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Veranstaltungen der Koordinationsstelle Chancengleichheit

Die Koordinationsstelle Chancengleichheit informiert und sensibilisiert mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot rund um das Thema Gleichstellung. Mit Vorträgen, Workshops, Diskussionsformaten und Informationsveranstaltungen greifen wir aktuelle Fragestellungen auf, geben Impulse und fördern den fachlichen Austausch.

Unsere Veranstaltungen richten sich an Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und alle Interessierten, die sich mit Fragen der Gleichstellung im universitären Kontext auseinandersetzen möchten.

Veranstaltungsreihen der Koordinationsstelle Chancengleichheit


Vergangene Veranstaltungen der Koordinationsstelle Chancengleichheit

Die vergeschlechtlichte Geschichte der KI - Gender Lecture, 30.6.2026

Plakat Gender Lecture Sommersemester 2026

Am 30.6.2026 um 18 Uhr hat Dr. Andrea Reichenberger einen Vortrag über “Die vergeschlechtlichte Geschichte der KI” im H3 (UR) gehalten.

Die Geschichte der künstlichen Intelligenz (KI) wird meist als lineare Erfolgsgeschichte erzählt, die von Männern dominiert wird – von der Dartmouth-Konferenz bis zu den heutigen Large Language Models (LLMs). Dieser Beitrag brach mit dieser Darstellung. Anhand spezifischer Fallstudien wurden die strukturellen Bedingungen untersucht, die zur Marginalisierung der Beiträge von Frauen sowie zu geschlechtsspezifischen Dynamiken in der institutionellen und epistemischen Entwicklung der KI führten. Reichenbergs Analyse beleuchtete unter anderem die Rolle der RAND Corporation in den 1950er-Jahren. Dabei wurde der Einfluss von Akteurinnen wie Roberta Wohlstetter herausgearbeitet, deren Analysen zur nuklearen Abschreckung zentrale Denkweisen früherer KI-Modelle prägten. Zudem wurde die oft unsichtbar gemachte Arbeit von Programmiererinnen bei IBM und im SAGE-System – tätig als „Human Computers“ und Codiererinnen – kritisch gewürdigt. Einen weiteren Schwerpunkt des Vortrages bildete die geschlechtsspezifische Dimension technischer Terminologien. Am Beispiel der Kryptografie wurde schließlich aufgezeigt, wie implizite Rollenbilder transportiert werden. So führten Ron Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman (RSA) im Jahr 1978 die personifizierten Platzhalter „Alice” und „Bob” ein, um kryptographische Protokolle und Public-Key-Verfahren anschaulicher zu erklären.  In Verbindung mit militärisch codierten Metaphern wie dem „Man-in-the-Middle-Angriff” prägen diese Narrative bis heute das Verständnis von Cybersicherheit und KI-Strategien. Der Vortrag plädierte für eine Neubewertung der KI-Geschichte, die sprachliche und soziale Strukturen analysiert, um zu einem inklusiveren Verständnis der technologischen Entwicklung von KI beizutragen.

Menstruelle Gesundheit an der Hochschule – Workshop, 22.6.2026

In diesem Workshop haben die Teilnehmenden nach einem Input zur menstruellen Gesundheit im Bildungskontext in moderierten Diskussionsgruppen gearbeitet: Sie haben Herausforderungen benannt, Bedürfnisse ausformuliert und konkrete Ideen für Veränderung entwickelt.

Referentin des Workshops war Dr.in Jennifer Chan de Avila, Wissenschaftlerin, Menopause-Doula und Autorin des Buchs Wechseljahre am Arbeitsplatz(externer Link, öffnet neues Fenster) (externer Link, öffnet neues Fenster) (2025).

Peer-to-Peer Menopause Support Lab: Strategien und Tools für gegenseitige Unterstützung - Workshop, 22.6.2026

Am 22.6. fand der zweite Workshop der Reihe “Wechseljahre im Fokus”. Dabei erhielten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über Peer-to-Peer-Formate für Wechseljahresgesundheit: was sie leisten können, welche Elemente sie brauchen und was gute Praxis ausmacht. Referentin des Workshops war Dr.in Jennifer Chan de Avila, Wissenschaftlerin, Menopause-Doula und Autorin des Buchs Wechseljahre am Arbeitsplatz (externer Link, öffnet neues Fenster) (2025).

