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Ringvorlesungen

An der Universität Regensburg finden in jedem Semester zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten sogenannte Ringvorlesungen statt. Die einzelnen Termine einer Ringvorlesung finden in der Regel während der Vorlesungszeit im wöchentlichen Rhythmus am gleichen Wochentag zur jeweils gleichen Uhrzeit statt - dabei wechselt von Mal zu Mal der oder die Vortragende: Nicht nur ein Dozent kommt zu Wort, sondern der Themenbereich wird von Forscherinnen und Forschern unterschiedlicher Disziplinen und Institutionen beleuchtet.

Ringvorlesungen stehen Hörerinnen und Hörern aller Fakultäten und auch interessierten Gästen von außerhalb der Universität offen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig.


Ringvorlesungen im Wintersemester 2026/27

Missbrauch in Institutionen

Missbrauch in Institutionen. Sexuelle, spirituelle, systemische Komponenten

Missbrauch ereignet sich selten isoliert, er entsteht und wird ermöglicht durch institutionelle Strukturen. Kirchen, Schulen, Universitäten, Vereine, therapeutische und pädagogische Einrichtungen gehören zu den Tatorten. Die Ringvorlesung beleuchtet aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven, wie sexuelle Gewalt, spiritueller Missbrauch und systemische Abhängigkeitsverhältnisse ineinandergreifen. Referent*innen aus (katholischer und evangelischer) Theologie, Rechtswissenschaften und Sozialer Arbeit, Präventionsexpert*innen und Journalist*innen diskutieren Entstehungsbedingungen, Machtdynamiken und Aufarbeitungsstrategien. 

Die Vorlesungsreihe richtet sich an Studierende aller Fächer sowie an eine interessierte Öffentlichkeit. 

Ab dem 14. Oktober 2026, mittwochs, von 16:15 bis 17:45 Uhr, im Hörsaal H18 an der Universität und per Video-Konferenz via Zoom (externer Link, öffnet neues Fenster).

Programm
  • 14.10.2026
    Prof.in Dr. Ute Leimgruber (Universität Regensburg)
    Missbrauch in Institutionen. Begriffe – Konzepte – Muster 
  • 21.10.2026
    Dr. Magdalena Hürten (Universität Regensburg)
    Wissen, das zählt. Zur Bedeutung von Betroffenenberichten für Forschung und Aufarbeitung 
  • 28.10.2026
    Dr. Barbara Haslbeck (Erzbistum München und Freising)
    Tatort Orden. Sexueller Missbrauch an und durch Ordensfrauen 
  • 04.11.2026
    Maria Urban M.A. (Hochschule Merseburg) 
    Schule als Kompetenz- und Risikoort im Themenfeld Sexuelle Bildung und sexualisierte Gewalt. Einblick in aktuelle Debatten und das Curriculum SeBiLe 2.0 
  • 11.11.2026
    Prof.in Dr. Judith Könemann (Universität Münster)
    Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften. Theologische und institutionelle Bedingungsfaktoren 
  • 18.11.2026
    Prof.in Dr. Judith König (Universität Regensburg)
    Missbrauch im Buch – Missbrauch mit dem Buch? Bibel, Medien und Missbrauch 
  • 25.11.2026
    Dr. Judith Helmig (Präventionsbeauftragte Bistum Regensburg)
    Vom Schweigen zum Handeln: Herausforderungen und Lernprozesse in der diözesanen Präventions- und Interventionsarbeit 
  • 02.12.2026
    RA Ulrich Weber und Johannes Baumeister (Aufarbeitungsstudie Bistum Regensburg)
    Was bedeutet Aufarbeitung? Anspruch, Herausforderungen und Perspektiven im Umgang mit Missbrauch in Institutionen 
  • 09.12.2026
    Nadja Schmitz-Arenst (Universität Regensburg)
    Netzwerkforschung als Schlüssel für die Analyse von Missbrauch in (kirchlichen) Institutionen 
  • 16.12.2026
    Kerstin Claus (Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen UBSKM)
    Schutz vor sexualisierter Gewalt: Warum verbindliche Strukturen und fachübergreifende Zusammenarbeit im Thema entscheidend sind 
  • 13.01.2027
    Helga Dill (Institut für Praxisforschung und Projektberatung München)
    Alles anders? Sexualisierte Gewalt im Kontext der Evangelischen Kirche Deutschlands und der Diakonie 
  • 20.01.2027
    Prof.in Dr. Monika Schröttle (Hochschule Ravensburg-Weingarten)
    Sexuelle Übergriffe gegen Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen. Ergebnisse aus der empirischen Forschung 
  • 27.01.2027
    Dr. Christiane Florin (Deutschlandfunk, Leitung Abteilung Kultur)
    Keinzelfall: Wie Heinz ein katholisches Heim überlebte. Lesung der Autorin mit anschließendem Gespräch

