Eindrücke aus dem WiSe 25/26
Eindrücke aus dem SoSe 2025
Archiv: Jährliche Masterclass
2026: Prof. Marie Louise Herzfeld-Schild (Universität Wien)
„Melancholie und Empathie in der Promotionsphase. Historische Emotionsforschung im interdisziplinären Diskurs“
Geladene Expertin: Prof. Dr. phil. Marie Louise Herzfeld-Schild, interdisziplinär arbeitende Musikhistorikerin, Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung
Prof. Herzfeld-Schild diskutierte gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber, wie Forschung und Promotion über Fächergrenzen hinaus gelingen können und ging auf Fragen zu Promotion und akademischem Lebenslauf ein.
→ Zum Rückblick und den Eindrücken der Masterclass 2026
2024: Prof. Elisabeth Bronfen (Universität Zürich)
“Von schönen Leichen, Nachtfantasien und dem Denken in Bildformeln”
Geladene Expertin: Professor Emerita für englische und amerikanische Literatur an der Universität Zürich & Global Distinguished Professor an der New York University
Prof. Bronfen leitet als Expertin die Teilnehmdenen durch eine Tagesveranstaltung mit folgenden Schwerpunkten:
- Entwicklungen in Vergleichender Literaturwissenschaft, Genderforschung und Kulturanalyse
- Dialog zwischen Material und Theorie
- Diskussion der Arbeiten der Promovierenden, Entwicklung von Fragestellungen zu Begriffen
2022: Prof. Jeffrey K. Olick (University of Virginia)
“Collective Memory between Ethics, Regret and Manipulation”
Geladener Experte: Prof. Dr. Jeffrey Olick, Professor of Sociology and History, University of Virginia; Co-President of the Memory Studies Association
2021: Prof. James M. Harding (University of Maryland)
“Performance Beyond the Pale / Grenzüberschreitende Performance”
Geladener Experte: Prof. James Harding, Professor of Theatre and Performance Studies, University of Maryland
In der Masterclass untersucht James Harding politische Akte performativer Natur, die traditionelle Bereiche transgressiver Performancekunst weit überschreiten und verbindet so die Konzepte Asyl, Überwachung und Aktivismus mit Performance Studies.
Im Anschluss werden die Forschungsprojekte der Promovierenden präsentiert und diskutiert.
2020: Dr. Bachmann-Medick (Universität Gießen)
“Konzepte in den Kulturwissenschaften”
Geladene Expertin: Dr. phil. Doris Bachmann-Medick, Adjunct Senior Research Fellow am GCSC, Universität Gießen
Zweitägiges Masterclass-Programm:
- Neuere Konzepte von Kultur: Interaktive Einführungsvorlesung über Kulturkonzepte
23. Januar 2020, 14-18 Uhr - Konzeptbasiertes Arbeiten mit Bezug auf individuelle Promotionsprojekte
24. Januar 2020, 9-13 Uhr
Archiv: Early Career Forum
2025
Das Early Career Forum (ehem. “Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses”) wird jährlich durch das Promotionskolleg PUR ausgerichtet und bietet neben promotionsrelevanten Gastvorträgen durch geladene Expert:innen den Teilnehmenden die Gelegenheit, das eigene Forschungsprojekt vor interdisziplinären Promotionskolleg:innen zu präsentieren. Außerdem bietet das ECF die Möglichkeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung durch eine Musterdisputation vor einer ‘Scheinkommission’.
