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Deine Kommilitonin im Jahr 1979-1986

Als Studentin der Pädagogik und Grundschullehramt an der Universität Regensburg setzte sie sich mit Sprache, Identität und gesellschaftlichen Strukturen auseinander – Themen, die sie später als Dichterin und Aktivistin prägen sollten. Als Mitbegründerin der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland schuf sie eine der bis heute bedeutendsten zentralen Anlaufstellen und Interessenvertretungen für Schwarze Menschen bzw. Afrodeutsche in Deutschland. Als Schriftstellerin war sie unter anderem Mitherausgeberin des Sachbuches Farbe bekennen (1986), welches heute als einflussreiches Werk innerhalb der afrodeutschen Bewegung gilt. In diesem verarbeitet Sie anhand eigener Erfahrungen den alltäglichen Rassismus, denen Afrodeutsche ausgesetzt sind. Im Jahr 1996 erlebte May Ayim nach einer Phase großer Arbeitsbelastung und emotionaler Anspannung eine psychische Krise, die wiederholte stationäre Aufenthalte in einer psychiatrischen Klinik notwendig machte. Während dieser Zeit wurde zudem die Diagnose Multiple Sklerose gestellt. Am 9. August 1996 nahm sich May Ayim das Leben. Ihr Wirken bleibt bis heute ein eindrucksvolles Zeugnis für Vielfalt und Selbstbestimmung.

 

Was ist in ihrer Studienzeit an der UR passiert?

Am 25. und 26. Mai 1982 fanden bundesweite Protesttage statt, die auch an der Universität Regensburg mit Diskussionen in und mit AStA und Fachschaften begleitet wurden. Im Oktober desselben Jahres waren erstmals mehr weibliche als männliche Studienanfänger immatrikuliert – insgesamt 12.260 Studierende. Vom 6. bis 10. Juni 1983 organisierte der AStA-Friedens-Arbeitskreis eine Friedenswoche mit Veranstaltungen und Diskussionen zur internationalen Sicherheitspolitik.


Universitätsarchiv

UAR, Rep. 017 (Studentenakten), 34710

UAR, Rep. 127 (Sammlung Prüfungsarbeiten), 4914

Bildnachweis

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