Direkt zum Inhalt


Digitale Souveränität ist Gegenstand einer breiten Debatte, die durch zunehmende Abhängigkeiten von digitalen Infrastrukturen, Plattformen, globalen Technologieanbietern sowie geopolitische Entwicklungen geprägt ist. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Ziel einer vollständigen technologischen Unabhängigkeit, sondern die Fähigkeit, digitale Abhängigkeiten bewusst zu gestalten, Risiken zu begrenzen und die eigene Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Damit bildet Digitale Souveränität auch für die UR eine zentrale strategische Voraussetzung für die Sicherung ihrer langfristigen Handlungsfähigkeit. 

Entsprechend beobachtet und berücksichtigt die UR aktuelle Diskussionen und Entwicklungen, unter anderem im Rahmen der folgenden Initiativen:


Für die Universität Regensburg wurde darauf basierend ein institutionelles Verständnis für die Digitale Souveränität entwickelt:

Digitale Souveränität bezeichnet die Fähigkeit, in der digitalen Welt selbstbestimmt, unabhängig und sicher zu handeln sowie die Kontrolle über zentrale digitale Ressourcen wie Daten, Systeme und Prozesse zu bewahren. Sie umfasst organisationale und technologische Selbstbestimmung, die aktive Gestaltung und Kontrolle der technologischen Landschaft sowie die Gewährleistung von IT-Sicherheit, Betriebssicherheit und Datenschutz.

Ausgehend von diesem Verständnis wird Digitale Souveränität an der Universität Regensburg anhand zentraler Merkmale operationalisiert:

  • Organisationale Selbstbestimmung (u. a. Verfügungsgewalt, Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten, Nutzbarkeit alternativer Lösungen sowie deren Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit)
  • Technologische Selbstbestimmung (u. a. Flexibilität der eigenen Infrastruktur, Kompetenzen für den Betrieb, technische Datenhoheit und Sicherheit)
  • Flankierende Merkmale (Resilienz, Wirtschaftlichkeit des Systembetriebs sowie die Außenwirkung technologischer Entscheidungen)

Basierend auf diesem institutionellen Verständnis und den Merkmalen, auf welche sich die Mitglieder der Kommission für die IT-Architektur einigen konnten, wurden die folgenden weiteren Schritte ausgeführt:

  • Auswahl kritischer IT-Systeme, digitaler Prozesse und Infrastrukturen aus den IT-Domänen der Universität Regensburg
  • Bewertung der ausgewählten Systeme, Prozesse und Infrastrukturen
  • Ableitung erster Maßnahmen zur Reaktion im Falle von Beeinträchtigungen der Digitalen Souveränität
  • Etablierung der Digitalen Souveränität als einen wichtigen Aspekt bei der zukünftigen Auswahl von IT-Systemen
nach oben