Wir konnten tolle Gäste für unser Programm des Early Career Forums 2025 gewinnen:
→ Hier geht's zum Rückblick und den Eindrücken des Early Career Forums 2025
Programmplan 2025
09:00–09:15h | Begrüßung: PROF. ERNST R. TAMM
09:15–10:45h | Gastvortrag
- JOWITA FUCHSHOFER (UR Science Outreach)
Ich als Marke? Personal Branding und Positionierung im Wissenschafts- und Berufsfeld
10:45–11:15h | Kaffeepause
11:15–12:15h | Panel I
- CHRISTIAN SIGL (Internationale Beziehungen)
In Feindschaft vereint? Die USA und der iranische Nukleardeal - PAUL SCHILLINGER (Geschichte)
An Austrian Orientalist in India: Aloys Sprenger, Translating Urdu, and Shifting Colonial Visions
12:15–13:45h | Mittagspause
13:45–14:00h | Neuwahl der Promovierendenvertreter:innen
14:00-15:00h | Panel II
- JAKOB BERG (Politikwissenschaft)
Politische Botschaften in sozialen Medien zwischen viralen Memes und komplexen Erklärungen: Eine Performanzanalyse - SEBASTIAN R. RICHTER (Medienwissenschaft)
Die Macht der Passivität – The Longing und das Warten
15:00–15:30h | Kaffeepause
15:30–16:30h | Panel III
- BERNHARD FUCHS (Geschichte)
Die Bewältigung von Brandkatastrophen in bayerischen Städten im 19. Jahrhundert - SILVIA DONZELLI (Philosophie)
Komplizenschaft durch Sprache und durch Schweigen
16:30–17:00h | Kaffeepause
17:00–18:30h | Musterdisputatio
- VIKTORIA TABOGA-STRAUSS (Kunstgeschichte)
Schloss Taxis. Zur Umgestaltung des ehemaligen Schlosses Trugenhofen durch Ludwig Foltz 1858–1867
Ab 18:30h | Gemeinsames Abendessen
2024
10:30 – 10:45h Begrüßung
10:45 – 12:15h Gastvortrag
- „17 Ziele für Nachhaltigkeit: Was das für die Forschung bedeutet“
Ann-Kathrin Roßner, M.A. (Green Office)
12:15 – 14:00h Mittagspause
14:00 – 15:00h Vorträge von PUR-Mitgliedern I
Chair: Franziska Weigert
- Simon Hensel (Musikwissenschaft): Is Rap a Novelty in Musical Theater? A Historical Overview of Rap in Broadway Musicals since 1970
- Anastasija Meijere (English Linguistics): Non-Standard Patterns in New Zealand English Syntax
15:00 – 15:15h Kaffeepause
15:15 – 16:15h Vorträge von PUR-Mitgliedern II
Chair: Lisa Finn-Hampel
- Ricarda Wünsch (Politikwissenschaft): Demokratische Bürgerschaft angesichts algorithmischer Logik: John Rawls‘ Bürgerideal und –verständnis im Kontext der digitalisierten und algorithmisierten Gesellschaft
- Elisa Mucciarelli (Slavistik): Chancen und Herausforderungen einer transterritorialen Literaturtheorie: Der Fall Abchasien
16:15 – 16:30h Kaffeepause
16:30 – 16:45h Wahl einer Promovierendenvertretung
16:45 – 18:15h Musterdisputatio
- Christina Bröker (Geschichte): Grim Look and Teeth-Gnashing. Conditions of Constructing John and Henry III’s Emotions in Chronicles and Letters (1199-1272)
Ab 18:30h Get-together im Amore, Vino & Amici
2023
Zusätzlich zu den Kurzpräsentationen von laufenden Promotionsprojekten und einer Musterdisputatio bietet unsere Jahrestagung dieses Jahr ein interessantes Rahmenprogramm an, das sich ganz dem Einstieg und der Planung der Postdoc-Phase widmen wird. Eingeladene Expert:innen werden den Promovierenden in Vorträgen Informationen und Ratschläge mitgeben und in einer Panel-Diskussion Erfahrungsberichte teilen und besprechen.
PROGRAMM
8:45 Uhr – 9:00 Uhr Kaffee und Tee
9:00 Uhr – 9:15 Uhr Begrüßung
9:15 Uhr – 10:15 Uhr Möglichkeiten der Postdoc-Gestaltung
- Vortrag Dr. Angela Weil-Jung (WIN)
10:15 Uhr – 10:30 Uhr Kaffeepause
10:30 Uhr – 12:45 Uhr Vorträge von PUR-Mitgliedern
- Charlotte Nachtmann (Politikwissenschaft)
„Kumpel oder Konkurrent? Die französisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen seit 1990“ - Franziska Weigert (Musikwissenschaft)
„Wie Wiegenlieder wirken“ - Lisa Finn-Hampel (Romanische Philologie)
„Luce d’Eramo – (Anti)Faschistin, Invalidin, Feministin”
12:45 Uhr – 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr – 14:15 Uhr Neuwahl einer Promovierendenvertretung & Verabschiedung Corinna Schweiger
14:15 Uhr – 15:30 Uhr Musterdisputatio
- Nicole Cucit (Romanische Philologie)
„Ich bitte um das Wort!“: Die Baracke als Darstellungsraum und -objekt in der Internierung italienischer Zivilisten und Zivilistinnen in Katzenau während des Ersten Weltkriegs (1915-1918) / „Domando la parola!“: la baracca come spazio e oggetto di narrazione nell'internamento di civili italiani e italiane a Katzenau durante la Prima guerra mondiale (1915-1918)
15:30 Uhr – 16:00 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr – 17:30 Uhr Panel „Wege in die Wissenschaft“ mit
- Jun.-Prof. Dr. Barbara Wittmann (Europäische Ethnologie, Universität Bamberg)
- Prof. Dr. Jakob Leimgruber (English Linguistics, UR)
- Jun.-Prof. Dr. Juliane Tomann (Public History, UR)
- Prof. Dr. Timothy Nunan (Transregional Cultures of Knowledge/ DIMAS, UR)
Ab 18:00 Uhr Get-together / Sektempfang im Unikat
2021
Programm des Tags des wissenschaftlichen Nachwuchses am 28. Oktober 2021
Großer Sitzungssaal (PT 3.0.79.)*
*Es gelten für die gesamte Veranstaltung die 3G-Regeln.
