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Aktuelles: Von der Forschung in die Praxis: Regensburger MINT-Projekte als Vorbilder auf Bundesebene

CyberMentor und MesH_MINT als Beispiele im neuen MINT+-Aktionsplan genannt

29. Juni 2026, von Kommunikation und Marketing

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Kurz notiert

Die Universität Regensburg sieht ihre langjährige Arbeit im Bereich der MINT-Förderung durch den neuen MINT+-Aktionsplan der Bundesregierung bestätigt. Der neue MINT+-Aktionsplan, der am 9. Juni 2026 beim 14. MINT-Gipfel des Nationalen MINT Forums in Berlin von Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien sowie Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär vorgestellt wurde, formuliert strategische Prioritäten für die MINT-Förderung in Deutschland und hebt mit CyberMentor und MesH_MINT zwei Initiativen hervor, an denen die Universität Regensburg maßgeblich beteiligt ist.

„Die Berücksichtigung von CyberMentor und MesH_MINT im MINT+-Aktionsplan zeigt, wie wichtig wissenschaftlich fundierte Ansätze für eine erfolgreiche MINT-Förderung sind“, sagt Prof. Dr. Heidrun Stöger, Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik. „Während CyberMentor seit vielen Jahren belegt, dass qualitativ hochwertige, forschungsbasierte und langfristig angelegte Mentoringangebote das Interesse junger Menschen an MINT nachhaltig stärken können, verfolgt MesH_MINT das Ziel, aktuelle Forschungserkenntnisse so für die Praxis nutzbar zu machen, dass MINT-Akteure ihre Angebote wirksamer und nachhaltiger gestalten können.“

Über CyberMentor

Mit CyberMentor entstand bereits 2005 Deutschlands größtes wissenschaftlich begleitetes Online-Mentoring-Programm für Mädchen im MINT-Bereich. Das Programm wurde von Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg) und Prof. Drs. Albert Ziegler (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) gemeinsam konzipiert und wissenschaftlich entwickelt. Ziel des Programms ist es, Mädchen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern und ihnen neue Perspektiven für ihre Bildungs- und Berufswege zu eröffnen. Durch Mentoring, Vernetzung auf der Plattform und MINT-Projekte unterstützt CyberMentor die Teilnehmerinnen dabei, bestehende Stereotype zu überwinden und MINT-Fächer als mögliche Zukunftsperspektive für sich zu entdecken. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in vielen MINT-Berufen leistet das Programm damit auch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Seit seiner Gründung hat CyberMentor rund 12.000 Mentoring-Paare begleitet. Die Begleitforschung zeigt: Der langfristige Mentoringansatz wirkt. Ehemalige Teilnehmerinnen entscheiden sich etwa doppelt so häufig für ein MINT-Studium oder einen MINT-Beruf wie Frauen derselben Alterskohorte – und rund 50 Prozent häufiger als Mädchen und junge Frauen, die bereits ein vergleichbares Interesse an MINT hatten, jedoch nicht an CyberMentor teilgenommen haben. Viele bleiben dem Programm über Jahre verbunden und werden später selbst Mentorinnen – ein starkes Zeichen für die nachhaltige Wirkung von CyberMentor.

MesH_MINT

MesH_MINT ist ein Verbundprojekt der Universität Regensburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft e. V. Das Vorhaben zielt darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse zur wirksamen MINT-Förderung systematisch zusammenzuführen, Forschungslücken zu identifizieren und belastbares Wissen für die Bildungspraxis verfügbar zu machen. Dadurch erhalten Akteurinnen und Akteure der MINT-Bildung eine Grundlage, um Angebote evidenzbasiert zu konzipieren oder weiterzuentwickeln und deren Wirkung nachhaltig zu stärken. Durch den Transfer aktueller und belastbarer Forschungsergebnisse in die Praxis der MINT-Förderung trägt MesH_MINT dazu bei, die Qualität der MINT-Angebote nachhaltig zu verbessern.

„Dass mit CyberMentor und MesH_MINT gleich zwei Initiativen mit maßgeblicher Beteiligung der Universität Regensburg im MINT+-Aktionsplan als Beispiele genannt werden, unterstreicht die Bedeutung langfristig angelegter, wissenschaftlich fundierter Bildungsforschung“, betont Professorin Stöger. „Der Aktionsplan macht deutlich, wie wichtig evidenzbasierte und nachhaltig wirksame Ansätze für die MINT-Förderung in Deutschland sind. Die Universität Regensburg bietet dafür ein Umfeld, in dem Forschungserkenntnisse nicht nur gewonnen, sondern gemeinsam mit starken Partnern in wirksame Angebote für die Praxis übertragen werden.“

Kontakt aufnehmen

Kristin Frauenhoffer

Öffentlichkeitsarbeit CyberMentor
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Schulpädagogik
Tel.: +49 (0)941 943 1776
E-Mail: presse@cybermentor.de
www.cybermentor.de

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