsstrategie und zentrale Handlungsfelder der UR vor.
Valentin Blasius berichtete als Studierender von seinen Erfahrungen im Zusatzstudium „Nachhaltigkeit gestalten“ und Elisabeth Meier, Leiterin des Green Office, zeigte, wie Studierende dort eigene Ideen einbringen, Projekte anstoßen und sich bei Aktionen und Aktionstagen für eine nachhaltigere Universität engagieren können.
Das Studium als Zeit zum Ausprobieren
Zum Abschluss ermutigte Patrick Farkas die Erstsemester, ihren eigenen Weg zu finden und sich nicht unter Druck zu setzen, von Anfang an alle Antworten zu kennen. Fachschaften, Hochschulgruppen, Hochschulsport, studentische Medien und gesellschaftliche Projekte böten viele Möglichkeiten, Interessen zu entdecken und neue Kontakte zu knüpfen. Farkas bezeichnete diese Aktivitäten als „Sidequests“ des Studiums, die für einen Abschluss zwar nicht unbedingt nötig seien, die das Studium aber positiv prägen und neue Perspektiven eröffnen können.
Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Blasorchester „CampusBlosn“. Beim anschließenden Austausch im Foyer des Audimax konnten die neuen Studierenden andere Studierende und Lehrende kennenlernen.
Die Universität Regensburg wünscht allen Erstsemesterstudierenden einen guten Start ins Wintersemester 2026/27, spannende Begegnungen und eine Studienzeit, in der sie fachlich wie persönlich wachsen und das Campusleben aktiv mitgestalten können.
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