10:15 Uhr – 11:45 Uhr Impulsvortrag: ‚Ins Schreiben kommen, im Schreiben bleiben‘ mit Dr. Christine Braun (akademische Schreibberaterin, ZSK)
12:00 Uhr – 13:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr – 14:00 Uhr Vortrag I
- "Domando la parola!": Die Baracke als literarischer Darstellungs-raum und -objekt in der Internierung italienischer Zivilist*innen in Katzenau bei Linz während des Ersten Weltkriegs (1915 – 1918)
(“Domando la parola!”: La Baracca come spazio e oggetto di narrazione nell’internamento di civili italiani e italiane a Katzenau durante la Prima guerra mondiale (1915 – 1918))
(Nicole Cucit, Italienische Literatur- u. Kulturwissenschaft)
14:00 Uhr – 14:10 Uhr Kaffeepause
14:10 – 14:40 Uhr Vortrag II
- Sprachdynamiken im urbanen Kontext - Eine soziolinguistische Studie zur Mehrsprachigkeit in Luxemburg-Stadt
(La dynamique des langues dans un contexte urbain - Une étude sociolinguistique du plurilinguisme à Luxembourg-Ville)
(Christina Schmidt, Französische Sprachwissenschaft)
14:40 – 15:00 Uhr Wahl eine:r Promovierendenvertreter:in als Nachfolge von Sarah Strömel (PKGG)
15:00 – 15:45 Uhr Vortrag III
- Sounding Homeland! Zur integrativen und identitätsstiftenden Bedeutung von Musikkultur und alltagskulturellen Praktiken für Menschen afrikanischer Herkunft am Beispiel ausgewählter Communities in Deutschland
(Joseph Wasswa, Vergleichende Kulturwissenschaft)
15:45 Uhr – 16:00 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr – 18:00 Uhr ‚Archiv – Bibliothek –Verlag‘. Erfahrungsberichte aus möglichen Berufsfeldern für Geisteswissenschaftler:innen mit
- Lorenz Baibl (Leiter des Amtes für Archiv- und Denkmalpflege und Abteilungsleiter des Stadtarchivs Regensburg)
- Dr. Stefanie Aufschnaiter (Fachreferentin für Medien-wissenschaft, Medieninformatik und Informationswissenschaft, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen der Universitäts-bibliothek Regensburg)
- Sabine Karlstetter (Leiterin Vertrieb und Marketing des Verlags Friedrich Pustet)
18:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Unikat
2020
Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronapandemie findet die Jahrestagung des PUR in diesem Jahr per Zoom statt.
Unser facettenreiches Programm greift nicht nur die Herausforderungen auf, unter aktuellen Bedingungen zu promovieren sondern bietet wie gewohnt Einblicke in die Forschungs(gegen)stände unserer Promotionskolleg:innen und hält mit der Key Note eine Verbindung von Theorie und Praxis bereit:
PROGRAMM
10 Uhr – 10:15 Uhr Begrüßung durch die Vertreter:innen des PUR-Direktoriums
10:15 Uhr – 12 Uhr KEY NOTE: Theorie und Praxis - 'Temporal Gegenläufige Universen'? mit PD Dr. Doris Gerstl, Leiterin der Museen der Stadt Regensburg
12 Uhr – 13:15 Uhr Mittagspause
13:15 Uhr – 14:15 Uhr PANEL I
- Johann "Ohneland" und Heinrich III. (von England) - individuelle Herrschertypen? Pierre Bourdieus Habitus-Konzept und herrscherliches Verhalten
(Christina Bröker, Geschichte) - Wirken und Wirkung. Handlungsspielräume und Wahrnehmungen Kaiserin Maria Amalias von Österreich (1701-1756)
(Dominik Müller, Geschichte)
14:30 – 16 Uhr PANEL II
- Challenges (and Opportunities) of Working with a Diverse Sample: US-Soldiers’ Live Writings about the Flossenbuerg Concentration Camp Liberation
(Tamara Heger, Amerikanistik) - Ukrainer in der Roten Armee: Darstellungen und Wahrnehmungen in der Ukraine seit 1991
(Olha Martinyuk, Geschichte) - Transnationale Remakes: Zwischen Interkulturalität und universeller Verständlichkeit
(Daniela Weinbach, Romanistik)
16 – 16:30 Uhr Pause
16:30 Uhr – 17:30 Uhr PANEL III
- From Text to Speech: The History of Synthetic Voices
(Benjamin Lindquist, Geschichte) - Leistungsgewinn durch Unitarisierung? Entwicklungslinien des deutschen Föderalismus im Politikfeld Innere Sicherheit
(Luis Illan, Politikwissenschaft)
17:30 Uhr – 18:30 Uhr Gesprächs- und Diskussionsrunde: Promotion und Pandemie?
