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Colloquium Klassikstudien

Die Veranstaltungsreihe Colloquium zur Philosophie der Antike bietet ein philosophisch-philologisches Forum, in dessen Zentrum das Grundproblem des Denkens und die Sprachen der Antike stehen. Im Ausgang von grundlegenden Themen des frühen und klassischen griechischen Denkens werden, je nach Problem- und Fragestellung, ausgewählte Fragmente der Vorsokratiker sowie Passagen aus dem platonischen und dem aristotelischen Corpus gelesen. Ergänzend sollen auch Texte zu Rate gezogen werden, die dem gesamten abendländischen und nicht-abendländischen Schrifttum entstammen können. Griechisch- und Lateinkenntnisse sind erwünscht, bilden jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme. Das Colloquium bietet Studierenden, auf dieser Basis einer gemeinsamen themen-, problem- und fragenorientierten Lektüre, Gelegenheit zum philosophisch-philologischen Gespräch und Austausch.

Arbeitsgrundlage bilden deutsche Übersetzungen, jedoch stets mit Blick auf das griechische bzw. lateinische Original. Daher sind Kenntnisse der Klassischen Sprachen erwünscht, aber keineswegs Voraussetzung für die Teilnahme; ausgegangen wird lediglich von der grundsätzlichen Bereitschaft, sich auf die Andersartigkeit elementarer Phänomene des Griechischen und Lateinischen einzulassen. So soll z.B. jeder Teilnehmer im Laufe der Zeit in die Lage versetzt werden, einzelne antike Begriffe und Fragen von der Sinnstruktur der Originaltexte her zu verstehen (was allerdings die Kenntnis des griechischen Alphabets voraussetzt).

Umgekehrt wird Gräzisten und Latinisten ein zusätzlicher, konzentrierter Raum eröffnet, um sich mit der antiken Philosophie und deren für die abendländische Überlieferungsgeschichte grundlegenden Problemen zu befassen; dazu gehören u.a. die Nähe von Denken und Dichtung (im Sinne der ursprünglichen Sophia) und der in dieser Nähe gründende Bereich des Ethischen, in dem nach platonisch-aristotelischem Verständnis jedes wissenschaftliche wie ästhetische, politische wie ökonomische Problem fundiert ist. Das "Colloquium" kann somit Studierenden der Philosophie als eine einführende Übung in die griechische und lateinische Sprache, Klassischen Philologien als eine Einleitung in die antike Philosophie dienen.

Zudem bietet das Colloquium die Möglichkeit, im Rahmen des jeweiligen Semesterthemas eigene Projekte zur Philosophie der Antike vorzustellen und zu diskutieren.

Da die Veranstaltung zwar für Module verschiedener Studiengänge geltend gemacht werden kann, der bloße Anrechnungswunsch jedoch nicht als Motivation für die Teilnahme genügt, werden Interessenten um rechtzeitige Anmeldung per E-Mail (Dr. phil. Sergiusz Kazmierski), vor Beginn der Vorlesungszeit, gebeten.

Vergangene Colloquien

Eine Gruppe junger Leute geht an einem Sommerabend über den grünen Campus der Universität Regensburg. Im Bildhintergrund ist die Zentralbibliothek zu sehen. Foto: UR / Julia Dragan
  • Raffaels Schule von Athen und die Philosophie der Antike (SS 2021)
  • Vom Wesen des Menschen (SS 2019)
  • Platon und Aristoteles zur Sprache (Kratylos, De interpretatione) (SS 2017)
  • Grundzüge der antiken Wissenschaft (SS 2016)
  • Philosophie der Stoa (SS 2015)
  • Zeitbegriffe der Antike (Aristoteles, Augustinus) (WS 2014/5)
  • Einleitung in die Philosophie der Antike (SS 2014)
  • Seinsbestimmungen im frühgriechischen Denken  (Anaximander, Parmenides, Heraklit) (WS 2013/4)
  • Der Anfang der abendländischen Metaphysik  (Platons Sonnen-, Linien- und Höhlengleichnis) (SS 2013)
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