H18

Standort: Sammelgebäude, Hörsaaltrakt, SGHG , EG, H18
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

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Schulsysteme weltweit | School Systems Worldwide

The lecture series will focus on discussing school systems worldwide and current developments. Experts will present various school systems worldwide and engage in discussions about recent trends. Each session will follow a uniform structure: Initially, the historical development trajectories will be outlined, followed by a description of reforms and their contextual conditions. Additionally, the structure and organization of each school system will be analyzed. Furthermore, there will be an in-depth examination of pedagogical practices in schools, along with discussions on current debates and prospects for each school system. The country-specific sessions will be framed by an introduction to the basics of school systems and an overview of comparative studies on key topics in two sessions (e.g., digitalization, teacher education, educational equity, inclusion, sustainability).

Ab dem 27. Oktober 2026, dienstags, von 18 bis 20 Uhr, Video-Konferenz via Zoom (externer Link, öffnet neues Fenster) (gehostet von der Universität Graz, Meeting-ID: 626 1541 3198). Veranstaltungssprache: Englisch

Programm

  • 27.10.2026
    School system of Uganda
    Charles Kyasanku, University of Kampala
  • 03.11.2026
    School system of Croatia
    Assoc. professor Visnja Rajic, PhD, University of Zagreb
  • 10.11.2026
    School system of Singapore
    Carrie K. L. Ho, Dr. Anglia Ruskin, University of Cambridge
  • 17.11.2026
    School system of Kenya
    Martin Kavua, Ph.D., Charles University Prague
  • 24.11.2026
    School system of France
    Prof. Marc Moyon, University Limoges, France
  • 01.12.2026
    School system of New Zealand
    Dean Sutherland, University of Canterbury
  • 08.12.2026
    School system of USA
    Rose Ylimaki, University of South Carolina
  • 15.12.2026
    School system of Columbia
    Maria Cecilia Plested-Alvarez, Universidad de Antioquia, Medellín, Kolumbien 
  • 12.01.2027
    School system of Australia
    Danielle H. Heinrichs, PhD, Griffith University, Brisbane
  • 19.01.2027
    School system of Irak
    Abdulsatar Sultan, Catholic University in Erbil

Sprache – die BAS!S für Inklusion

Sprache - die BAS!S für Inklusion

Das Projekt BAS!S dient einer nachhaltigen Stärkung des Querschnittsthemas Inklusion in der universitären Lehrkräftebildung unabhängig von Schulart und -fach.
Im Rahmen des Projektes kooperieren alle zehn lehrkräftebildenden Universitäten Bayerns. An der Universität Regensburg ist das Projekt am Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung (RUL) verankert und arbeitet mit den Lehrstühlen für Schulpädagogik sowie für Lernbehindertenpädagogik einschließlich inklusiver Pädagogik zusammen.
Weitere Informationen auf der RUL-Webseite.       

Die Mitarbeitenden des bayernweiten Projekts BAS!S bieten im Wintersemester 26/27 eine digitale Ringveranstaltung an: „Sprache – die BAS!S für Inklusion“. Die Vortragsreihe richtet sich an Dozierende und Studierende aller Lehrämter sowie Referendarinnen, Referendare und Lehrkräfte aller Schularten. Darüber hinaus sind auch alle Interessierten herzlich eingeladen an der Ringveranstaltung teilzunehmen!

