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Foto: UR / Julia Dragan

Gesundheit gehört zu den zentralen Herausforderungen moderner Gesellschaften. An der Universität Regensburg befassen sich Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen mit den biologischen, medizinischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit. Der Schwerpunkt #health zeigt, wie interdisziplinäre Forschung neue Perspektiven eröffnet und welche Beiträge Forschung und Lehre für eine zukunftsfähige Medizin und Gesellschaft leisten.

Wie gesund ist eine pflanzenbasierte Ernährung?

Hinter dem Begriff COPLANT (COhort on PLANT-based diets) verbirgt sich die bisher größte Studie zur pflanzenbasierten Ernährung im deutschsprachigen Raum – ein Projekt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI), des Instituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) und der Universitäten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien. Für das Thema Nachhaltigkeit ist das Thünen-Institut eingebunden. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Seit 2024 untersucht der Forschungsverbund deutschlandweit rund 6.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Dr. Beate Fischer, Leiterin des Studienzentrums am Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg hat unsere Fragen zur Studie beantwortet.

zum Gespräch mit Dr. Fischer | UR Science Blog (externer Link, öffnet neues Fenster)
 


Klimarisiken nehmen zu – Fachgesellschaften fordern entschlossenes Handeln

In einer Podiumsdikussion sprachen Die Regensburger Scientists for Future e.V. den gemeinsamen Klimaaufruf von Deutscher Physikalischer Gesellschaft und Deutscher Meteorologischer Gesellschaft, der Politik und Öffentlichkeit eindringlich zum Handeln auffordert. Die Fachgesellschaften warnen vor zunehmenden extremen Wetterereignissen und gravierenden globalen Folgen der Erderwärmung – und mahnen verstärkte Maßnahmen zur Klimaanpassung an.

mehr über die Podiumsdiskussion zum Klimaaufruf | UR Science Blog (externer Link, öffnet neues Fenster)

 


Ein Schalter für die Balance des Immunsystems

Die Entdeckung der regulatorischen T‑Zellen (Tregs) durch Shimon Sakaguchi hat das Verständnis des Immunsystems grundlegend verändert. Seine Arbeiten zeigen, wie Tregs überschießende Immunreaktionen verhindern und Autoimmunerkrankungen vorbeugen. 2025 wurden Shimon Sakaguchi, Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell für die Entdeckung der „peripheren“ Immuntoleranz mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet. Am Regensburger Leibniz‑Institut für Immuntherapie, das eng mit UR und UKR verbunden ist, wird dieses Wissen heute weiterentwickelt. Im Gespräch erläutert Prof. Philipp Beckhove, wie Tregs neue Wege für künftige Immuntherapien eröffnen.

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Neurobiologie der Trauer

Die Tagung des „Neurobiology of Grief“ International Network (NOGIN) fand bereits zum sechsten Mal statt – zum dritten Mal in Präsenz und erstmals außerhalb der USA. Damit gelang es, verstärkt auch Forschende aus Europa für die Teilnahme zu gewinnen. Insgesamt kamen über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als sieben Ländern an der Universität Regensburg zusammen, um sich intensiv über die neurobiologischen Grundlagen von Trauer, die Verarbeitung des Verlusts eines geliebten Menschen sowie über Ergebnisse kulturwissenschaftlicher Forschung auszutauschen. Vertreten waren dabei Fachrichtungen wie Neurobiologie, Immunologie, Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Organisiert wurde die Tagung von dem Neurobiologen Prof. Dr. Oliver Bosch. Wir haben nach der Tagung bei ihm gefragt, was aus seiner Sicht die wichtigsten Erkenntnisse waren.

zum Interview mit PRof. Bosch | UR Science Blog (externer Link, öffnet neues Fenster)


Die Revolution der Argonauten

In unseren Zellen steuert ein fein abgestimmter Mechanismus, welche Gene ein- oder ausgeschaltet werden. Zentrale Akteure dieses molekularen Kontrollsystems sind sogenannte Argonauten-Proteine (kurz: AGO-Proteine). Mutationen in AGO-Proteinen, führen zu einer neuartigen Gruppe von seltenen genetischen Entwicklungsstörungen – den sogenannten Argonauten-Syndromen. Einer der weltweit führenden Experten für AGO-Proteine ist Prof. Dr. Gunter Meister, Leiter der Arbeitsgruppe Genregulation durch microRNAs am Lehrstuhl für Biochemie I der Universität Regensburg. Seine Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, zu verstehen, welche Rolle AGO-Proteine bei der Steuerung der Aktivität von Genen spielen. Dazu steht er, gemeinsam mit dem neuen Leiter des Instituts für Humangenetik an der Universitätsklinik Regensburg, Prof. Dr. Davor Lessel, seit einigen Jahren im engen wissenschaftlichen Austausch mit Prof. Victor Ambros, Nobelpreisträger 2024 für Medizin. 

mehr über die Erforschung der AGO-Proteine | UR Science Blog (externer Link, öffnet neues Fenster)


Deep Learning für präzisere Leber-MRTs

Wie lässt sich die Auswertung von Leber-MRTs schneller, genauer und weniger fehleranfällig machen? Florian Raab untersucht mit seinem Team, wie Deep-Learning-Modelle radiologische Analysen verkürzen und optimieren können. Dabei vergleicht er unterschiedliche KI-Ansätze und kommt zu vielversprechenden Ergebnissen. 

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Neue Therapieoption für Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis stellen die moderne Medizin noch immer vor große Herausforderungen. PD Dr. Sigrid Bülow von der Universität Regensburg und ihr Team verfolgen im Projekt TBrake einen neuen therapeutischen Ansatz: Sie haben einen Antikörper entwickelt, der gezielt in einen neu entdeckten Signalweg von Entzündungsreaktionen eingreift und dabei überaktive Immunzellen dauerhaft beruhigen kann. Im Interview gibt Dr. Bülow Einblicke in die wissenschaftlichen Hintergründe, die nächsten Schritte – und das Potenzial von TBrake über die rheumatoide Arthritis hinaus.

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Epistase und Herzhypertrophie

Im Gespräch mit der Wissenschaftsredaktion erläutert Prof. Dr. Merle Behr wie sie zusammen mit einem Forschungsteam epistatische Strukturen in einem großen Datensatz von MRT-Aufnahmen und Genomdaten aus der UK Biobank sichtbar machen konnte. Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Nature Cardiovascular Research, zeigt: Nicht-additive Wechselwirkungen zwischen Genvarianten spielen eine zentrale Rolle bei der genetischen Kontrolle der Herzhypertrophie. Es zeigt sich: Interdisziplinäre Ansätze bringen einen Mehrwert für die Kardiologie von morgen.

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Schwerhörigkeit bei Neugeborenen verhindern oder lindern

Eine neue medizinische Leitlinie zur konnatalen Zytomegalievirus‑Infektion (cCMV) zeigt Möglichkeiten zur Prävention, frühen Diagnose und Therapie auf. Damit verbessert sich die Perspektive für Kinder, deren Schwerhörigkeit auf eine CMV‑Infektion in der Schwangerschaft zurückgeht – eine der häufigsten infektiologischen Ursachen. Im Interview erläutert Prof. Dr. Peter Kummer, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie, die Bedeutung der neuen Leitlinie.

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