In ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel „Beyond Methodological Whiteness: Towards a Racialized Analysis of Brazilian Anti-Feminism and Anti-Gender Politics“ argumentiert Dr. Livia de Souza Lima (DIMAS, Universität Regensburg), dass die brasilianische Anti-Gender- und antifeministische Politik nicht nur durch Geschlechterfragen, sondern auch durch rassifizierte Vorstellungswelten geprägt ist.
Anhand einer Metaanalyse aktueller brasilianischer Forschungsarbeiten zeigt der Artikel, wie konservative Diskurse, die sich auf den Schutz von Frauen, Familien und Kindern konzentrieren, auf impliziten Idealen der „Weißheit“ beruhen und gleichzeitig schwarze Subjekte systematisch aus dem Schutzhorizont ausschließen. Der Artikel leistet einen Beitrag zu Debatten über Anti-Gender-Politik, schwarze feministische Theorie und Critical Race Studies, indem er eine rassifizierte Lesart der zeitgenössischen konservativen Mobilisierung vorschlägt.
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