Aus der IT-Strategie der Universität Regensburg (externer Link, öffnet neues Fenster), vom Juli 2026:
Die Mission der Universität Regensburg besteht darin, im Freistaat Bayern die akademische Forschung und Lehre sowie den Outreach auf dem höchstmöglichen Niveau umzusetzen und zu sichern. Sie nimmt darin ihre Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft wahr, welche die Universität tragen, wie auch gegenüber ihrer Gemeinschaft bestehend aus Studierenden, wissenschaftsstützendem und wissenschaftlichem Personal, welche die Universität ausmacht. Die Digitalisierung der Universität arbeitet dieser Mission zu.
Die UR setzt sich als wichtigstes strategisches Ziel für die IT, die IT-Systeme als beste Unterstützung für ihre Leistungsbereiche Forschung, Lehre, Studium und Outreach sowie für das Hochschulmanagement auszubauen und diese konsequent auf die Anforderungen der Nutzenden auszurichten.
Diese sehr weitreichende Aussage wird mit den folgenden vier Teilzielen für die Leistungs- und Unterstützungsbereiche der UR konkretisiert. Mit der Präzisierung werden die Schwerpunkte der IT-Ziele festgelegt und mit der Reihenfolge die Priorisierung vorgenommen.
- Forschung durch leistungsfähige, kollaborative und souveräne IT-Infrastruktur stärken
(1) Förderung des digital souveränen Ausbaus von Hardware und Software (insbesondere solche, die selbst oder in der EU durch öffentliche Einrichtungen bzw. forschungsnahe Institutionen gehostet werden), um kollaboratives Arbeiten und interdisziplinäre Forschungsvorhaben zu stärken. Zudem (2) Ausbau des Datenmanagements u. a. um Förderbedingungen bezüglich Langzeit-Archivierung und Rechtemanagement zu erfüllen sowie datenintensive Projekte zu unterstützen. - Digitale Exzellenz in Lehre, Studium und Weiterbildung fördern
Ausbau stabiler IT-Systeme zur Unterstützung innovativer, barrierefreier digitaler Lehr- und Lernformate, um zeit- und ortsunabhängige Bildungsangebote zu ermöglichen und die Qualität der Lehre nachhaltig zu verbessern. - Digitales Hochschulmanagement ausbauen
Automatisierung und Digitalisierung administrativer Prozesse, um Effizienz und Nutzerfreundlichkeit zu steigern sowie um manuelle Tätigkeiten, Mehrfacheingaben wie auch Medienbrüchen zu reduzieren – mit Fokus auf Interoperabilität und Datenschutz. - Digitale Formate für den Outreach stärken
Aufbau und Förderung digitaler Plattformen, Kommunikationskanäle und interaktiver Formate, die insbesondere den Wissenstransfer in die Gesellschaft erleichtern, die Sichtbarkeit universitärer Leistungen erhöhen und eine breite Teilhabe an Bildung, Forschung und öffentlichem Diskurs ermöglichen.
Eine weitere Konkretisierung der weitreichenden Aussage bewirken die folgenden drei Teilziele, die sich auf Querschnittsthemen beziehen und die in der Priorität nicht nachrangig zu den IT-Zielen für die Leistungsbereiche stehen. Aufgrund der Bedeutung jedes Querschnittsthemas und insbesondere der engen Wechselwirkungen zwischen den Themen, wie bspw. bei Informationssicherheit und Digitale Souveränität, wurde von einer Priorisierung abgesehen.
- Benutzerzentrierte IT-Services weiterentwickeln
Ausbau des serviceorientierten IT-Betriebs mit nutzerfreundlichen Portalen, Self-Service-Angeboten und kontinuierlicher Verbesserung der Support- und Kommunikationskanäle. - Informationssicherheit und Resilienz systematisch ausbauen
Die Informationssicherheitsarchitektur (ISMS) wird gezielt weiterentwickelt, um aktuellen Bedrohungslagen sowie universitären insbes. wissenschaftlichen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Die Zertifizierung nach ISO 27001 wird für das RZ angestrebt. - Digitale Souveränität und Nachhaltigkeit sichern
Stärkung der technologischen Unabhängigkeit durch u.a. Open-Source-Lösungen und nachhaltige IT-Beschaffung sowie energieeffiziente Rechenzentren und Green-IT-Konzepte. Es wird bei der Ausrichtung der IT ein besonderes Augenmerk auf Digitale Souveränität und Datensicherheit gelegt. In den jeweiligen Projekten werden entsprechende Maßnahmen einbezogen.