“Feministische Manifeste” - Vernissage und Ausstellung 27.5.-9.6.2026

© UR/Wolferstetter
© UR/Ehrnsperger

Am 27. Mai 2026 wurde die Poster-Ausstellung “Feministische Manifeste” mit einer Vernissage im Rahmen des Aktionsmonats gegen Diskriminierung des AStA (externer Link, öffnet neues Fenster) an der UR eröffnet. Gezeigt werden Manifeste, die Studierende des Zusatzstudiums Gender Kompetenz (ZGK) der UR in Kursen bei Agnes Böhmelt, Dozentin im ZGK, verfasst und gestaltet haben. Prof.in Dr. Astrid Ensslin, Gleichstellungsbeauftragte der Universität für Frauen in Wissenschaft und Kunst, dankte in ihrem Grußwort allen Beteiligten und sagte:
“In den studentischen Werken wird deutlich, dass feministische Manifeste heute nicht nur Forderungen nach Gleichberechtigung artikulieren, sondern auch die Bedingungen von Sprechen selbst reflektieren: Wer spricht? Wer wird gehört? Wer wird zum Schweigen gebracht? […] Die Studierenden haben sich nicht darauf beschränkt, feministische Theorie zu rezipieren - sie haben sie in Handlung übersetzt, in Sprache gegossen, in Raum gebracht. Damit laden sie uns alle ein, mitzudenken, mitzufühlen - und vielleicht auch mitzuwidersprechen. Denn ein Manifest ist nie ein abgeschlossener Text. Es ist ein Angebot, eine Aufforderung, und manchmal auch eine Herausforderung, ins Handeln zu kommen und das System aktiv umzugestalten.”
Die Ausstellung wird noch bis zum 9. Juni bei H3/H4 im Zentralen Hörsaalgebäude an der UR gezeigt.

Banned & Tracked: Körper- und Genderwissen zwischen Tabu, (zensierten) Büchern und FemTech-Apps - 23.4.2026, NACHT.SCHAFFT.WISSEN

“Banned and tracked” - Plakat Nacht.Schafft.Wissen

Am 24.4. hatte die Koordinationsstelle Chancengleichheit zusammen mit dem DIMAS einen Info-Stand bei der Veranstaltung Nacht.Schafft.Wissen. Er stand unter dem Titel "Banned & Tracked: Körper- und Genderwissen zwischen Tabu, (zensierten) Büchern und FemTech-Apps". Präsentiert wurden Bücher, die aufgrund ihrer Gender-Inhalte aus Schulbibliotheken oder dem Unterricht in den USA entfernt wurden. Viele dieser Werke thematisieren unter anderem Genderidentität und Transgeschlechtlichkeit, Sexuelle Orientierung (LGBTQ+), Sexualität und Aufklärung, Menstruations- und Körperwissen. Der Austausch mit den Besucher*innen kreiste um die Frage, inwiefern Genderwissen einerseits unsichtbar gemacht oder tabuisiert wird, andererseits zwar zugänglich ist, jedoch potenziell gesteuert und kommerziell oder sogar politisch instrumentalisiert werden kann, etwa durch Fem-Tech-Apps.

Ehrenplakette für May Ayim an der Universität Regensburg - 22.4.2026

Plakette der FrauenOrte Bayern für May Ayim

Am 22.4.2026 wurde im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion der Stadt Regensburg und der Universität Regensburg eine Ehrenplakette für die Dichterin, Wissenschaftlerin und Antirassismus-Aktivistin May Ayim angebracht.

Zum Pressebericht der Veranstaltung (externer Link, öffnet neues Fenster) (Kommunikation und Marketing)

Zu May Ayim (externer Link, öffnet neues Fenster) (*03.05.1960 bis †09.08.1996) (Universitätsarchiv)

Wechseljahre im Fokus - Workshop für Frauen in der (Peri-)Menopause, 5.3.2026

Am 5.3.2026 leitete Dr. Jennifer Chan de Avila, wissenschaftliche Expertin und ausgebildete Menodoula, einen Workshop für Frauen in der (Peri-)Menopause. Dabei wurden die Wechseljahre näher betrachtet, ihre Auswirkungen auf die eigenen Arbeitsleistungen fokussiert, sowie praktische Strategien zum Arbeitsstil und zur Selbstfürsorge vermittelt.

Wechseljahre im Fokus - Awareness-Vortrag für alle Interessierten, 2.3.2026

Am 2.3.2026 hielt Dr. Jennifer Chan de Avila, wissenschaftliche Expertin und ausgebildete Menodoula, einen virtuellen “Awareness-Vortrag für alle Interessierten”. Dabei wurden Grundlagen zum Thema Wechseljahre vermittelt, die Beziehungen zwischen Wechseljahren und Arbeit aufgezeigt, die drei Dimensionen der Wechseljahre entlang der MenoMATRIX geschildert, sowie gute Gründe, warum man sich dem Thema “Wechseljahre am Arbeitsplatz” widmen sollte. Schließlich wurden auch die positiven Einflüsse der Wechseljahre vorgestellt.

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