Inhalt der Ringvorlesung

Sprache und Kommunikation sind zentral für Bildung, Teilhabe und Inklusion. Diese Ringveranstaltung beleuchtet aus interdisziplinären Perspektiven die vielfältigen Zusammenhänge. In den einzelnen Sitzungen werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praxisrelevante Ansätze zu unterschiedlichen Themenfeldern vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung findet ab dem 21. Oktober 2026, mittwochs, von 16:30 bis 18:00 Uhr online via Zoom statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Anmeldung. 

Programm
  • 21.10.2026
    Sprachentwicklungsstörungen als verdeckte Beeinträchtigungen im Bildungssystem 
    Prof.in Dr. Wilma Schönauer-Schneider (Universität Regensburg)
  • 28.10.2026
    Sprachsensibler Unterricht konkret: Primarstufe
    Fabian Schwab (Universität Erlangen-Nürnberg), Franziska Herzner (Universität Eichstädt-Ingolstadt)
  • 04.11.2026
    Sprachsensibler Unterricht konkret: Sekundarstufe
    Simon Wagner (TU München), Stefan Vitzthum (TU München)
  • 11.11.2026
    Lesekompetenz und Lesetests
    Tina Eben (Universität Bayreuth), Eva Rappöhn (Universität Erlangen-Nürnberg), Sabrina Fischer (Universität Regensburg)
  • 18.11.2026
    Rechtschreibstörung: Diagnostik und Fördermaßnahmen
    Max Balling (Universität Bayreuth), Nina Hertstein (Universität Bayreuth)
  • 25.11.2026
    Mehrsprachigkeit inklusiv gedacht: Was Lehrkräfte denken, was didaktische Räume ermöglichen, was KI eröffnet 
    Prof.in Dr. Sarah Désirée Lange (Universität Erlangen-Nürnberg)
  • 02.12.2026
    Rechtspopulistische (Sprach)-Muster der Kommunikation 
    Dr. Michael Richter (Universität Bamberg), Andreas Janka (LMU München), Petra Ringelmann-Blank (Universität Bamberg)
  • 09.12.2026
    Einsatz von Lautvideos im inklusiven Schriftspracherwerb
    Dr. Florian Salzberger (Universität Passau), Carolin Miedl (St.-Notker Schule Deggendorf)
  • 16.12.2026
    Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation (UK) – Weil Sprache mehr ist als das gesprochene Wort!
    Veronika Weiß (Universität Regensburg), Andreas Janka (LMU München), Marion Weithaler (Universität Augsburg)
  • 20.01.2027
    Sprachlos – professioneller Umgang mit Schüler:innen mit selektivem Mutismus
    Johanna Brünker (Universität Würzburg), Dr.in Julia Mach-Würth (Universität Bamberg)
  • 27.01.2027
    Mehrsprachigkeit? Aber ja doch!!
    Prof.in (Univ. Thess.) Dr. Jutta Wolfrum (Universität Bamberg)

Weitere Informationen sowie Anmeldemodalitäten finden Sie auf der Webseite des Regensburger Universitätszentrums für Lehrerbildung

Terrains: Kritische Perspektiven und Methoden in Geographie, Anthropologie und Geschichte

DIMAS Ringvorlesung

Terrains: Kritische Perspektiven und Methoden in Geographie, Anthropologie und Geschichte

