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Laufende Projekte


FlowBY

Projekttitel: Von der bayerischen Druckschrift zur flüssigen, individuellen Handschrift

Förderträger: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Universität Regensburg, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, FiSBY

Projektlaufzeit: Start Schuljahr 2024/ 25

Beteiligte:

  • Projektteam der Universität Regensburg: Prof. Dr. Astrid Rank, Projektleiterin, Francesca Falter, Projektmitarbeiterin
  • Projektteam der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt: Dr. Eva Odersky, Projektleiterin

Kurzbeschreibung:

Bayerische Grundschulen erproben einen neuen Ansatz beim Schriftlernen:

Den einphasigen Schrifterwerb. Dazu startete im Schuljahr 2024/25 ein Modellversuch an 43 ausgewählten Grundschulen. Die Kinder wechseln hierbei direkt von der Druckschrift zu einer flüssigen, individuellen Handschrift, ohne zuvor eine verbundene Schreibschrift als separate Phase zu erlernen.

Einphasiger und zweiphasiger Schrifterwerb

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze beim Erlernen des Schreibens:

  • Einphasiger Schrifterwerb: Bedeutet den direkten Übergang von der Druckschrift zu einer flüssigen, gut lesbaren teilverbundenen Schrift. Dabei entwickeln die Kinder sofort ihre eigene Handschrift, bei der Buchstaben teilweise verbunden geschrieben werden.
  • Zweiphasiger Schrifterwerb: Erfolgt in zwei Stufen. Zunächst erlernen die Kinder die Druckschrift, und in einem zweiten Schritt folgt der Übergang zur verbundenen Schreibschrift (also zur klassischen Schul-Schreibschrift, in der alle Buchstaben verbunden sind).

Beim einphasigen Ansatz wird die flüssige und automatisierte Handschrit somit ohne den Umweg über eine separate Schul-Schreibschrift erreicht. Im zweiphasigen Ansatz ist hingegen das Erlernen der Schreibschrift als eigenständige Phase vorgesehen.

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FrüSch

  Projekttitel: Modellprojekt Übergangsbegleitung „FrüSch“ –  
  Evaluationsprojekt der Universitäten Regensburg und Regensburg

  Förderträger: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und
  Kultus, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und
  Soziales

  Projektlaufzeit: September 2022-August 2024

Beteiligte:

  • Projektteam der Universität Regensburg: Prof. Dr. Astrid Rank, Projektleiterin, Franz-Felix Kotter, abgeordneter Lehrer, Projektmitarbeiter
  • Projektteam der JMU Würzburg: Prof. Dr. Roland Stein, Dr. Dorothea Ehr, Stephanie Blatz

Kurzbeschreibung:

Vor dem Hintergrund häufiger einschulungsbegleitender Rückstellungen, Abbrüche oder Schulwechsel kann „Schuleintritt als Labilisierung des Person-Umwelt-Verhältnisses“ (Faust u. a. 2012, 197) verstanden werden – mit zumindest offenem Ausgang. So kann sich dieser „weichenstellende“ Übergang von der Anforderung zur potentiellen Überforderung entwickeln. Dies gilt umso mehr für Kinder mit Behinderungen sowie diejenigen, die von Behinderung bedroht sind.

Im Oktober 2017 wurden deshalb durch den Bayerischen Landtag, auf Basis eines Initiativprojektes der interdisziplinären Frühförderung der Lebenshilfe Nürnberger Land, Projektumsetzungen ins Leben gerufen. Ziele der Übergangsbegleitungen sind

  • die Förderung der Kinder (Konzentrationstraining, Ausdauer, Arbeitsorganisation),
  • die Beratung und Begleitung der Eltern bei der Schulwahl und bei Beantragungen,
  • die Beratung und Begleitung des Fachpersonals der Frühförderung (Kindergarten / SVE)

sowie

  • die Beratung der Lehrkräfte und Schulen (ebenda).

