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Deine Kommilitonin im Jahr 1947-1953

Prof. Dr. Christel Tennyson wurde 1925 in Reval (heute Tallinn) geboren und kam nach dem Zweiten Weltkrieg über Krotoschin und Weißenburg nach Bayern. 1947 begann sie ihr Studium der Mineralogie und Kristallographie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Regensburg, einer Vorgängereinrichtung der Universität Regensburg. Dort arbeitete sie mit dem Mineralogen Hugo Strunz und fertigte Lehrmaterialien sowie Modelle für die Ausbildung an.

1953 promovierte sie an der Technischen Universität Berlin über Mineralien aus Flussspatlagerstätten der Oberpfalz. Ab 1956 leitete sie die Röntgenabteilung am Institut für Mineralogie und Kristallographie der TU Berlin und betreute später die dortige Mineralogische Sammlung. Ihre Habilitation zur Systematik der Borate erschien 1967.

Tennyson war in der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (DMG) und der International Mineralogical Association (IMA) aktiv. Ihre Forschung konzentrierte sich auf die Mineralogie Ostbayerns, insbesondere der Oberpfalz und des Bayerischen Waldes. Sie blieb der Region zeitlebens verbunden. Sie verstarb 2010 in Roth im Alter von 85 Jahren.

 

Was ist in ihrer Studienzeit an der PTH passiert?

Während ihrer Studienzeit an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg war Christel Tennyson in die mineralogische Ausbildung unter Leitung von Hugo Strunz eingebunden. Am 22. März 1949 hielt Strunz im Rahmen der Universitätswoche Regensburg einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Kristalle und ihre Bedeutung in Natur und Technik“. Die Veranstaltung war Teil der Ausstellung „Wirtschaft und Wissenschaft“ im Dörnberg-Palais, organisiert von der Hochschule und dem Verein der Freunde.

Später wurde durch Verordnung vom 22. Februar 1956 das Staatliche Forschungsinstitut für angewandte Mineralogie an der Hochschule eingerichtet, eine Initiative, an der Strunz maßgeblich beteiligt war.

Fotograf unbekannt; Der Aufschluss 47(1), 1996; mit Genehmigung des Mineralienatlas

Universitätsarchiv

UAR, Rep. 002 (Philosophische Theologisch-Hochschule Studentenkartei), 4453

UAR, Rep. 041 (Staatliches Forschungsinstitut für angewandte Mineralogie Regensburg an der Universität Regensburg)

Bildnachweis

Foto: Fotograf unbekannt; Verwendung mit Genehmigung des Mineralienatlas (VFMG e.V.)
Quelle: HERTING‑AGTHE, S. (1996), Frau Prof. Dr. Christel Tennyson zum 70. Geburtstag, Der Aufschluss, Heidelberg, Jg. 47, Heft 1, S. 1–2

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