Studentische Partizipation und nachhaltige (Hochschul-)Transformation
Der Fokus liegt auf individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Erfolgsbedingungen sowie auf strukturellen Effekten studentischer Beteiligung (StuPan).
Hochschulen stehen vor der Aufgabe, sich im Zuge sozial-ökologischer Transformationsprozesse weiterzuentwickeln. Gesellschaftliche Anforderungen wie Nachhaltigkeit und die Stärkung demokratischer Strukturen erfordern Veränderungen in Forschung, Lehre, Transfer und Hochschulorganisation. Als Orte systematischer Wissensproduktion und als wichtige Schnittstellen zur Gesellschaft kommt Hochschulen eine zentrale Rolle in der Gestaltung nachhaltiger Entwicklung zu. In vielen Landeshochschulgesetzen ist diese Verantwortung bereits ausdrücklich verankert. Damit Transformationsprozesse optimal gelingen, sind Beteiligung, Dialog und Zusammenarbeit aller Hochschulangehörigen notwendig. Insbesondere Studierenden wird dabei eine wichtige Rolle als Gestalterinnen und Gestalter nachhaltiger Entwicklung („Change Agents“) zugeschrieben.
Das Projekt untersucht, unter welchen individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Bedingungen studentisches Engagement für Nachhaltigkeit an Hochschulen erfolgreich ist und welche strukturellen Effekte studentische Beteiligung entfalten kann. Es ist inter- und transdisziplinär angelegt und orientiert sich theoretisch an der Multi-Level-Perspektive der Transformationsforschung. Diese ermöglicht es, Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen, organisationalen, gruppenbezogenen und individuellen Ebenen im Hochschulkontext differenziert zu analysieren.
Die Universität Regensburg führt eine systematische Literaturanalyse durch, in der zentrale Merkmale studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen im internationalen Vergleich erfasst werden. Ergänzend dazu plant das netzwerk n Workshops mit studentischen Initiativen, um gesellschaftliche und hochschulpolitische Einflussfaktoren auf studentisches Engagement zu identifizieren. An der Universität Leipzig werden im Rahmen einer quantitativen Längsschnittstudie psychologische Prädiktoren für studentisches Engagement erhoben. Die Pädagogische Hochschule Weingarten untersucht in qualitativen Fallstudien die subjektiven Erfahrungen von Studierenden im hochschulischen Kontext.
Laufzeit des Projekts: März 2026 – März 2029
Förderer des Projekts: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Partner im Projekt: Universität Leipzig, Pädagogische Hochschule Weingarten, netzwerk n
Verantwortliche: Prof.in Dr.in Mandy Singer-Brodowski, Sissy Kreid