2019
Rückblick auf den Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses 2019 am 25./26. Juli 2019
Nicht nur die knapp 38°C Außentemperatur, sondern auch die lebhaften Diskussionen innerhalb des Vortragssaals des Hauses der Begegnung brachten die TeilnehmerInnen des diesjährigen Tags des wissenschaftlichen Nachwuchses des Promotionskollegs ordentlich ins Schwitzen. Im Herzen der Regensburger Altstadt präsentierten 13 Promovierende der Fakultäten Sprach-, Literatur-, und Kulturwissenschaften sowie Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften den derzeitigen Stand ihrer Promotionsprojekte.
Mehr noch: Es fanden eine Musterdisputatio mit anschließender Fragerunde, ein Vortrag der akademischen Schreibberaterin Frau Dr. Christine Braun und Kurzpräsentationen des Centers for International and Transnational Area Studies (CITAS) durch Herr Dr. Paul Vickers sowie des Zentrums zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WIN) durch Frau Dr. Angela Weil-Jung statt. Natürlich blieb auch genug Zeit zum Networking und zum interdisziplinären Austausch. Auch beim gemeinsamen Abendessen kamen fachliche Diskussionen nicht zu kurz.
Der diesjährige Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses zeigte deutlich, wie sehr die Projekte der Promovierenden von einer starken interdisziplinären Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses beider Fakultäten profitieren können. Am Ende waren sich alle TeilnehmerInnen einig, dass derartige gemeinsame Veranstaltungen sehr gewinnbringend für die eigene Forschungsleistung und das Verständnis des eigenen Faches sind.
Vielfältige Vorträge und Projekte
Im ersten Panel des Tages beschäftigte sich Simon Bein (Politikwissenschaft, PKGG) in seinem Vortrag mit der Frage, wie viel Identität die Demokratie braucht, und erklärte die theoretischen Grundlagen seines Dissertationsprojektes. Katharina Schryro (Romanistik, SLK) untersuchte daraufhin in ihrer Präsentation die neuere spanische Migration am Beispiel Bayerns und präsentierte anhand von Beispielen ihre Methode der leitfadengestützten Interviews im Rahmen einer qualitativen Sozialforschung. Im dritten Vortrag dieses Panels unterrichtete Christina Broeker (Geschichte, PKGG) das interessierte Publikum von der Rolle, die Emotionen in der Chronik Matthew Paris‘ und in herrschaftlichen Briefen im England des 13. Jahrhunderts spielen.
Panel II startete mit Christina Schmid (Romanistik, SLK) mit einem Beitrag zur Mehrsprachigkeit und verschiedenen Sprachcommunitys in Luxemburg-Stadt, die sie in den Kontext der urbanen Soziolinguistik setzte. Im Anschluss daran informierte Sarah Strömel (Politikwissenschaft, PKGG) über ihr Dissertationsprojekt zu Alexis de Tocqueville und dem in der Forschung unterbelichteten Phänomen des Individualismus in seiner Politischen Theorie. Andreas Lohr (Amerikanistik, SLK) rundete dieses abwechslungsreiche Panel mit seinem Vortrag zur Material Culture der Britisch-Irokesischen diplomatischen Beziehungen im 18. Jahrhundert ab.
Im dritten Panel präsentierte Tassilo Heinrich (Politikwissenschaft, PKGG) sein Dissertationsprojekt zu „Educational Differences as the Source of Modern Cleavage Structures“ und untersuchte in seinem Vortrag die politischen Spaltungsprozesse einer Gesellschaft und den Zusammenhang zu Bildungshintergründen. Anschließend informierte Verena Baier (Amerikanistik, SLK) über internationale anti-kommunistische, rechte Bewegungen in den USA der 1980er im Rahmen ihres Projekts zu autobiographischen Texten der US- Nicaragua-Solidaritätsbewegung und des Contra-Krieges der 1980er Jahre.