Was bedeutet es, „vor Ort“ zu forschen? Die DIMAS-Ringvorlesung befasst sich mit dem Konzept der „Terrains“ – nicht nur als physische Landschaften, sondern als Archive, Gemeinschaften und politische Räume, die den Nahen Osten und Zentralasien prägen. Wir blicken über die Landkarte hinaus und beleuchten die praktischen Herausforderungen wissenschaftlicher Arbeit: den Aufbau von Vertrauen in einer Gemeinschaft, ethische Fragen bei der Arbeit in halbautoritären Gebieten sowie die Spannungen zwischen Archivtheorie und ethnografischer Realität. Nach grundlegenden Einführungen in die Geografie und Geschichte dieser Regionen geht der Kurs in eine Reihe von Meisterklassen über, die von weltweit renommierten Gastwissenschaftlern geleitet werden. Durch die Auseinandersetzung mit deren aktuellen Projekten und begleitenden Texten lernen die Studierenden, komplexe Terrains mit einem kritischen, multiskalaren Blick zu entschlüsseln. Dieser Kurs steht allen offen – von Spezialisten für Regionalstudien bis hin zu denen, die einfach nur neugierig sind, wie Wissen in umkämpften Räumen entsteht. Die DIMAS-Ringvorlesung 2026 wird von der Universitätsstiftung Hans Vielberth unterstützt und von Prof. Dr. Timothy Nunan und Dr. Mélanie Sadozaï vom DIMAS organisiert.

Ab dem 15. Oktober 2026, donnerstags, von 16 bis 18 Uhr c.t., im Hörsaal H8 an der Universität

Programm
  • 15.10.2026
    Introduction to the Course by Prof Dr. Timothy Nunan & Dr. Mélanie Sadozaï
  • 22.10.2026
    Dr. Mélanie Sadozaï (University of Regensburg)
    Ethnographic Research in Sensitive Contexts: Insights from the Central Asia -Afghanistan ‘s borders
  • 29.10.2026
    Prof. Dr. Timothy Nunan (University of Regensburg)
    Faith in Revolution: Islamist Internationalism in a Decolonizing World
  • 05.11.2026
    Dr. Dani Nassif (University of Regensburg)
    Authority and Legitimacy in Modern Iraq
  • 12.11.2026
    Dr. Nafay Choudhury (London School of Economics)
    Bazaar Governance: Legal Pluralism and Economic Order in an Afghan Marketplace
  • 19.11.2026
    Dr. Suzy Blondin (University of Lausanne)
    Mobile Ethnography to Explore Climate Mobilities in Tajikistan ’s Pamir Mountains
  • 26.11.2026
    Prof. Dr. Till Mostowlansky (Geneva Graduate Institute, Kyiv School of Economics)
    Microbial Terrains: How Non -human Evolution and Movement Challenge Human Lives and Boundaries
  • 03.12.2026
    Dr. Gözde Yazıcı Cörüt (University of Regensburg)
    Between Empires, Across Borders: The Caucasus as a Relational Terrain
  • 10.12.2026
    Dr. Siarhei Bohdan (University of Regensburg)
    Tear Down These Borders! Transcending Imperialist and Nationalist Historiographies of the Middle East and Central Asia
  • 17.12.2026
    Dr. Dorota Woroniecka-Krzyzanowska
    Terrain as Collaboration: Researching the Past in the Iraqi Present
  • 07.01.2027
    Dr. Elisabeth Becker-Topkara (Max Weber Institut Heidelberg)
    Diasporic Terrains: Walking Jewish Berlin
  • 14.01.2027
    Dr. Annika Schmeding (University of St Andrews, UK & KNAW)
    Contesting Frontierism: Living/Researching with Friction
  • 21.01.2027
    Dr. Andrei Dörre (Freie Universität Berlin)
    Terrains Matter! Conducting Empirical Research in High Asia
  • 28.01.2027
    Dr. Carolyn Taratko (ZZF, Potsdam)
    Cooling the Global South: Exploring the Role of Technology in Regionalization, 1950s –1970s

Hörsaal

H8
Standort: Zentrales Hörsaalgebäude, ZHGB , UG1, H8
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

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Verfassungsdebatten: Antike Ursprünge, historische Wirkung, aktuelle Relevanz

Verfassungsdebatten: Antike Ursprünge, historische Wirkung, aktuelle Relevanz

Im Zentrum der Ringvorlesung stehen antike Verfassungsdebatten als dynamisches Spannungsfeld von politischer Theorie, institutioneller Praxis und lebensweltlichen Kontexten.

