Dein Kommilitone im Jahr 1973-1978
Wolfgang A. Herrmann legte 1967 am Donau-Gymnasium Kelheim sein Abitur ab und studierte anschließend Chemie an der Technischen Universität München. 1973 promovierte er an der Universität Regensburg bei Henri Brunner, 1978 folgte dort seine Habilitation.
Nach einem Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den USA erhielt Herrmann 1979 einen Ruf an die Universität Regensburg. 1982 wechselte er an die Universität Frankfurt, bevor er 1985 den Lehrstuhl des Nobelpreisträgers E. O. Fischer an der TU München übernahm. Von 1995 bis 2019 stand er als Präsident an der Spitze der TUM und wurde damit zum am längsten amtierenden Universitätspräsidenten Deutschlands.
Herrmann zählt zu den meistzitierten deutschen Chemikern. Er veröffentlichte über 800 wissenschaftliche Arbeiten, hält rund 80 Patente und erreichte 2019 einen h‑Faktor von 102. Seine Forschung widmet sich vor allem der Entwicklung molekular definierter Katalysatoren für industrielle Anwendungen.
Sein Wirken blieb nicht frei von Kontroversen. Die Einführung von Englisch als Lehrsprache an der TUM löste 2015 öffentliche Diskussionen aus. Gleichzeitig engagiert sich Herrmann für nachhaltige Technologien und vertritt ein christlich-humanistisches Bildungsverständnis. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er seit vielen Jahren auch als ehrenamtlicher Organist aktiv.
Was ist in seiner Studienzeit an der UR passiert?
1974/75 zog die Chemie vom Naturwissenschaftlichen Verfügungs- und Aufbaugebäude (NVA) in das neu errichtete Chemiegebäude. 1975 wurde die Fakultät für Chemie in Fakultät für Chemie und Pharmazie umbenannt.
1979 erhielt Herrmann für seine Forschungsleistungen in der Katalysechemie den Akademie-Preis für Chemie der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Universitätsarchiv
UAR, Rep. 015 (Prüfungsakten), 2014
UAR, Rep. 076 (Personalakten der Universität Regensburg), 283
Bildnachweis
Foto: Wolf Heider‑Sawall, 2007.
Quelle: Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wolfgang_A._Herrmann.jpg (externer Link, öffnet neues Fenster)
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