Das vierte Panel startete mit einem Vortrag von Katharina Matuschek (Amerikanistik, SLK) zur Konstruktion von kollektiver Identität in Gefängnisautobiographien und deren Verortung im Prison Rights Movement in den USA der 1960er und 70er Jahre. Maria Gürtner (Anglistik, SLK) rundete den Tag mit einem Vortrag zu „Intergenerational Responsibility in (Anti-)Suffrage Literature of the Early 20th Century“ ab, das ein Kapitel ihres Promotionsprojekts zum intergenerationellen Austausch zwischen Frauen in spätviktorianischer und edwardianischer Romanliteratur bildet.
Am Freitag startete die Doktorandengruppe mit einem Vortrag von Hans Reimann (Geschichte, PKGG) zur Kreisstandschaft des Fürstenhauses Thurn und Taxis im Schwäbischen Reichskreis 1723 – 1806 in den Vormittag. Das fünfte Panel ging weiter mit einer Präsentation von Lena Gotteswinter (Amerikanistik, SLK) zur Diversifikation der Hipsterfigur in den USA und der Frage, wie Hipness zur sozio-politischen Selbstpositionierung umgedeutet wird. Tina West (Vergleichende Sprachwissenschaften, SLK) untersuchte im letzten Vortrag der Veranstaltung die Sprachphänomene Evidentialität und epistemische Modalität anhand von vielen veranschaulichenden Beispielen aus verschiedenen Sprachfamilien.
Weitere Programmpunkte
Ein weiteres Highlight dieser interdisziplinären Konferenz des PUR war die am Donnerstagnachmittag stattfindende Musterdisputatio. Dominik Bohmann, Doktorand in der Romanistik, stellte sich einem „Muster“-Prüfungskomitee, bestehend aus den Prüfern Prof. Dr. Sabine Koller und Prof. Dr. Volker Depkat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rainer Liedtke. Auf seinen dreißigminütigen Vortrag zu seinem Dissertationsprojekt zum Thema „Französisches Leben im Lager Regensburg im Licht der Gefangenenzeitung Le Pour et le Contre (1916/17)“ folgte eine Fragerunde durch Prüfer und Vorsitzenden, sowie im Anschluss ein allgemeiner Austausch mit dem Plenum, in der die Prüfer viele hilfreiche Tipps zum Ablauf einer Disputatio gaben und Fragen der Promovierenden beantworteten.
Ein dritter Hauptprogrammpunkt war der Vortrag von Frau Dr. Christine Braun von der zentralen akademischen Schreibberatung der Universität Regensburg, in dem sie den Promovierenden wichtige Tipps und Ratschläge für die Arbeit am Dissertationsprojekt mit auf den Weg gab.
Erstaunliche Gemeinsamkeiten und Gewinnbringende Unterschiede
Was die TeilnehmerInnen nach den zwei Tagen besonders begeisterte und als Botschaft des diesjährigen Tages des wissenschaftlichen Nachwuchses verstanden werden darf, sind die erstaunlichen Gemeinsamkeiten und die äußerst hilfreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit – trotz der doch sehr unterschiedlichen Themen, mit denen sich die Promovierenden des PUR auseinandersetzen. Doch genau diese Unterschiede erzwangen einen Perspektivenwechsel, sowohl bei der intensiven Diskussion und beim konstruktiven Feedback fremder Projekte als auch bei der kritischen Reflexion des eigenen Themas.
Gerade das Konzept Identität kristallisierte sich oft als gemeinsamer Nenner der doch so verschiedenen Projekte heraus und viele Fragen zielten auf die kritische Analyse dieses Begriffes ab. So interessiert waren die Zuhörer gar an den Themen ihrer Mitstreiter, dass für den nächsten Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses eines feststeht: 30 Minuten Zeitfenster in einem interdisziplinären Kontext sind lange nicht genug. Musste doch ausnahmslos jede Fragerunde nach der Präsentation unterbrochen werden, da die eingeplante Zeit für die lebhaften Diskussionen und Gespräche, die sich im Anschluss entwickelten, einfach nicht zu reichen schien.
Nach den zwei Tagen intensiven Austauschs stand für alle TeilnehmerInnen fest: Das Promotionskolleg PUR als Plattform für gute wissenschaftliche Zusammenarbeit ist für viele NachwuchswissenschaftlerInnen der Fakultäten SLK und PKGG inzwischen zu einer unverzichtbaren Institution in ihrer Promotionszeit geworden.