Sie fragt nach ihrer langfristigen Relevanz für die Geschichte politischer Ideen, politischer Institutionen sowie politischer Ordnung. Ausgangspunkt ist der griechische Begriff politeia, der in der Antike umfassend verstanden wurde: Er bezeichnet nicht nur formale Institutionen, Ämter und Verfahren, sondern ebenso Lebensweisen, Normen, Werte, Tugenden, Bildungsprogramme und symbolische Ordnungen, durch die sich politische Gemeinschaften überhaupt erst konstituieren. Verfassung erscheint damit weniger als bloßer „Text“ denn als kulturell, sozial und materiell verankerte Ordnung, die im Angesicht möglicher Alternativen in Frage gestellt wird und sich in Konflikten bewährt, verändert und legitimiert. Im Zentrum stehen daher nicht allein Debatten, wie wir sie als Texte u.a. bei Herodot, Platon, Polybios und Cicero überliefert finden, sondern ebenso deren Entstehungskontexte, also die konkreten Arenen politischer Praxis: Versammlungen, Gerichte, öffentliche Räume, Rituale sowie Normbildungsprozesse in Mythos und Erinnerung. Klassische Philologie, Alte Geschichte, Archäologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte erschließen interdisziplinär die Semantiken, Praktiken und Materialitäten politischer Ordnung.

​Die Ringvorlesung verfolgt, wie antike Begriffe und Problemlagen – etwa Gemeinwohl, Freiheit, Gleichheit, Bürgerschaft, Gesetz, Demagogie und Populismus – über vielfältige Traditionslinien bis in die Gegenwart fortwirken und unsere Auseinandersetzungen um eine gute politische Ordnung weiterhin strukturieren.

Einen konkreten Anlass dazu bietet zum einen das 250jährige Jubiläum der Amerikanischen Revolution, deren Verfassungsväter eine neue Republik auf polybianisch gefilterter Wahrnehmung griechischer Bundesstaaten gründeten. Zum andern fordert die wachsende Gefährdung von Demokratien weltweit zur Reflexion über Verfassungen und politische Strukturen heraus. Die historischen Geisteswissenschaften können vor diesem brisanten Hintergrund entscheidende Beiträge zum Verständnis der Genese, der Herausforderung und Gestaltungsoptionen politischer Ordnungen in der Gegenwart leisten, indem sie die Entstehung zentraler Verfassungsbegriffe rekonstruieren, ideelle und institutionelle Alternativen sichtbar machen und das Verständnis dafür schärfen, dass Verfassungen nicht nur institutionelle Arrangements sind, sondern auch normative und inklusive Projekte, deren Qualität und Stabilität von geteilten Ideen und geteilter politischer Verantwortung im täglichen Sprechen und Handeln abhängt.

Die Veranstaltung findet ab dem 21. Oktober 2026, mittwochs, 18:15 Uhr, im Hörsaal H22 an der Universität Regensburg statt.