Die Untersuchung des Übergangs vom Kindergarten in die erste, verpflichtende Institution im Kontext Frühförderung und Beeinträchtigung und Behinderung hat sich das Evaluationsprojekt „FrüSch“ zur Aufgabe gemacht. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung gehen die die Universität Regensburg (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik, Prof. Dr. Astrid Rank) und die Universität Würzburg (Lehrstuhl Sonderpädagogik V, Prof. Dr. Roland Stein) der Frage spezifischer Gelingensbedingungen von Transitionen in die Schuleingangsphase im Kontext Frühförderung nach. Das Augenmerk liegt ferner auf den Problemfeldern Abbrüche, Rückstellungen und Schulwechsel.

Ausgewählte Frühförderstellen aus ganz Bayern werden dazu auf ihrem Weg der Umsetzung der „Modellprojekte für Schulstarthelfer“ durch eine qualitative Studie begleitet. Insbesondere systemische Zusammenhänge sollen dabei in den Blick genommen werden. Fester Bestandteil der Evaluation sind die etablierten Standorte Lauf, Passau und Starnberg - sowie auf freiwilliger Basis eine Auswahl neu hinzugekommener Standorte.

Als Auftraggeber fungieren hierbei die Bayerischen Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales (StMFAS) sowie für Unterricht und Kultus (StMUK)auf Initiative des Bayerischen Landtags. Im Rahmen einer ministerial übergreifenden Kooperation werden hierzu zentrale Personal- und Sach-Ressourcen zur Verfügung gestellt.

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belebt

Projekttitel: Belastungserleben und schulische soziale Beziehungen von Lehrkräften unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie

Projektstart: 17.10.2022

Beteiligte Personen an der Universität Regensburg:

  • Prof. Dr. Astrid Rank
  • Dr. Susanne Gebauer

Förderpartner: Das Projekt wird aus Eigenmitteln der beteiligten Lehrstühle finanziert. Das Projekt ist im Rahmen der bayerischen Forschungsinitiative “Förderung der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung in digital gestützten Lernumgebungen” konzipiert worden.

Kurzbeschreibung:

Das Projekt beschäftigt sich damit, wie sich die Wahrnehmung der beruflichen Belastung, der sozialen Unterstützung und Kooperation im Kollegium und der Lehrkraft-Schüler-Beziehung aktuell zeigt und ob sich deren Wahrnehmung im Laufe der Pandemie laut retrospektiver Globaleinschätzung verändert hat. Auch möglichen Zusammenhängen unter den Variablen soll nachgegangen werden. Trotz der ersten nachgewiesenen positiven Effekte der kollegialen Fallberatung und des Wunsches vieler Lehrkräfte nach regelmäßiger Teilnahme einem solchen Angebot, weist der Großteil der Lehrkräfte keine Erfahrung mit der Beratungsmethode auf (Abelein & Hanglberger, 2018). Diesem Desiderat möchte sich die Studie widmen, indem eine digitale Fallberatung implementiert und evaluiert werden soll. Diese kann niedrigschwellig genutzt werden, da z.B. keine langen Anfahrtswege von zu Hause nötig sind und kann zudem als alltagstauglich gelten, weil sie z.B. sehr zeitökonomisch ist und ohne externe*n Coaches/Supervisor*innen auskommt (Spangler, 2012). Hierbei soll untersucht werden, ob die Teilnahme daran die berufliche Belastung reduzieren und die soziale Unterstützung und Kooperation unter Kolleg*innen sowie die Lehrkraft-Schüler-Beziehung stärken kann.

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PoliMeR - Politische Medienbildung Regensburg

Leitung:

Weitere Mitarbeitende:

Kurzbeschreibung:

