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Deine Kommilitonin im Jahr 1950-1956

Mildred Scheel wurde 1931 in Köln geboren und legte ihr Abitur in Amberg ab. Nach dem Vorbild ihres Vaters, eines Röntgenologen, studierte sie Medizin in München, Innsbruck und an der Theologisch-Philosophischen Hochschule Regensburg, einer Vorgängereinrichtung der Universität Regensburg. Nach dem Examen spezialisierte sie sich auf Röntgenmedizin und arbeitete in München und Berlin.

1969 heiratete sie den FDP-Politiker Walter Scheel, der 1974 zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Im selben Jahr gründete Mildred Scheel die Deutsche Krebshilfe, deren Präsidentin sie ab 1979 war. Ihr Einsatz galt der Aufklärung, Prävention und Entstigmatisierung von Krebserkrankungen. Trotz öffentlicher Kritik an ihrer direkten Ansprache des Themas setzte sie neue Maßstäbe im Umgang mit der Krankheit.

Ihr Engagement veränderte das gesellschaftliche Bewusstsein für Krebs nachhaltig. Bundespräsident Richard von Weizsäcker würdigte sie 1986 mit den Worten:

„Sie redete nicht mehr um den Namen und um die Sache herum, sie forderte uns auf, vor dieser Krankheit nicht mehr die Augen zu verschließen, sondern sie genau und klaren Blickes anzuschauen.
Ich glaube, dass Mildred Scheel und die Deutsche Krebshilfe unser Verhältnis zur Krankheit (...) verändert haben.“

Dr. Mildred Scheel verstarb 1985 an Darmkrebs. Ihr Lebenswerk wirkt bis heute fort.

 

Was ist in ihrer Studienzeit an der UR passiert?

Während ihrer Studienzeit an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg war die hochschulpolitische Zukunft der Einrichtung noch ungeklärt. Im Oktober 1952 lehnte der Bayerische Landtag die Gründung einer Universität in Regensburg oder einer Doppeluniversität Bamberg-Regensburg ab. Parallel dazu betrieb das Studentenwerk Regensburg eine eigene Gaststätte namens „Die Burse“, die günstige Mahlzeiten anbot und kulturelle Veranstaltungen organisierte.


Universitätsarchiv

UAR, Rep. 002 (Philosophische Theologisch-Hochschule Studentenkartei), 4876

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