Programm
  • 21.10.2026
    Brücken über die Zeiten. Athen, Rom und die Frage nach dem Politischen in den Umbrüchen der Gegenwart
    Prof. Dr. Uwe Walter (Universität Bielefeld)
  • 28.10.2026
    Die Entdeckung der bürgerlichen Gegenwärtigkeit. Politische Ordnungsvorstellungen im frühen Griechenland
    PD Dr. Oliver Grote (Universität Regensburg)
  • 04.11.2026 | Hörsaal H3
    Citizens or Subjects? Two Ancient Greek Pathways out of Social Crisis
    Prof. Dr. Josiah Ober (Stanford University)
  • 11.11.2026
    Zum Psychogramm des Tyrannen bei Platon
    Prof. Dr. Christoph Riedweg (Universität Zürich)
  • 18.11.2026
    Platons Kritik an der Demokratie: Rekonstruktion und aktuelle Relevanz
    Prof. Dr. Eva Helene Odzuck (Universität Regensburg)
  • 25.11.2026
    Why Not Demokratia?
    Ass.prof. Dr. Daniela Cammack (University of California, Berkeley)
  • Donnerstag: 03.12.2026 | Hörsaal H23
    Winckelmann-Festvortrag: Das Kapitol – zwischen Archäologie und Geschichte
    Prof. Dr. Ortwin Dally (DAI Rom)
  • 09.12.2026
    Die „ancient republics“ in den *Federalist Papers* und die Verfassung der USA
    Prof. Dr. Volker Depkat (Universität Regensburg)
  • 13.01.2026
    Vom Staatsmarkt zum Kaiserforum? Architektonischer und politischer Wandel im antiken Ephesos
    Prof. Dr. Dirk Steuernagel (Universität Regensburg)
  • 20.01.2027
    Das Spannungsfeld von Demokratie und Oligarchie – Antike Vorstellungswelten und moderne Debatten
    PD Dr. Alexandra Eckert (Erlangen/Freiburg)
  • 27.01.2027
    Wie konservativ waren Griechen und Römer? Antike Verfassungsdebatten
    Prof. Dr. Angela Ganter (Universität Regensburg)

 

 

Hörsaal

H22
Standort: Zentrales Hörsaalgebäude, ZHGB , UG1, H22
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

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Wissen schafft Zukunft. Sozial- und geisteswissenschaftliche Perspektiven auf nachhaltigen Konsum

Wissen schafft Zukunft. Sozial- und geisteswissenschaftliche Perspektiven auf nachhaltigen Konsum

Die Ringvorlesung findet ab dem 20. Oktober 2026, dienstags, 14:15 Uhr, im Hörsaal H9 an der Universität Regensburg statt.

Programm
  • 20.10.2026
    Nachhaltiger Konsum und Bildung. Probleme und Potentiale aus bildungstheoretischer Perspektive
    Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski
  • 27.10.2026
    Vom Horten zum Teilen: Die Abstellkammer als Ressource für einen kreislauforientierten Konsum
    Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben, digital
  • 03.11.2026
    Nachhaltiger Konsum im Fremdsprachenunterricht: Themen, Kompetenzen, methodische Zugänge
    Prof. Dr. Carola Surkamp
  • 10.11.2026
    Von der oeconomia naturalis zum ökologischen Fußabdruck: Überlegungen zu einer Wissenschaftsgeschichte des nachhaltigen Konsums
    Dr. Christian Reiß
  • 17.11.2026
    Nachhaltige Ernährung im Getriebe des Alltags
    Prof. Dr. Jana Rückert-John
  • 24.11.2026
    Nachhaltigkeit durch grünen Konsum? Der emotionale Streit um die richtige Lebensführung
    Prof. Dr. Sighard Neckel
  • 01.12.2026
    Wie viel Klima steckt im Warenkorb? Konsum und Einkommen in der EU
    Prof. Dr. Fabian Kindermann
  • 08.12.2026
    Nachhaltige Ernährung – Ein Trend mit Potenzial, aber ohne Geschichte
    Prof. Dr. Gunther Hirschfelder
  • 15.12.2026
    Medien des Konsums: Aspekte einer kritischen Warenästhetik
    Prof. Dr. Christiane Heibach
  • 12.01.2027
    Fastensuppen, Weltläden, Christians4Future. Räume christlichen Engagements für nachhaltigen Konsum
    apl. Prof. Dr. Peter Scheuchenpflug
  • 19.01.2027
    Nachhaltiger Konsum durch Recht? Möglichkeiten und Grenzen rechtlicher Steuerung 
    Prof. Dr. Rike Krämer-Hoppe
  • 26.01.2027
    Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule: Im Spannungsfeld zwischen individuellem Handeln und strukturellen Bedingungen
    Dr. Katharina Asen-Molz

Hörsaal

H9
Standort: Zentrales Hörsaalgebäude, ZHGB , UG1, H9
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg

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