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Europa im Diskurs

Grundgedanke

Wie entwickelt sich Europa politisch und gesellschaftlich in der Gegenwart?
Und wie lassen sich unterschiedliche historische und kulturelle Erfahrungen Europas in diesem Zusammenhang verstehen?

Diese komplexen Fragestellungen lassen sich nur durch unterschiedliche Perspektiven erschließen. Unser Studiengang verfolgt daher einen einen „Drei-Säulen-Ansatz“, um sich einem ganzheitlichen europäischen Verständnis anzunähern.

  • Interdisziplinär: Ob Rechts-, Wirtschafts-, Politik-, Kultur-, Literaturwissenschaften, Linguistik, Sozialanthropologie oder Geschichte - jede dieser Disziplinen bietet neue Facetten zum Thema Europa
  • Vergleichend: Nicht das östliche oder das westliche Europa, sondern die gemeinsamen Integrationsprozesse und Wechselwirkungen stehen im Fokus.
  • Interkulturell: Durch interkulturelle Projekte und Auslandsaufenthalte wird Theorie lebendig konkret anwendbar.

Folgerichtig ist der Studiengang am Europaeum. Ost-West-Zentrum der Universität Regensburg angesiedelt, einer zentralen Einrichtung der Universität mit interdisziplinärem und kulturvergleichendem Profil.

Übersicht

  • Europaspezifisches Wissen
    Grundlage des Studiums bildet eine interdisziplinäre Einführung in verschiedene Europa-Konzeptionen, Modelle der europäischen Integration und des innereuropäischen Vergleichs.
  • Fachliche Vertiefung
    In zwei individuell wählbaren Disziplinen aus unserem Angebot folgt eine fachliche Spezialisierung, die zur Aufnahme einer Promotion berechtigt.
  • Interdisziplinäre Erweiterung
    Durch die Wahl weiterer Disziplinen wird eine breite Fundierung des Wissens über europäische Zusammenhänge erreicht.
  • Fremdsprachenausbildung
    Durch praktisch orientierte Sprachkurse aus dem europäischen Sprachraum erwerben die Teilnehmenden auf die berufliche Anwendung fokussierte Fremdsprachenkenntnisse.
  • Projektarbeit
    Innerhalb der international zusammengesetzten Gruppe werden Projekte konzipiert und umgesetzt. Neben Fähigkeiten im Projektmanagement werden Kreativität, Teamarbeit und interkulturelle Kommunikation trainiert.
  • Auslandserfahrung und Praktika
    Ein Auslandsaufenthalt im östlichen Europa ist obligatorisch für die Studierenden aus dem westlichen Europa. Alle Studierenden (sowohl aus dem östlichen als auch dem westlichen Europa) bringen Praktika oder äquivalente berufsrelevante Erfahrungen im In- und Ausland als Bestandteil des Studiengangs ein.

Studiengangsziele

Der Studiengang beschäftigt sich mit dem Verhältnis unterschiedlicher europäischer Erfahrungs- und Kulturräume mit einem besonderen Interesse für Dynamiken zwischen West- und Osteuropa. Internationale Studierende sollen die Möglichkeit erhalten, die europäische Lebenswelten in ihrer Pluralität kennenzulernen, bestehende Vorstellungen zu hinterfragen und neue europäische Perspektiven zu entwickeln.

 

Die EU-Erweiterungen haben Teile der früheren politischen Trennung Europas in einen Ost- und Westteil überwunden. Gleichzeitig hatten sie neue Ein- und Ausgrenzungen zur Folge. Geopolitische Spannungen bedrohen Europa im Innen und Außen. Die dadurch entstehenden Dynamiken kann man nur verstehen, wenn man die unterschiedlichen Erfahrungen mit Transformation, Demokratie, Staatlichkeit, Krieg und europäischer Integration erforscht. 

 

Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten im innereuropäischen Verhältnis, unter besonderer Berücksichtigung von Osteuropa, kritisch zu analysieren, sie in größere Zusammenhänge einzuordnen und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen. Dabei werden sowohl die Europäische Union als politischer Integrationsraum als auch Europa in seiner geografischen und kulturellen Vielfalt betrachtet.

Fachkompetenz

Absolventinnen und Absolventen

  • analysieren historische und aktuelle Prozesse der europäischen Integration und Desintegration und ordnen diese in politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge ein; 
  • erklären zentrale Strukturen und Funktionsweisen europäischer Institutionen und beurteilen deren Bedeutung für unterschiedliche europäische Gesellschaften; 
  • analysieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener europäischer Gesellschaften und politischer Kulturen, insbesondere im Verhältnis von West-, Mittel-, Ost- und Südosteuropa; 
  • setzen sich kritisch mit unterschiedlichen historischen Erfahrungen, Wertvorstellungen und Vorstellungen von Europa auseinander und erkennen daraus entstehende Spannungsfelder; 
  • analysieren aktuelle europäische Herausforderungen und neue gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Trennlinien aus unterschiedlichen europäischen Perspektiven. 

Methodenkompetenz

Absolventinnen und Absolventen

  • formulieren eigenständig wissenschaftliche Fragestellungen zu europäischen und ost-west-europäischen Themenfeldern; 
  • recherchieren, analysieren, bewerten und interpretieren wissenschaftliche und gesellschaftliche Informationen mit geeigneten fachwissenschaftlichen Methoden; 
  • verbinden Perspektiven verschiedener Disziplinen, um komplexe europäische Fragestellungen differenziert zu bearbeiten; 
  • vergleichen unterschiedliche europäische Entwicklungen und Perspektiven und reflektieren die Aussagekraft solcher Vergleiche kritisch; 
  • bereiten wissenschaftliche Ergebnisse zielgruppen- und situationsgerecht auf. 

Kommunikationskompetenz

Absolventinnen und Absolventen

  • präsentieren und diskutieren komplexe europäische Fragestellungen mündlich und schriftlich adressatengerecht; 
  • argumentieren differenziert und beziehen unterschiedliche europäische Perspektiven in wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse ein; 
  • kommunizieren sicher in mindestens zwei Fremdsprachen und können fachbezogene Inhalte auch in internationalen Kontexten vermitteln. 

Interkulturelle und berufspraktische Kompetenz

Absolventinnen und Absolventen

  • reflektieren eigene und fremde kulturelle Prägungen und können unterschiedliche europäische Perspektiven und Erfahrungshorizonte nachvollziehen; 
  • verfügen über vertiefte Kenntnisse und praktische Erfahrungen in mindestens zwei europäischen Kulturräumen; 
  • können in internationalen und interkulturellen Arbeitskontexten angemessen und konstruktiv handeln; 
  • wenden ihre interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen in internationalen Projekten und beruflichen Kontexten an; 
  • verfügen über grundlegende Kenntnisse des Projekt- und Kulturmanagements und können diese in europäischen bzw. internationalen Arbeitsfeldern einsetzen.

 

Kontakt und Beratung

Kerstin Schicker, Ost-West Studien

Geschäftsführung

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