Nicht zuletzt aufgrund aktueller gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wird eine gezielte Medienbildung bereits in der Grundschule und für die Schüler der Aufbau von Medienkompetenz in den Lehr- und Rahmenplänen gefordert. Ein wichtiger Bereich der Medienkompetenz ist die Fähigkeit, über Medien Bescheid zu wissen und diese kritisch hinterfragen zu können. Dies wird in den Kompetenzmodellen grundsätzlich beachtet - aber nicht ausreichend unter der Perspektive der politischen Bildung. Das Projekt PoliMeR möchte deshalb Studierende und Lehrkräfte im Bereich der Sachunterrichtsdidaktik sowohl medienpädagogisch als auch politikdidaktisch aus- und fortbilden, mit ihnen gemeinsam gute Unterrichtsangebote für den Primarbereich erarbeiten, erproben und evaluieren. Damit steht die Förderung einer medienpolitischen und -didaktischen Kompetenz bei Lehrenden im Zentrum. Dafür werden Tandems aus Studierenden des Lehramts Grundschule und Grundschullehrkräften gebildet, die in eigens dafür entwickelten Seminarformen aus- und fortgebildet werden. Dieses Seminarangebot orientiert sich inhaltlich an den beschriebenen Problemfeldern und berücksichtigt organisatorisch die Bedarfe der jeweiligen Phasen. Die Studierenden und Lehrkräfte sollen dabei fachliche und fachdidaktische Kompetenzen entwickeln und erweitern, um die beschriebenen Inhalte in Schulklassen praktisch umsetzen zu können. Dafür erarbeitet jedes Tandem ein Projekt, das in der Klasse der jeweiligen Lehrkraft gemeinsam durchgeführt wird, und zur Kompetenzentwicklung bei den Schülern führen soll. Die Maßnahme wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. 

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Zusatzstudium Inklusion

 

Projekttitel: Zusatzstudium "Inklusion - Basiskompetenzen"

Förderpartner: Bundesministerium für Bildung und Forschung (im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung")

Laufzeit: 01/2019 - 12/2023 (2. Förderphase)

Beteiligte Personen:

Kurzbeschreibung:

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) wurde 2006 von der UN verabschiedet und ist seit 2009 geltendes Recht in Deutschland. Der Artikel 24 der UN-BRK beinhaltet die rechtsverbindliche Verpflichtung der ratifizierenden Staaten zur Gewährleistung eines chancengleichen, inklusiven Bildungssystems. Allerdings ist bislang noch weitgehend offen, welche Kompetenzen Lehrkräfte für inklusive Bildung mitbringen und wie diese in der Ausbildung entwickelt werden können. Empirische Befunde liefern Hinweise darauf, dass sich insbesondere der Einbezug von systematisch unterstützten Praxiserfahrungen für eine systematische und strukturierte Ausbildung von Lehramtsstudierenden bezüglich inklusiver Bildung eignet. Bislang ist jedoch nur wenig darüber bekannt, wie diese systematisch unterstützten Praxiserfahrungen aussehen sollen und inwiefern sie sich auf den Kompetenzzuwachs der Studierenden auswirken.

Im Rahmen des Projekts "KOLEG – Kooperative Lehrerbildung gestalten" (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) entstand zunächst das Zertifikat "Inklusion - Basiskompetenzen" als studienbegleitender dreisemestriger Zertifikatsstudiengang, der sich unter anderem durch systematisch unterstützte Praxisanteile auszeichnete. Das ursprüngliche Zertifikat "Inklusion - Basiskompetenzen" ist nun als Zusatzstudium "Inklusion- Basiskompetenzen" im Sinne von Art. 56 Abs. 6 Nr. 2 BayHSchG im Studienangebot der Universität Regensburg verankert. Ziel ist es, dass die Studierenden durch Theorie- und Theorie-Praxisseminare grundlegende Kompetenzen erwerben, um in ihrer späteren Berufspraxis in verschiedenen inklusiven Settings gemeinsam mit dem Schulteam, Fachkräften und Familien das Lernen aller Kinder in der Schule erfolgreich gestalten zu können.

In der Begleitforschung soll der Kompetenzzuwachs bei den Studierenden untersucht werden. Das Forschungsdesign der Interventionsstudie mit Experimental-, Kontroll- und Wartekontrollgruppen sieht drei Messzeitpunkte und einen Methodenmix aus qualitativen Forschungsmethoden (Interviews, Videoanalyse, Dokumentenanalyse) und quantitativen Methoden (Fragebogenerhebung) vor. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit werden direkt in die Weiterentwicklung und Konzeption einfließen. Der Zertifikatsstudiengang wird anhand der Erkenntnisse der Forschung angepasst.

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